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Riedberger Horn - Contra des DAV zum Beschluss des Landtags

Am Donnerstag, den 9. November 2017, hat der Bayerische Landtag die Änderung des Alpenplans beschlossen. Künftig soll dieser seit 45 Jahren unverändert wirksame Garant für die Bewahrung des Alpenraums wirtschaftlichen Interessen geopfert werden. Grund für die Änderung ist eine geplante Skischaukel am 1787 Meter hohen Riedberger Horn in den Allgäuer Alpen. Für ein einzelnes Projekt soll der im gesamten bayerischen Alpenraum wirksame Alpenplan an entscheidender Stelle geschwächt werden. Damit schafft die Staatsregierung einen Präzedenzfall, der Tür und Tor öffnet für Erschließungsvorhaben in weiteren sensiblen und höchst schutzwürdigen Bereichen der Bayerischen Alpen.
In Konsequenz darauf hat zwei Tage später die in Siegen tagende Hauptversammlung des DAV eine Resolution mit folgendem Wortlaut einstimmig beschlossen und veröffentlicht:

  • Der Deutsche Alpenverein protestiert gegen den Beschluss des Bayerischen Landtages vom 09.11.2017 zur Änderung des Alpenplans. Dieser schwächt den seit über 45 Jahren bewährten Alpenplan und schafft einen Präzedenzfall für weitere Erschließungsprojekte. Kurzfristige wirtschaftliche Interessen werden damit über den notwendigen nachhaltigen Schutz der Natur gestellt. Der Deutsche Alpenverein stellt die Rechtmäßigkeit dieser Entscheidung in Frage und wird für die Erhaltung des Alpenplans kämpfen. (Auszüge aus DAV-Webseite, www.alpenverein.de)

 

Gerichtsurteil: Wasserkraftwerk „Älpele“ unzulässig

Das Verwaltungsgericht Augsburg hat das geplante Wasserkraftwerk „Älpele“ bei Hinterstein für unzulässig erklärt. Der Bund Naturschutz und der Landesbund für Vogelschutz hatten gegen die umstrittenen Kraftwerkspläne im Naturschutzgebiet „Allgäuer Hochalpen“ geklagt. Obwohl zahlreiche Experten und Behörden auf die Rechtswidrigkeit des Vorhabens verwiesen, hatte Landrat Anton Klotz das Wasserkraftwerk bereits im Jahr 2015 genehmigt.
Der Deutsche Alpenverein begrüßt die Entscheidung des Gerichts. Untersuchungen bescheinigten dem geplanten Kraftwerk „erhebliche Beeinträchtigungen“ einer der letzten Wildflusslandschaften im Oberallgäu. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie sprach ebenso gegen das Vorhaben wie der mehrfache Schutz als Naturschutzgebiet, EU-Schutzgebiet und Naturdenkmal. In so einem sensiblen Naturraum muss der Schutz der Natur vor der energiewirtschaftlichen Nutzung stehen.

 

“Altdorf putzt sich raus“

Reinigung der von unserer Sektion betreuten Altdorfer Rundwanderwege im Rahmen der von der Stadt Altdorf initiierten Aktion “Altdorf putzt sich raus“. Wenn der Termin fest steht wird er auf unserer Homepage veröffentlicht. Bitte beachten!