Seniorengruppe

Rückblick Senioren

Seniorenwanderung Schillingsfürst

Senioren-Wandergruppe unterwegs zum Schloss Schillingsfürst

Von Kloster Sulz (Ortsteil von Dombühl nahe BAB A6) startete eine Gruppe von Wanderern der DAV- Seniorengruppe der Sektion Altdorf durch den abwechslungsreichen Naturpark Frankenhöhe.
Zunächst folgte der Pfad mit Wandermarkierung Blau-Punkt bis Schillingsfürst dem Verlauf des bereits 1237 von Norddeutschland nach Rom genutzten Pilgerweges „Via Romea“. Die Landschaft ist durch sanfte Hügel mit Feldern und viel Wald geprägt. Das Bild änderte sich, sobald man auf dem markierten Wanderweg auf dem Weg zum Schloss durch den Ort Schillingsfürst geht. Man wählte eine Route vorbei an dem markanten Wasserturm von 1902, weiter durch den Schlosspark, vorbei an dem Franz
Liszt-Denkmal weiter in Richtung Barock-Schloss. Kurz davor in Höhe des dort befindlichen Cafés genoss man den Fernblick über die Dächer des tiefer liegenden Ortes Schillingsfürst und die dahinterliegenden Hügel der Frankenhöhe.

Die Wanderer wurden im Schlosshof von einer Falknerin des Falkenhofes Schloss Schillingsfürst zu einer Führung erwartet. Sie wusste das Interesse zu den zahlreichen Uhus und Greifvögeln in den Volieren zu wecken, zumal man in freier Natur diese Vögel wohl niemals so nah erleben kann.

Danach ging es - den malerischen Fernblick genießend - in einem Bogen am Rand der höchsten Erhebung der Frankenhöhe nach Stilzendorf. Dort stärkten sich die Wanderer im Gasthof „Zum Bergwirt“.

Nachmittags führte der Wanderweg Rot-Kreuz vorbei an dem historischen Brunnenhaus (Wasserpumpenanlage mit einzigartiger, noch funktionierender Ochsentretanlage von 1702). Anschließend folgte man dem Wanderweg mit der Markierung Rot-Kreuz durch waldreiche, aber dennoch abwechslungsreiche, sanft hügelige Landschaft zurück nach Dombühl, wo der Bus zur Heimfahrt wartete.

Text: Knut Adams
Fotos: Knut Adams, Günter Kiessling und Helmuth Gatti

 

Radtour Altdorf - Wiesen bei Sterzing

Mit dem Rad von Altdorf in die Partnergemeinde Pfitsch bei Sterzing in Südtirol

Elf Teilnehmer der Radfahrgruppe 60+ des Alpenvereins Altdorf haben eine Jubiläumstour in die Partnergemeinde Pfitsch bei Sterzing unternommen. Die Tour führte von Altdorf über Kelheim, Freising, München, Bad Tölz, Achenkirch, Hall i.Tirol über den Brenner nach Pfitsch.  Nach 6 Tagen und rund 436 km war den Radlern ein Ruhetag vergönnt, der dann aber für eine kleine Bergtour hergenommen wurde. Die Heimfahrt erfolgte mit der Bahn. 

Die Idee zu dieser Tour wurde geboren, als Uli Reichert, Vorsitzender der DAV Sektion Altdorf, in der März-Ausgabe 2016 der Alpenvereinszeitschrift „Panorama“ von einem Artikel über eine 2015 eröffnete Radroute vom Marienplatz in München zum Markusplatz in Venedig las. Die Tour wird für Genuss-Radfahrer angeboten und so lag es nahe, die den Radfahrern 60+ des Alpenvereins vorzuschlagen. Man könnte die Tour ja auch von Altdorf starten und „nur“ bis in die Partnergemeinde Pfitsch fahren, das wäre doch ein Highlight zum 50-jährigen Jubiläum des Alpenvereins. Nach anfänglichem Zögern der Radgruppe reifte aus dem Vorschlag ein Plan. Man könnte ja ein Begleitfahrzeug für das Gepäck mitnehmen und auf den Brenner von Innsbruck aus mit der Bahn fahren. Damit würde die Tour doch etwas entschärft. Im Herbst 2016 hat Ivan Tabor dann mit der Planung der Tour begonnen. Es galt die Streckenabschnitte festzulegen und Übernachtungsmöglichkeiten zu finden. Nach ausführlichem Studium von Radkarten und -führern und unter Einbeziehung von Navigationssoftware stand Anfang des Jahres 2017 der Tourenplan.
In 6 Tagen und insgesamt 400 km will man in Südtirol sein und nach einem Ruhetag mit der Bahn die Heimreise antreten. Im März 2017 begann die Gruppe eifrig Trainingskilometer zu strampeln und das Sitzfleisch abzuhärten.

