Allgemein

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Zum Jubiläum in die Berge

Die DAV Sektion Altdorf feiert heuer mit mehreren Veranstaltungen ihr 50-jähriges Jubiläum. Den Anfang machte im Mai der Bergsteigerchor aus Trient-Gardolo mit einem Konzert in der Laurentiuskirche in Altdorf. Eine weitere Veranstaltung gab es jetzt in den Bergen in Südtirol.
50 Jahre Alpenverein Altdorf und 35 Jahre Freundschaft mit Vereinen in Wiesen wurden zum Anlass genommen ein langes Wochenende im Pfitschtal zu verbringen nach dem Motto „Zu Gast bei Freunden“.

Mit dem Bus fuhren 52 Mitglieder über den Brenner. In Gossensass erwartete schon ein Freund vom AVS (Alpenverein Südtirol) die Altdorfer. Bei Sonne und Wolken wanderte er mit einer großen Gruppe an der Burgruine Straßberg vorbei hoch zum Braunhof. Nach der Hälfte der Strecke wählte dann ein Teil der Gruppe den einfacheren Weg nach Sterzing. Die  zweite Gruppe fuhr von Gossensass noch mit dem Bus nach Sterzing und unternahm dort eine Stadtführung. Zusammen mit den abgestiegenen Wanderern fuhr man hoch zum Braunhof, um die andere Wanderer abzuholen. Es ging dann hinunter nach Wiesen ins Haus der Dorfgemeinschaft. Dort traf man die Teilnehmer der Bürgerinfofahrt und des Partnerschaftsvereins aus Altdorf, die das Jubiläum des Alpenvereins auch zum Anlass genommen haben die Partnergemeinde zu besuchen.

Die Gemeinde Pfitsch hatte sich mächtig ins Zeug gelegt um den Freunden aus Altdorf einen gebührenden Empfang zu bereiten. Die Musikkapelle und der Pfarrchor umrahmten die Grußworte der 1. Bürgermeister Dr. Stefan Gufler und Erich Odörfer, des 1. Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Peter Grimm und des stellvertretenden Vorsitzenden des Alpenvereins Dr. Volker Güther. Nach dem Überreichen von Gastgeschenken und Festschriften wurden die Altdorfer bei einem Stehimbiss mit Südtiroler Spezialitäten verwöhnt. Man hätte noch lange plaudern können, wenn nicht in den Hotels der beiden Reisegruppen das Abendessen gewartet hätte. Die DAV Gruppe war im Graushof in Afens untergebracht, wo seit Jahren auch immer die Skifahrer Quartier beziehen.

Wie zu befürchten hat das Wetter am zweiten Tag umgeschlagen. Tiefhängende Wolken und Regen machten Plan B notwendig, der neben einem eingeschränkten  Wanderprogramm am Rosskopf, dem Hausberg von Sterzing, eine Besichtigungstour ins Ridnauntal vorsah.
So brachte der Bus zuerst die Wanderer zur Talstation der Rosskopfbahn, bevor er ins Ridnauntal weiter fuhr.
Die Wanderer trotzten dem Wetter und fuhren unter Begleitung von AVS-Freunden mit der Seilbahn hoch. Eine Gruppe stieg dann auf den 2189 m hohen Rosskopf. Wenn auch die Aussicht nicht berauschend war, hat doch das Gipfelerlebnis überwogen. Die andere Gruppe wanderte über die Kastellacke zur Vallmingalm. Dort trafen dann etwas später auch die Gipfelstürmer ein. Bei Speis und Trank konnte man sich etwas trocknen und aufwärmen. Am Rückweg machte man noch kurz einen Einkehrschwung ins Sterzinger Haus, bevor man dann mit der Bahn wieder ins Tal fuhr.

Die Besichtigungstour im Ridnauntal startete im Bergbaumuseum Schneeberg. Man konnte sehen wie früher unter extremen Bedingungen Erze abgebaut wurden, die Königen, Fürsten und Bischöfen Ruhm, Macht und Reichtum brachten. Eine funktionstüchtige Aufbereitungsanlage, die Knappensiedlung, der Schaustollen und die weltweit längste Übertage-Förderanlage waren nur einige Höhepunkte. Zur Mittagseinkehr ging man in die Knappenstube.

