Skitouren im Reschengebiet

Skitouren im Reschengebiet

Ende März machte sich eine Gruppe ambitionierter Tourengeher auf nach Reschen, um von dort aus mittelschwere Skitouren zu unternehmen.

Die erste Tour führte bei Sonnenschein und wenigen Wolken ins wunderschöne Rojental auf den 2896 Meter hohen Grionkopf. Nach circa 1000 Höhenmetern erreichten die 22 Teilnehmer den windumtosten Gipfel und genossen die Abfahrt in unerwartet fluffigem Pulverschnee.

Am Samstag teilte sich die Gruppe.
Die Genießer, die nach ausgiebigem Frühstück vom Langtauferer Tal aus zur Mitterlochspitze (3090 m) aufgebrochen sind - zunächst auf stillgelegter vereister Skipiste, dann jedoch bei guten Bedingungen bis zum Joch, welches zum Tagesziel erklärt wurde - belohnt mit grandiosen Ausblicken auf die umliegenden Dreitausender. Auch hier war die Abfahrt im Pulver- und Sulzschnee bei strahlendem Sonnenschein und stahlblauem Himmel ein besonderes Erlebnis. Nach einer ausgiebigen Hüttenrast ging es zurück in die Unterkunft in Reschen.
Die Frühaufsteher-Truppe dagegen machte sich nach einem kargen Frühstück bereits um sechs Uhr morgens auf, um von Melag aus eine Gletscherskitour auf den Äußeren Bärenbartkogel (3471 Meter) mit einem Aufstieg von ungefähr 1500 Höhenmetern zu unternehmen – auch dort herrliche Ausblicke und eine tolle Abfahrt.

Tags darauf ging es nochmals ins Rojental – dieses Mal auf Zwölferkopf und Elferspitze mit Ausblick auf den unterhalb liegenden Reschensee.

Ein Teil der Gruppe trat bereits am Sonntagnachmittag die Heimfahrt an, während die restlichen Teilnehmer am Montag noch den Inneren Nockenkopf (2768) bestiegen.

Das Resumee nach diesen Tagen war einhellig: ein wunderschönes Tourengebiet, das trotz der mäßigen Schneelage in diesem Winter noch erstaunlich gute Möglichkeiten bot, und eine nette und harmonische Gruppe mit vielen Teilnehmern, die noch lange von diesen Erlebnissen zehren werden.

Gisela Schuster