Dann war es endlich so weit, in der Woche nach Pfingsten starteten 10 Radler im Alter zwischen 58 und 78 Jahren, darunter 5 mit einem Pedelec, bei Sonnenschein in Richtung Süden. Ein Radler durfte/musste den Begleitbus fahren. Es war so vereinbart, dass jeder den Bus einen halben Tag fährt. Die erste Etappe führte über Neumarkt am alten Kanal entlang nach Berching und dann weiter am neuen Kanal nach Beilngries. In einem schattigen Biergarten wurde die Mittagspause eingelegt. Es ging weiter am Altmühltal-Radweg über Dietfurt, Riedenburg, vorbei am Schloss Prunn nach Essing, dem ersten Tagesziel. Den Radlern und ihren Rädern war anzusehen, dass die ersten 90 km doch recht staubig waren. Im Gasthof Ehrl konnte man die verbrauchten Kalorien ersetzen und eine ruhige Nacht verbringen.

Der 2. Tourentag führte über Kelheim nach Abensberg, wo man bei der Kuchelbauer-Brauerei einen kurzen Stopp einlegte. Auf einen Frühschoppen zu verzichten fiel natürlich schwer, aber es waren doch noch viele Kilometer zu fahren. Es ging weiter auf dem Abens-Weg durch die Hallertau nach Mainburg zur Mittagspause. Bei über 30° C ging es dann nachmittags durch hügelige Landschaft weiter hinunter ins Isartal nach Marzling bei Freising. Nach 80 km war das zweiten Tagesziel erreicht. Im Biergarten des Landgasthofes Nagerl lies man den Tourentag gemütlich ausklingen.

Ein nächtliches Gewitter hat am 3. Tag für etwas Abkühlung gesorgt. Durch die Isarauen und vorbei am Freisinger Dom führte die 3. Etappe nach München. Durch den Englischen Garten, vorbei am Deutschen Museum ging es zur Mittagseinkehr in einen Biergarten an der Isar. Für ein Bad bzw. Fußbad hatte keiner so recht Lust, die innerliche Abkühlung war wichtiger. Nachmittags wären die Radler in Grünwald fast im Gewitterregen gestanden, wenn sie nicht noch Unterschlupf in einem Wertstoffhof gefunden hätten. Ob da einer mit dem Gedanken gespielt hat sein Fahrrad zu entsorgen und mit dem Begleitbus weiter zu fahren? Nein, es ging weiter über Straßlach am Isarkanal entlang nach Wolfratshausen. Diesmal standen 77 km zu Buche. Im Gasthof Humplbräu in der Stadtmitte waren die Radler gut untergebracht. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz.

Der Himmel war bedeckt, als die Radler die 4. Etappe in Angriff nahmen. Nach Geretsried entfernte sich der Radweg von der Isar und es ging ins Alpenvorland mit einigen Anstiegen und Abfahrten. Bad Tölz mit seiner historischen Marktstraße bot sich für den ersten Zwischenstopp an. Der Blick auf die Berge wurde nun frei und der Weg führte wieder an der Isar entlang nach Lenggries, Ort für die verdiente Mittagspause. Am Nachmittag wartete die erste „Bergetappe“, es ging hoch zum Sylvensteinsee. Dort entschied man dann einige Kilometer auf der Bundesstraße zu fahren und nicht auf dem längeren und sehr steilen Schotterradweg. Bald erreichte man die Landesgrenze. Im Achental  ging es dann weiter bis Achenkirch, dem Tagesziel. Wieder waren 70 km geschafft. Auf diesem Streckenabschnitt war es Uli vorbehalten die einzige Panne, einen Platten, zu haben. Die Unterkunft, das Hotel Beretta, wird allen in Erinnerung bleiben mit „Pizza all you can eat“.