Auf der Rückfahrt wurde noch Schloss Wolfsthurn in Mareit besichtigt. Es beherbergt das Südtiroler Landesmuseum für Jagd und Fischerei. Die barocke Schlossanlage mit 365 Fenstern ist seit 1996 als Museum zugänglich. Neben der Ausstellung für Jagd und Fischerei erinnern die Prunkräume mit der originalen Einrichtung an das adelige Leben in früherer Zeit.

Abends gab es im Graushof zum Jubiläum einen Törgelleabend. Alles was die Südtiroler Küche bieten kann wurde aufgetischt. Die Hausherrin hat auch eine Viermannkapelle bestellt, die zum Tanz aufspielte. Das besondere an den Musikern war, dass 3 Kinder des verstorbenen Musikkapellmeisters Richard Bacher dabei waren, der 1982 mit dem Ehrenvorstand Konrad Holz vom Alpenverein die freundschaftlichen Kontakte mit Wiesen aufbaute.

Auch der dritte Tag (Sonntag) begann mit Regen. Der ökumenische Berggottesdienst, der auf der Festwiese in St. Jakob geplant war, musste in die Pfarrkirche St. Jakob verlegt werden. Die kleine Kirche war proppenvoll, waren doch auch die Teilnehmer der Bürgerinfofahrt und des Partnerschaftsvereins sowie Freunde vom AVS und vom Bergsteigerchor Trient-Gardolo gekommen. Der Gottesdienst wurde geleitet von den Pfarrern Ursula Kronenberg und Albert Börschlein aus Altdorf sowie Walter Prast aus Pfitsch. Die Musikkapelle Innerpfitsch und die Sänger aus Trient-Gardolo umrahmten den feierlichen Gottesdienst, der unter dem Motto „Berge bewegen Menschen“ stand. Schon beim ersten Lied des Chores „La Montanara“ wurde es vielen Gottesdienstbesuchern warm ums Herz. Im Rahmen der Fürbitten wurde auch an die in den letzten 50 Jahren verstorbenen Mitglieder und Freunde des Alpenvereins gedacht. Nach dem Gottesdienst, aber noch in der Kirche, gratulierte Willi Eisendle im Namen des AVS Ortsstelle Pfitsch dem Alpenverein zu seinem 50-jährigen Jubiläum und überreichte dem Vorsitzenden Uli Reichert einen 16 cm hohen Bergkristall. Sein Grußwort endete mit dem Spruch „Menschen, die auf Bergen wandern, verknüpft ein unsichtbares Band, und es fühlt einer mit dem andern, im Herzen sind sie nah verwandt“.

Von der Kirche aus ging es dann mit den Pfitscher Freunden und den Sängern mit ihren Frauen in das Sporthaus Grube, wo im großen Saal ein Büffet mit einer Südtiroler Brotzeit angerichtet war. Man lies es sich schmecken und genoss die guten Südtiroler Weine. Zum Abschied sang der Chor „ Mus i denn zum Städele hinaus“, die Wolken rissen auf und die Pfitscher Berge kamen zum Vorschein.

Nicht nur das Bergwochenende, sondern auch die Heimfahrt, wird allen in guter Erinnerung bleiben, gab es im Bus doch noch eine ökumenische Schnapsprobe.

Die 3 Tage in Südtirol waren ein echter Höhepunkt des 50-jährigen Jubiläums der DAV Sektion Altdorf. Im November folgt dann noch ein Dankeschönabend, zu dem alle Mitarbeiter, die in den 50 Jahren für den Verein tätig waren, eingeladen sind.

Uli Reichert

Hohe Tauern

Mittelschwere Bergwanderungen im Nationalpark Hohe Tauern

Eisbedeckte Dreitausender, idyllische Täler und vom touristischen Rummel bislang verschonte Ecken: Sechs Bergsteigerinnen des DAV Altdorf erkundeten im Juli den südlichen Teil des Nationalparks Hohe Tauern.

