Seniorengruppe

Rückblick Senioren

Wein-Wanderung

Seniorenwanderung im Herzen des fränkischen Weinbaus:
Auf dem Panoramaweg durch herrliche Weinlagen nach Volkach

Zur Zeit der Weinlese führte die diesjährige Wanderung der Seniorengruppe an einem traumhaften Herbsttag ab Neuses am Berg durch die allseits bekannten Weinlagen von Escherndorf zur Mainschleife und von dort über die Volkacher Weinberge zur Wallfahrtskirche Maria im Weingarten.

Als Ausgangspunkt hatte der Wanderführer Helmuth Gatti das mittelalterliche Dettelbach mit dem sehenswerten spätgotischen Rathaus, den engen Gassen und Fachwerkhäusern gewählt. Zuvor stand noch die Besichtigung der Wallfahrtskirche Maria im Sand an. Ihr Ursprung geht auf einen Bildstock mit Pieta zurück, wohin ein bei einer Kirchweihschlägerei in Melkendorf lebensgefährlich Verletzter pilgerte und daraufhin vollständig geheilt wurde. An dieser Stelle errichtete man dann 1506 die Wallfahrtskirche. In der Nachbarschaft entstand 1616 ein Franziskanerkloster zur Betreuung der Wallfahrer.

Vom nahe gelegenen Neuses am Berg führte dann die Wanderung oberhalb der Weinberge mit den Weinlagen „Escherndorfer Lump“ und „Escherndorfer Fürstenberg“ hinüber zum  „Escherndorfer Berg“ und von dort auf dem alten Wallfahrtsweg nach Kaltenhausen, einem Ortsteil der Verbandsgemeinde Eisenheim. Der Weg ab Neuses am Berg beeindruckt besonders durch die herrlichen Ausblicke über das Maintal hinüber zu der Vogelsburg und zu den Nordheimer, Sommeracher und Volkacher Weinlagen. Großes Interesse und Beachtung fand bei den Wanderern die gerade stattfindende Weinlese. Die kräftige Herbstsonne hat in den letzten Tagen den Trauben nochmals einen kräftigen Schub gegeben und damit die Öchsle nach oben klettern lassen. Sehr zur Freude der Winzer; sie sprechen inzwischen von einem sehr guten Jahrgang.

Ein herrlicher Biergarten direkt an der Mainschleife, Überbleibsel einer ehemaligen Brauerei,  war das Ziel zur Mittagsrast. Gestärkt durch Leckeres frisch vom Grill ging es dann zur nahe gelegenen Fähre über den Main nach Fahr. Der Weg führte jetzt vorbei an der Kreuzkapelle auf dem Panoramaweg durch die Weinlagen „Volkacher Mönchsberg“, „Volkacher Ratsherr“ und „Volkacher Kirchberg“, alles bekannte Volkacher Weine. Bei strahlendem Sonnenschein bot sich auch hier ein wunderschöner Panoramablick hinüber zur Vogelsburg und hinab zu dem gemächlich dahin fließenden Main. Von weitem war bereits die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten zu erkennen, die dann auch bald erreicht wurde. Hier befindet sich die berühmte schwebende „Madonna im Rosenkranz“ von Tilman Riemenschneider aus dem Jahr 1524. Dieser bedeutende Schatz und zwei weitere wertvolle Stücke waren in der Nacht 6./7. August 1962 das Ziel eines Kunstraubes. In Folge kam es zu einer durch die Zeitschrift „Stern“ angeregten, in der Öffentlichkeit aufsehenerregenden Rettungsaktion. Nach Hinterlegung eines Lösegeldes tauchten die Kunstwerke am 22. August 1962 vor dem Frankfurter Dom auf. Sie wurden restauriert und 1963 wieder nach Volkach überführt. Die Diebe wurden schließlich 1968 gefasst.

Von Maria im Weingarten sind es nur noch wenige Schritte zum nahen Volkach mit seiner über  Jahrhunderte hin bewegten Geschichte. Seine günstige Lage am Main führte schon früh dazu, dass diese kleine historische Stadt ein Zentrum des Weinbaus wurde. Die Adelsfamilie der Grafen von Castell im frühen Mittelalter und später die Würzburger Bischöfe erkannten dieses schon früh und bauten die Siedlung, die 1258 vom Kaiser das Stadtrecht erhielt, zu einem Eckpfeiler ihres Herrschaftsgebiets aus. Auch nach einem wirtschaftlichen Niedergang während des Dreißigjährigen Krieges, der zu einer Verödung der Weinberge und Felder führte, konnte sich Volkach immer wieder erholen. Erst das Auftreten der Reblaus störte den Weinanbau, der jahrhundertelang das wirtschaftliche Rückgrat der Mainschleife war. In Folge kam es dann zur Forcierung des Obstanbaus. Heute gehören neben dem Weinbau auch Apfelbäume zur Region.

Nach einem kurzen Abstecher zum beeindruckenden Marktplatz mit dem imposanten Rathaus fand der Abschluss dieses herrlichen Tages in einem der zahlreichen netten Weinlokale statt.                          Helmuth Gatti

Achttausender-Steig

Über acht Tausender musst du gehen

Acht Senioren vom Alpenverein Altdorf waren auf Tour auf dem Achttausender Steig. Es war keine Expedition im Himalaya, sondern eine idyllische, aber anspruchsvolle Höhenwanderung im Bayerischen Wald. Sie führte vom Großen Arber nach Eck über die acht höchsten Berge im Lamer Winkel und der Arber-Region.