Am nächsten Morgen Regen und tief hängenden Wolken, keiner wollte so recht hinaus in die Nässe. Doch Abwarten half nichts, nach einer Stunde Wartezeit startete man zur Schiffsanlegestelle am Achensee.
„Wenn den Radler stört der Regen, kommt eine Schifffahrt ganz gelegen“. So fuhr ein Teil der Gruppe mit dem Schiff zur Südspitze, der andere mit dem Rad am Seeufer entlang. Der Regen hat dann tatsächlich nachgelassen, als man wieder vereint von Maurach die steile Abfahrt nach Jenbach im Inntal hinunter fuhr. Nun gab der Inntal-Radweg die Richtung vor. In  Stans machte man Mittagspause. Zwischenzeitlich hat der Himmel aufgelockert und auf der Weiterfahrt konnte man das Schloss Tratzberg bewundern. Vorbei an Schwaz und Wattens erreichte man Hall i. Tirol. Bevor das Hotel angefahren wurde, besuchte man die historische Altstadt zu einem Kaffee. Heute waren es nur 54 km, für die Schifffahrer nur 44 km. Nach dem Abendessen besprach man die Schlussetappe über den Brenner nach Wiesen. Acht von den elf Teilnehmern fühlten sich stark genug den Brenner mit dem Rad zu bezwingen.

Am nächsten Tag schien wieder die Sonne. Früher wie sonst starteten die Brenner-Radler, es galt 40 km bergauf zu fahren. Auf der alten Römerstraße von Hall nach Matrei, die mittelmäßig befahren ist, ging es zuerst hoch nach Aldrans, dann durch Igls, Patsch und im Auf und Ab weiter entlang des Wipptales nach Matrei. Es boten sich tolle Ausblicke auf die gegenüberliegende Brennerautobahn mit Europabrücke und Stubaital. Ab Steinach mussten die Radler dann die letzten 12 km auf die verkehrsreiche Brennerbundesstraße fahren. Während der ganzen Strecke wurde die Gruppe vom  Begleitfahrzeug mit den restlichen 3 Teilnehmern eskortiert. Am Brenner angekommen war man natürlich glücklich und stolz die Königsetappe geschafft zu haben. Großer Respekt gebührt dabei der Leistung der beiden 70-jährigen Günther und Josef, die die Passhöhe allein mit Muskelkraft bezwungen haben. Nach der verdienten Mittagseinkehr war es ein Genuss dem Eissacktal-Radweg auf der alten Eisenbahntrasse nach Gossensass zu folgen. Nun war es nicht mehr weit nach Sterzing, wo man bei einem Eiskaffee ausspannte. Am späten Nachmittag und nach 65 km erreichte man dann Wiesen, das Ziel der Radtour. Im Rieplhof wurden die Radler herzlich empfangen. Mit Bier und Sekt wurde die Brennerüberquerung gefeiert. Der ereignisreiche Tag klang mit einem Abendessen mit Freunden aus Wiesen aus.

