Auf olympischen Skipisten im Piemont

Skifahren im Grenzgebiet Italien / Frankreich

Sieben Skifahrer unserer Sektion suchten sich in dieser Saison die Pisten von Sestriere bis Montgenevre auf der sogenannten Via Lattea (Milchstraße) aus, auch weil  einer der Teilnehmer das Gebiet westlich von Turin als  Mountainbiker gut kannte.  Die Anreise mit dem Kleinbus der Sektion Noris, den unser Gastmitglied Dieter organisiert hatte, verlief  ab dem San Bernardino Pass im Regen. So konnte die schöne Gegend, besonders das Val di Susa, nicht bewundert werden. Dafür hatten die Skifahrer am nächsten Tag wunderbaren Neuschnee und kosteten diesen voll aus. Von Sestriere bis Pragelato wurden zwischen dem höchsten Punkt 2700 m und 2035 m im Ort steile Abfahrten und weite Carvingstrecken befahren.
Von dem Bergdorf Champlas Seguin, wo die fünf Männner und zwei Frauen eine komfortable Wohnung gemietet hatten, gelangte man nach kurzer Gehzeit zum Ortsrand und von dort auf einer Skiroute zur Mittelstation Pariol direkt neben der Olympia-Bobbahn.

Nach erneutem Schneefall und Wind beschränkten sich die Skiabfahrten jedoch auf zwei Olympiastrecken von 2006 in San Sicario. Daneben konnte man auch über teils unberührte Tiefschneehänge ins Tal schwingen.

"Skifahren ohne Grenzen“ heißt es in der Werbung des Skigebietes - und so wechselte die Gruppe am Mittwoch nach Montgenevre in Frankreich. Hier erschlossen sich den Skifahrern weite Hänge und steile Abfahrten bei inzwischen frühlingshaften Temperaturen. Am letzten Tag konnten auch die bis dahin teilweise geschlossenen Lifte in Sauze D’Oulx genutzt werden. Das abwechslungsreiche Gelände brachte allen viel Spaß. Den sehr weichen Schnee in tieferen Lagen nahm man gerne in Kauf, bescherte die warme Sonne doch eine sehr angenehme Mittagsrast vor der Hütte.

Nachdem die Woche über in der Wohnung zusammen gekocht wurde, gönnten sich die Freunde am letzten Abend in einer alten Trattoria mit gemauertem Gewölbe ein Essen mit regionalen Spezi-alitäten. Ein gelungener Schlusspunkt der schönen Skiwoche in den Piemonteser Bergen.
Die Heimfahrt entlang der  Südalpen brachte dann doch noch die besten Aussichten auf MonteRosa, Mischabelgruppe und Berninagruppe.

Text: Ingrid Hentschel