Start war an der Arber-Seilbahn, die man mit 2 Pkws und Wanderbus erreichte. Nebel und böhmischer Wind empfing die Wanderer am Großen Arber-Gipfel (1456 m). Der Weg führte dann über die Chamer Hütte auf den Kleinen Arber (1384 m). Weiter ging es auf einem gut beschilderten Kammweg über den Enzian (1287 m) und den Heugstatt (1262 m). Es boten sich schöne Ausblicke in die wildromantische Landschaft des Bayerischen Waldes bis hinein nach Tschechien. Nach vier Tausendern stieg man ab zur Schareben Hütte. Nach einer Gehzeit von 4 Stunden und ca. 8 km im ständigen Auf und Ab waren die Wanderer froh sich stärken und die Beine hochlegen zu können.

Bei strahlend blauem Himmel stieg man am zweiten Tag wieder hoch auf den Kammweg und weiter auf den Reischfleck (1125 m). Durch urwüchsige Felslandschaften ging es dann auf schmalen Wandersteigen über das Schwarzeck (1238 m, siehe Bild), vorbei am Waldwiesenmarterl zum Ödriegel (1156 m) und Mühlriegel (1080 m), dem letzten Tausender. Der Abstieg zum Parkplatz am Berggasthof Eck war dann nur noch Formsache. Die Gehzeit für die 2. Etappe mit ca. 9 km betrug 4 1/2 Stunden. Den Achttausender Steig kann man durchaus auch an einem Tag schaffen, ist dann aber nicht mehr seniorenfreundlich.

Die Gruppe bedankte sich bei ihrem Wanderführer Gerhard Beyerwaltes, der die tolle Tour ausgesucht und geleitet hat.
Uli Reichert

Radgruppe 60+ auf Tour

Radgruppe 60+ auf Tour  (11.05. - 13.05.2016)

Mit 15 Teilnehmern hatte die Radgruppe 60+ eine Dreiländertour von Oberfranken über Böhmen in die Oberpfalz unternommen. Organisiert wurde die Tour von Ivan Tabor.
Gestartet wurde in Marktredwitz. Nachdem die Bahn von Altdorf nach Marktredwitz keine Fahrräder transportiert, musste ein Bus mit Fahrradanhänger gechartert werden.  

Die erste Etappe führte auf dem Wallenstein-Radweg an Arzberg und Schirnding vorbei nach Cheb (Eger). Die Strecke war gut beschildert. Nach 28 km und etwa zwei Stunden Fahrzeit wurde Cheb erreicht und in einem netten Biergarten Mittagsrast eingelegt. Nach dem Hotelbezug war eine Stadtführung organisiert. Die Radler erfuhren viel über die Geschichte und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das Wallensteinhaus, in dem der Feldherr ermordet wurde, durfte natürlich nicht fehlen.

Auf einem ehemaligen Militärweg entlang der deutsch-tschechischen Grenze ging es am zweiten Tag bergauf, bergab, durch große Waldgebiete und auf Schotterwegen Richtung Marienbad. Der altbekannte Radlerspruch „wer sein Fahrrad liebt, der schiebt“ fand das eine oder andere Mal Anwendung. Nach drei Std. Fahrzeit, ca. 35 km Strecke und 630 Höhenmetern wurde endlich Marienbad erreicht. Kaum war eine passende Gaststätte gefunden, begann es zu regnen. So wurde nach dem Mittagessen die Regenkleidung angelegt und noch mal 22 km zum Tagesziel Tachov weiter geradelt. Hier war die Radgruppe in einem Internat der dortigen Sprachschule untergebracht. Nach einem Spaziergang durch die Altstadt und einem Abendessen mit böhmischer Kost waren die Anstrengungen des Tages schnell vergessen.

Am dritten Tag führte die erste Teilstrecke auf der "Goldenen Straße" durch den Böhmer- und Oberpfälzer Wald nach Bärnau. Im zweiten Streckenabschnitt wurde es dann ziemlich heftig. Auf dem Grünes-Dach-Radweg ging es hoch bis zur Waldnaab-Quelle und weiter zur Silberhütte. Die war leider geschlossen und so musste die Gruppe weiter nach Flossenbürg. Neben der KZ-Gedenkstätte fanden die Radler endlich eine Gastwirtschaft und Cafe. Kaum Platz genommen, regnete es in Strömen. So wurde beschlossen die Radtour abzubrechen und nicht mehr nach Neustadt a. d. Waldnaab zu fahren. Der Bus holte die Radler in Flossenbürg ab und brachte sie trocken nach Altdorf zurück.

Es wurden zwar insgesamt nur 114 km geradelt, aber die waren gespickt mit 1670 Höhenmetern; vom Regen und dem Gewicht der Packtaschen ganz zu schweigen. Es gab aber keinen Unfall und außer einem Plattfuss auch keine Pannen. Die Radtour 2016 hat gezeigt, dass die Radler 60+ hart im Nehmen sind.

Uli Reichert

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