Der 7. Tag war eigentlich als Ruhetag gedacht. Doch was soll man ruhen, wenn man mit einer Wiesener Bergführerin auch eine Wanderung unternehmen kann. Und wer geglaubt hat, der Brenner wäre der höchste Punkt der Tour gewesen, wurde dabei eines besseren belehrt. Zuerst mit der Seilbahn, dann zu Fuß ging es hinauf auf den 2189 m hohen Rosskopf. Unten auf der Vallmingalm gab es dann Graukäse und Rotwein und auf der Sternhütte Kaffee und Kuchen. Und da soll noch einer was sagen über die Genuss-Radfahrer. Abends im Rieplhof kam dann hoher Besuch, der 1. Bürgermeister Stefan Gufler von der Gemeinde Pfitsch, seine Gemeindereferentin und die Freunde vom Alpenverein Südtirol. Es wurden die Grüße vom 1. Bürgermeister Erich Odörfer aus Altdorf überbracht und Gastgeschenke übergeben. Bei einem Südtiroler Vesper, Wein und Bier sowie einer angeregten Unterhaltung saß man bis in die Nacht zusammen.

Am letzten Tag der Tour weinte der Himmel Tränen, als die Altdorfer Radler Abschied von Wiesen nahmen. Mit der Bahn ging es von Sterzing zum Brenner. Der Begleitbus stand in Bereitschaft evtl. nicht im Zug mitgenommene Räder zum Brenner zu bringen. Über Innsbruck, Kufstein, München, Regensburg fuhr man nach Neumarkt. Dort ließen es sich die Radfahrer 60+ dann nicht nehmen die letzten Kilometer nach Altdorf noch mal auf´s Rad zu steigen. Der Begleitbus mit den restlichen drei Insassen kam ebenfalls gut zu Hause an.

Die Tour mit insgesamt 436 km, dabei 5204 m Anstiege und 4700 m Abfahrten, wird allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben. Wenn auch manchmal anstrengend, war sie geprägt von kameradschaftlichem Miteinander, gegenseitiger Rücksichtnahme und vielen tollen Eindrücken.

Uli Reichert

Wein-Wanderung

Seniorenwanderung im Herzen des fränkischen Weinbaus:
Auf dem Panoramaweg durch herrliche Weinlagen nach Volkach

Zur Zeit der Weinlese führte die diesjährige Wanderung der Seniorengruppe an einem traumhaften Herbsttag ab Neuses am Berg durch die allseits bekannten Weinlagen von Escherndorf zur Mainschleife und von dort über die Volkacher Weinberge zur Wallfahrtskirche Maria im Weingarten.

Als Ausgangspunkt hatte der Wanderführer Helmuth Gatti das mittelalterliche Dettelbach mit dem sehenswerten spätgotischen Rathaus, den engen Gassen und Fachwerkhäusern gewählt. Zuvor stand noch die Besichtigung der Wallfahrtskirche Maria im Sand an. Ihr Ursprung geht auf einen Bildstock mit Pieta zurück, wohin ein bei einer Kirchweihschlägerei in Melkendorf lebensgefährlich Verletzter pilgerte und daraufhin vollständig geheilt wurde. An dieser Stelle errichtete man dann 1506 die Wallfahrtskirche. In der Nachbarschaft entstand 1616 ein Franziskanerkloster zur Betreuung der Wallfahrer.

Vom nahe gelegenen Neuses am Berg führte dann die Wanderung oberhalb der Weinberge mit den Weinlagen „Escherndorfer Lump“ und „Escherndorfer Fürstenberg“ hinüber zum  „Escherndorfer Berg“ und von dort auf dem alten Wallfahrtsweg nach Kaltenhausen, einem Ortsteil der Verbandsgemeinde Eisenheim. Der Weg ab Neuses am Berg beeindruckt besonders durch die herrlichen Ausblicke über das Maintal hinüber zu der Vogelsburg und zu den Nordheimer, Sommeracher und Volkacher Weinlagen. Großes Interesse und Beachtung fand bei den Wanderern die gerade stattfindende Weinlese. Die kräftige Herbstsonne hat in den letzten Tagen den Trauben nochmals einen kräftigen Schub gegeben und damit die Öchsle nach oben klettern lassen. Sehr zur Freude der Winzer; sie sprechen inzwischen von einem sehr guten Jahrgang.

