Skitouren-Fischbachau

Ein verlängertes Wochenende mit leichten Skitouren…

…das war die Vorgabe für die sechs Teilnehmer vom 6. Januar bis zum 8. Januar 2018. Vor dem Vergnügen stand aber zunächst die Planung. Und die gestaltete sich nicht einfach. Die Wetterkapriolen und die unklaren Schneeverhältnisse machten die Planung zu einer Lotterie. War zunächst das Allgäu Ziel unserer Träume, so mussten wir kurzfristig umdisponieren und es ging in Richtung bayerischer Alpen nach Fischbachau.

Der erste Tag war Anreisetag. Und so blieb nur Zeit für eine kleinere Runde im Gebiet des Spitzingsees. Doch bereits auf dem Weg zu unserem ersten Gipfel, dem Taubenstein  (1.693 m) mussten wir feststellen, dass zwar die Skigebiete mit ihren Schneekanonen überall gute Pistenbedingungen meldeten, abseits der Skipisten aber der Schnee schon Mangelware wurde. So begann denn der Aufstieg auch mit einem halben-Stunde-Fußmarsch ohne Schnee, die Ski auf dem Buckel schleppend. Danach konnten wir aber den Aufstieg bei herrlichem Sonnenschein genießen. Nach einer Pause wurde der Gipfel des Taubenstein zu Fuß erklommen. Die Gruppe teilte sich anschließend. Drei unserer Teilnehmer hatten noch nicht genug und wollten nach kurzer Abfahrt vorbei an der Maxlrainer Hütte die stillgelegte ehemalige Skipiste nochmals in Angriff nehmen und stiegen ein zweites Mal auf. Der Rest machte sich auf den Weg in den verdienten Feierabend.

Am Sonntag lautete unser Ziel Brecherspitze (1.683 m). Vom Parkplatz Kurvenlift des Skigebiets Spitzingsee ging es ein kurzes Stück entlang der Waldabfahrt im Skigebiet zu den Firstalmen. Von dort aus winkte uns bereits die Brecherspitze zu und über hartgefrorenen Schnee ging es stetig bergan bis zum Vorgipfel dieses beliebten Skitourenberges. Auf den Fußmarsch über den Gipfelgrat verzichteten wir. Die Aussicht belohnte auch hier unsere Anstrengungen und der Weg zum Gipfelkreuz war vereist und mit den Skischuhen keine Freude. 

Da der Nachmittag noch vor uns lag, machten wir uns kurz darauf Im Tourenskigebiet Taubenstein auf die Bretter und marschierten noch zur Schönfeldhütte. Von dort ging es für vier der sechs  Teilnehmer hinauf in den Sattel zwischen Jägerkamp und Aiplspitze. Gemeinsam fuhren wir zurück zu den Fahrzeugen.

Abends gab es ein hervorragendes Essen in einer der vielen schönen Gastwirtschaften und schon bald war die Bettschwere größer als der Unternehmungsgeist.

Während wir am Wochenende noch überall die Heerscharen der Münchner Skifahrer sahen, begann der Montag in großer Ruhe. Der Parkplatz zum Start auf die Brünnsteinschanze (1.547 m) war praktisch leer. Durch einen Wald ging es auf  Forstwegen und über Wiesen bergauf. Bald schon mussten die Harscheisen ausgepackt werden, denn der harte Untergrund bot wenig Halt. Nach kurzer Rast auf der Seelacher Alm kämpften wir uns mit den Harscheisen in kurzem aber steilem Gelände nach oben und erreichten wenig später die Brünnsteinschanze, einen Vorgipfel des Brünnsteins. Von hier bot sich ein herrlicher Weitblick in die Chiemgauer Alpen und in Richtung Zahmer Kaiser und Wilder Kaiser.

Nach anstrengender Abfahrt machten wir uns mit einem Zwischenstopp am Schliersee auf den Weg nach Hause.

Bernhard Geyer