Dolomitenklettern 2017

„Spiderman und Dolomitensprinter“
(Ein Südtiroler 6-Gänge-Menü, verkostet vom 22.7.-29.7.17)

Man nehme 8 DAV-Kletterer aus Altdorf (Herbert, Heike, Gerhard, Matthias, Sabine, Daniel, Klaus, Wolfgang), packe diese in einen Sprinter (Transporter) von ‚Wallenstein-Stuck’, gönne sich einen (OPEL) Mokka und platziere das ganze Ensemble dekorativ in La Villa im Gadertal zu Füßen des Heilig-Kreuz-Kofels.

So gestaltete sich das Gemeinschaftsunternehmen  als ökologischer Trip mit fast grenzenlosem Platz für Kletter-Geschirr und -Besteck.

Vorbereitend für die Genusstour brauchte es noch nach staufreier, magenschonender Anfahrt über den Brenner einen hemmungslosen Großeinkauf bei Eurospar in Sterzing mit 2 x 2 randvollen Einkaufswagen!

Sodann ließ sich unter erfreulicher Berücksichtigung des stabilen Wetters südlich des Alpenhauptkammes und im Kontrast zum bayerischen Regendesaster eine köstliche „Menüfolge“ gestalten!

  • Aperitif und Basics: Aperol, Moretti, Riegel, Rotwein und Grünzeug
  • Vorspeise: Sonniges Anklettern an West- und Südflanke des kleinen „Falzaregoturms“
  • Suppe mit Wolken und Regen: Sport-Shopping in Corvara und Kolfuschg
  • Einstimmung von Körper und Geist: 11 Seillängen-Tour „En coulisse“ am Col dei Bos (2500m, Schlüsselstelle V+). Da musste man schon mal die Hände aus den Hosentaschen nehmen.
  • Zwischengang:  Techniktag im Klettergarten „Sass di Stria“ am Hexenstein.
  • 1. Hauptspeise/ Königsetappe:  „Daumenkante und Fünffingerspitze“ aus der Langkofelscharte heraus (3000m), quasi Wolfgang’s luftige Geburtstagsrunde als ausgesetzes Topo der Extraklasse!
  • 2. Hauptspeise/Langdistanz-Premiumtour:  14 Seillängen an der Westkante des „Torre Firenze“ (IV+); alle Beteiligten incl. Alpinnovizin Heike zeigten über 11 Stunden beachtliches Kletter- und Stehvermögen!
  • Dessert: Natürlich Kaiserschmarrn und Apfelstrudel beim Strobl, Espresso ja – Hektik nein

Beilage: Kameradschaft und Selbstvertrauen.
Würze: Entschlossenheit und Wetteroptimismus
Abgeschmeckt  wurde täglich in abendlicher Sitzung mit einem Schuss Rotwein und einer gehörigen Portion Kompromissbereitschaft.
Als Geschmacksverbesserer kam wohldosiert die Flexibilität der Beteiligten hinzu.
Eine Einheitssoße wurde durch gewagte Ideen und intensive Diskussionen vermieden.

Entgegen dem Sprichwort „zu viele Köche verderben den Brei“ hatten wir mit den beiden „maitres des montagnes“ - Herbert und Gerhard - zwei exquisite Kenner und Könner der Materie dabei.

Es gab keinerlei Verletzungen oder heikle Zwischenfälle!

Das macht in der Wertung:  4 Sterne, 3 Gipfel, 2 Highlights und eine Menge Spaß.

Allen Beteiligten, besonders Matthias für die Menuevorbereitung dieser grandiosen Bergverkostung, sei herzlich gedankt und wir freuen uns bereits auf neue Südtiroler Aromen im Kletterjahr 2018!

Wolfgang Christl