Ein herrlicher Biergarten direkt an der Mainschleife, Überbleibsel einer ehemaligen Brauerei,  war das Ziel zur Mittagsrast. Gestärkt durch Leckeres frisch vom Grill ging es dann zur nahe gelegenen Fähre über den Main nach Fahr. Der Weg führte jetzt vorbei an der Kreuzkapelle auf dem Panoramaweg durch die Weinlagen „Volkacher Mönchsberg“, „Volkacher Ratsherr“ und „Volkacher Kirchberg“, alles bekannte Volkacher Weine. Bei strahlendem Sonnenschein bot sich auch hier ein wunderschöner Panoramablick hinüber zur Vogelsburg und hinab zu dem gemächlich dahin fließenden Main. Von weitem war bereits die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten zu erkennen, die dann auch bald erreicht wurde. Hier befindet sich die berühmte schwebende „Madonna im Rosenkranz“ von Tilman Riemenschneider aus dem Jahr 1524. Dieser bedeutende Schatz und zwei weitere wertvolle Stücke waren in der Nacht 6./7. August 1962 das Ziel eines Kunstraubes. In Folge kam es zu einer durch die Zeitschrift „Stern“ angeregten, in der Öffentlichkeit aufsehenerregenden Rettungsaktion. Nach Hinterlegung eines Lösegeldes tauchten die Kunstwerke am 22. August 1962 vor dem Frankfurter Dom auf. Sie wurden restauriert und 1963 wieder nach Volkach überführt. Die Diebe wurden schließlich 1968 gefasst.

Von Maria im Weingarten sind es nur noch wenige Schritte zum nahen Volkach mit seiner über  Jahrhunderte hin bewegten Geschichte. Seine günstige Lage am Main führte schon früh dazu, dass diese kleine historische Stadt ein Zentrum des Weinbaus wurde. Die Adelsfamilie der Grafen von Castell im frühen Mittelalter und später die Würzburger Bischöfe erkannten dieses schon früh und bauten die Siedlung, die 1258 vom Kaiser das Stadtrecht erhielt, zu einem Eckpfeiler ihres Herrschaftsgebiets aus. Auch nach einem wirtschaftlichen Niedergang während des Dreißigjährigen Krieges, der zu einer Verödung der Weinberge und Felder führte, konnte sich Volkach immer wieder erholen. Erst das Auftreten der Reblaus störte den Weinanbau, der jahrhundertelang das wirtschaftliche Rückgrat der Mainschleife war. In Folge kam es dann zur Forcierung des Obstanbaus. Heute gehören neben dem Weinbau auch Apfelbäume zur Region.

Nach einem kurzen Abstecher zum beeindruckenden Marktplatz mit dem imposanten Rathaus fand der Abschluss dieses herrlichen Tages in einem der zahlreichen netten Weinlokale statt.                          Helmuth Gatti

Achttausender-Steig

Über acht Tausender musst du gehen

Acht Senioren vom Alpenverein Altdorf waren auf Tour auf dem Achttausender Steig. Es war keine Expedition im Himalaya, sondern eine idyllische, aber anspruchsvolle Höhenwanderung im Bayerischen Wald. Sie führte vom Großen Arber nach Eck über die acht höchsten Berge im Lamer Winkel und der Arber-Region.

Start war an der Arber-Seilbahn, die man mit 2 Pkws und Wanderbus erreichte. Nebel und böhmischer Wind empfing die Wanderer am Großen Arber-Gipfel (1456 m). Der Weg führte dann über die Chamer Hütte auf den Kleinen Arber (1384 m). Weiter ging es auf einem gut beschilderten Kammweg über den Enzian (1287 m) und den Heugstatt (1262 m). Es boten sich schöne Ausblicke in die wildromantische Landschaft des Bayerischen Waldes bis hinein nach Tschechien. Nach vier Tausendern stieg man ab zur Schareben Hütte. Nach einer Gehzeit von 4 Stunden und ca. 8 km im ständigen Auf und Ab waren die Wanderer froh sich stärken und die Beine hochlegen zu können.

