Wanderung der Senioren-Leicht-Gruppe im Spalter Hügelland

Wanderung der Senioren-Leicht-Gruppe im Spalter Hügelland

Staunend und beeindruckt standen wir gleich am Anfang unserer Wanderung vor dem Naturdenkmal, der Schnittlinger Eiche mit ihrem stattlichen Alter von 450 Jahren. Sie ist wahrlich ein pachtvoller Baum mit einem Stammumfang von über 6 m und einer Krone, die 31 m in den Himmel ragt. Ein kleiner Vortrag im Bus über wissenschaftliche Erkenntnisse hat uns darauf eingestimmt, dass auch Pflanzen Lebewesen mit der Fähigkeit zur Kommunikation sind und Gefühle haben.

Der Name der Eiche verrät schon, wo der Wandertag begann: kurz nach Schnittling, einem Dorf nahe Spalt. Hier also führte uns der MD-Wanderweg im Wald am Zigeunerloch (eine kleine Felsschlucht) vorbei. Weiter bergab lässt es sich gut laufen. An einer Waldlichtung machten wir nach einer Stunde eine kleine Rast, um anschließend doch wieder in westlicher Richtung sanft ansteigend nach Kalbensteinberg hoch zu laufen. Wo der Wald endet und einen überraschenden, freien Blick auf Streuobstwiesen und die ersten Häuser von Kalbensteinberg bietet, bewunderten wir erst mal die blühenden Kirschbäume an Hang vor dem Ort und hatten das Glück, das in die Landschaft gezauberte Weiß gerade noch zu erleben. Eine kleine Gruppe Schafe vervollständigte das romantische Bild. 

An der Rieter-Kirche, dem „Schatzkästchen Frankens“ darf man natürlich nicht einfach vorüber gehen. Wir besichtigten sie mit einer lebhaften und kompetenten Kirchenführerin, die uns u.a. erzählte, dass die große Ikone an der linken Wand der Kirche von Wladimir Putin für eine Ausstellung in Russland angefragt wurde. Auch um den gut erhaltenen Palmesel wird Kalbensteinberg beneidet, sowie die Gemälde von Michael Wohlgemut und vieles mehr.

Unsere Wanderung setzte sich nach einem schmackhaften Mittagessen auf der Höhe fort mit Aussichten gen Osten und Süden, wo versteckt der Brombachsee liegt. Auf Forst-, Wald- und Hohlwegen ging es durch Mischwälder wieder abwärts, dem Erlbach zu. Er mündet in die Fränkische Rezat, an der wir noch bis zur Stiegel-Mühle entlang liefen. 

Da das Gasthaus uns nicht aufnehmen konnte, brachte uns der Bus nach Fünfbronn in das Gruschdl-Café zu einem gemütlichen Plauder-Kaffee-Stündchen, umgeben von lauter Handarbeiten der Besitzerin. Die Veehharfen-Klänge störten die Gespräche nicht, sie regten sogar zum Mitsingen an. So entstand wieder der Eindruck, dass für die Teilnehmer/innen der Senioren-Leicht-Gruppe nicht ausschließlich die Anzahl der erwanderten Kilometer wichtig ist, sondern der Erlebniswert des Tages, die Gemeinsamkeit und die Möglichkeit zum intensiven und vielleicht auch persönlichen Gespräch. Wenn das alles bei gutem Wetter gelingt, freuen sich die Wanderführer/innen ganz besonders.

Inge Dorlöchter