Betzensteiner Kuppenalb

Betzensteiner Kuppenalb - Wanderung der Seniorengruppe Leicht (8. Juni 2017)

Unsere Gruppe ist gefangen und gleichzeitig behütet — das schafften nur eine Höhle und ein Hagelsturm sofort zu Beginn unserer Wanderung!

Wir stiegen nur wenige Minuten hoch zur Klauskirche am Ortsrand von Betzenstein. Gerade rechtzeitig, bevor die Hagelwolke sich entleerte, erreichten alle schützend diese Durchgangshöhle, die vor 135 Mio. Jahren entstanden ist.

Wenig später ging es mit Sonnenschein und tropfenden Bäumen an der Windmühle vorbei zum Hexenloch. Man muss schon etwas hochsteigen, um die Durchgänge im Fels bewundern zu können. Das ovale Hexenloch ist gut 3 m breit und fotogen.

Das dritte Highlight erwartete uns bei Kröttenhof: das Wassersteintor, das wir nach einigen Informationen zur Entstehung dieser Felslandschaft um Betzenstein und zur Fauna (z.B. der Skabiosenflockenblumen-Scheckenfalter oder Thymian-Ameisenbläuling) und Flora (Orchideen, Sonnentau, die endemische Fränkische Mehlbeere usw.) durchwanderten. Am Wasserstein wurde 1951 ein fossiles Skelett des kleinsten europäischen Landsäugetieres, dem Sorex Minutissimus (Knirpsspitzmaus, 1,5 - 4 cm groß) gefunden.

Nach einer Mittagsrast in Stierberg marschierten wir im Gänsemarsch den schmalen Steig am Langen Berg entlang, grüßten die Kletterer an der Münchser Wand und bestaunten den steinernen Jura-Elefanten. Dann wurde es bequemer, wir liefen durch Neudorf und abwärts auf einem weiteren Wanderweg nach Obertrubach. Eine gemütliche Kaffeeeinkehr beschloss den herrlichen Tag, den Landschaft und Wetter so abwechslungsreich gestalteten.

Inge Dorlöchter