Bei strahlend blauem Himmel stieg man am zweiten Tag wieder hoch auf den Kammweg und weiter auf den Reischfleck (1125 m). Durch urwüchsige Felslandschaften ging es dann auf schmalen Wandersteigen über das Schwarzeck (1238 m, siehe Bild), vorbei am Waldwiesenmarterl zum Ödriegel (1156 m) und Mühlriegel (1080 m), dem letzten Tausender. Der Abstieg zum Parkplatz am Berggasthof Eck war dann nur noch Formsache. Die Gehzeit für die 2. Etappe mit ca. 9 km betrug 4 1/2 Stunden. Den Achttausender Steig kann man durchaus auch an einem Tag schaffen, ist dann aber nicht mehr seniorenfreundlich.

Die Gruppe bedankte sich bei ihrem Wanderführer Gerhard Beyerwaltes, der die tolle Tour ausgesucht und geleitet hat.
Uli Reichert

Radgruppe 60+ auf Tour

Radgruppe 60+ auf Tour  (11.05. - 13.05.2016)

Mit 15 Teilnehmern hatte die Radgruppe 60+ eine Dreiländertour von Oberfranken über Böhmen in die Oberpfalz unternommen. Organisiert wurde die Tour von Ivan Tabor.
Gestartet wurde in Marktredwitz. Nachdem die Bahn von Altdorf nach Marktredwitz keine Fahrräder transportiert, musste ein Bus mit Fahrradanhänger gechartert werden.  

Die erste Etappe führte auf dem Wallenstein-Radweg an Arzberg und Schirnding vorbei nach Cheb (Eger). Die Strecke war gut beschildert. Nach 28 km und etwa zwei Stunden Fahrzeit wurde Cheb erreicht und in einem netten Biergarten Mittagsrast eingelegt. Nach dem Hotelbezug war eine Stadtführung organisiert. Die Radler erfuhren viel über die Geschichte und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das Wallensteinhaus, in dem der Feldherr ermordet wurde, durfte natürlich nicht fehlen.

Auf einem ehemaligen Militärweg entlang der deutsch-tschechischen Grenze ging es am zweiten Tag bergauf, bergab, durch große Waldgebiete und auf Schotterwegen Richtung Marienbad. Der altbekannte Radlerspruch „wer sein Fahrrad liebt, der schiebt“ fand das eine oder andere Mal Anwendung. Nach drei Std. Fahrzeit, ca. 35 km Strecke und 630 Höhenmetern wurde endlich Marienbad erreicht. Kaum war eine passende Gaststätte gefunden, begann es zu regnen. So wurde nach dem Mittagessen die Regenkleidung angelegt und noch mal 22 km zum Tagesziel Tachov weiter geradelt. Hier war die Radgruppe in einem Internat der dortigen Sprachschule untergebracht. Nach einem Spaziergang durch die Altstadt und einem Abendessen mit böhmischer Kost waren die Anstrengungen des Tages schnell vergessen.

Am dritten Tag führte die erste Teilstrecke auf der "Goldenen Straße" durch den Böhmer- und Oberpfälzer Wald nach Bärnau. Im zweiten Streckenabschnitt wurde es dann ziemlich heftig. Auf dem Grünes-Dach-Radweg ging es hoch bis zur Waldnaab-Quelle und weiter zur Silberhütte. Die war leider geschlossen und so musste die Gruppe weiter nach Flossenbürg. Neben der KZ-Gedenkstätte fanden die Radler endlich eine Gastwirtschaft und Cafe. Kaum Platz genommen, regnete es in Strömen. So wurde beschlossen die Radtour abzubrechen und nicht mehr nach Neustadt a. d. Waldnaab zu fahren. Der Bus holte die Radler in Flossenbürg ab und brachte sie trocken nach Altdorf zurück.

Es wurden zwar insgesamt nur 114 km geradelt, aber die waren gespickt mit 1670 Höhenmetern; vom Regen und dem Gewicht der Packtaschen ganz zu schweigen. Es gab aber keinen Unfall und außer einem Plattfuss auch keine Pannen. Die Radtour 2016 hat gezeigt, dass die Radler 60+ hart im Nehmen sind.

Uli Reichert

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