Skitouren Maria Alm

Zwei erlebnisreiche Skitourentage in Maria Alm (26.01. - 28.01.2018)

Eine Gruppe von 13 Tourengehern schloss sich der Wochenendfahrt der Skiabteilung nach Maria Alm im Salzburger Land an.

Bei mäßiger Lawinengefahr und traumhaftem Wetter startete die Gruppe am Samstag Richtung Schwalbenwand. Grandiose Ausblicke auf das Steinerne Meer, den Hochkönig und die vor einem liegenden Salzburger Schieferberge begleiteten den nicht allzu schwierigen Aufstieg. Nach einer ausgiebigen Pause in der Sonne war nach 1200 Höhenmetern der Gipfel der Schwalbenwand erreicht und man genoss nach dem obligatorischen Gruppenbild den klaren Rundumblick auf das Kaisergebirge, den Zeller See, das Kitzsteinhorn und den Großvenediger. Sogar den Großglockner konnte man in der Ferne erkennen.
Während eine kleine Gruppe am aufgefirnten Südhang eine Zusatzrunde einlegte, fuhr der Großteil der Gruppe bereits ab ins Tal und lernte dabei die verschiedenen Schneearten kennen: lockerer und schwerer Pulverschnee sowie schwer zu befahrener Bruchharsch im unteren Teil der Abfahrt. Leider riss sich eine Teilnehmerin bei der Abfahrt das Kreuzband, so dass sie mit dem Helikopter nach Zell am See gebracht werden musste. Ein Wermutstropfen für die Gruppe an diesem sonst so herrlichen Tourentag.

Für den Sonntag war eine etwas leichtere Tour auf die Marbachhöhe geplant.
Mit dem Skibus ging es zum Ausgangspunkt Hintermoos. Der Aufstieg erfolgte größtenteils durch den Wald, bis sich wieder schöne Ausblicke auf das nebelverhangene Tal und die herrliche Bergwelt boten. Durch tief verschneite Hänge ging es zu einer kleinen Hütte, an der man sich für die letzten Höhenmeter stärkte. Für die meisten war die Marbachhöhe nach 950 Höhenmeter das Ziel. Überwältigt von der phantastischen Aussicht legten die Skitourengeher dort eine Pause ein, ehe die Abfahrt durch die Pulverschneehänge in Angriff genommen wurde.
Fünf konditionsstarke Teilnehmer machten sich von der Marbachhöhe auf zu einer Gratüberschreitung auf den Hochkaser. Heftig blies der Wind ins Gesicht, der lockere Schnee wurde über den Grat geweht und bildete Strukturen wie bei Sanddünen in der Wüste. Am Hochkaser fellte man schnell ab, ein Schluck heißer Tee und ab ging es durch knietiefen Powder zurück ins Tal, wo sich alle Teilnehmer wieder trafen.

Fazit nach zwei Tagen: eine nette und harmonische Gruppe aus Erfahrenen und Neulingen, die noch lange von diesen Erlebnissen zehren werden.

Text: Gisela Schuster
Bilder: Gisela Schuster und Jan Kürschner