Osttirol wurde erst spät touristisch erschlossen. Vor der Öffnung des Felbertauerntunnels im Jahr 1967 fanden nur wenige Reisende den Weg über die Hohen Tauern. Bis heute fehlen große Skigebiete und Bettenburgen. Was lange Zeit für die Region wirtschaftlich schwierig war, erweist sich heute als Segen: Gäste aus ganz Europa kommen gerade wegen der ursprünglichen Natur und den gastfreundlichen Orten am Fuße von Großglockner und Großvenediger.

Gleich die erste Etappe der viertägigen Tour des DAV Altdorf führte in eines der schönsten Täler der Region:
Vom Gschlösstal bietet sich ein Traumblick auf den Großvenediger (3674 m) – sogar aus den gemütlichen Zimmern im Venedigerhaus sieht man den eisbedeckten Gipfel. Auf dem Gletscherlehrpfad des Nationalparks kommt man den Eismassen des Dreitausenders ganz nah: Mit etwas Mut und einer kleinen Klettereinlage erreicht man sogar die Spitze der Gletscherzunge des Schlatenkees. Wesentlich idyllischer und leichter zu erreichen sind der auf 2137 Metern Höhe gelegenen Salzbodensee und der Mini-See „Auge Gottes“, in dessen Mitte eine Wollgrasinsel liegt.

Ebenso beeindruckend ist nach Einschätzung der Teilnehmerinnen ein Ausflug zu den Umbalfällen bei Hinterbichl: Der letzte freifließende Gletscherfluss der Alpen stürzt sich hier über hunderte Meter ins Tal. Ein Schaupfad mit Infotafeln und Plattformen, die weit in die Schlucht hineinragen, machen die Wanderung zu einem Erlebnis für alle Sinne.

Eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt gibt es im hinteren Dorfer Tal zu bestaunen. Vom Kalser Tauernhaus führt ein Steig durch üppige Blumenwiesen zum türkisblauen Dorfer See und dann zum Pass Kalser Tauern auf 2518 Metern. Von diesem Übergang hat man einen Blick auf die Stauseen und Skigebiete rund um das Berghotel Rudolfshütte. Schöner ist die Aussicht zurück ins Dorfer Tal und auf die Gipfel der Granatspitzgruppe. Und wer Glück hat und sich leise verhält, kommt ganz nah an eine Herde von rund 30 Steinböcken und unzählige Murmeltiere heran.

Grandiose Sonnwendfeier

Grandiose Sonnwendfeier

Unser Alpenverein Altdorf feiert heuer seinen 50. Geburtstag.

Das war für die Jugend des DAV auch ein Grund, diesmal eine besondere Sonnwendfeier zu organisieren.
Freitagabend wurde der Holzstoß aufgestellt, mit Edelweißemblemen und einer großen Zahl 50 auf der Spitze.

Am Samstagnachmittag fand dann ein Spielenachmittag für die Jugendgruppen und die Familiengruppe statt. Für sie gab’s am Abend Stockbrot aus der Feuerschale. Die Großen machten es sich im großräumigen Festzelt bequem und als gegen 18.00 Uhr der Foodtruck mit seinen Burgern anrollte, war alles perfekt.

Das schon traditionelle Fußballspiel „groß gegen klein“ endete mit einem gerechten 3:3 Unentschieden. Gegen 21 Uhr war der Foodtruck leergegessen und machte sich auf den Heimweg.

Als dann die Fackeln entzündet und an die Kinder verteilt wurden, versammelten sich die zahlreichen Besucher um den Holzstoß. Jugendreferentin Andrea Schwarzbauer begrüßte die Gäste im Namen der Sektion Altdorf und bedankte sich bei den Helfern aus den Jugendgruppen sowie besonders beim Ehrenvorsitzenden Konrad Holz, ohne dessen langjährige ehrenamtliche Arbeit es den Alpenverein Altdorf so nicht geben würde. Anschließend übergab sie das Mikrofon an Alexander Frank, der das Privileg hatte, die Feuerrede im Jubiläumsjahr zu halten.

Er wies sehr nachdenklich auf die Schneeschmelze in den Alpen, die Erderwärmung und auf die ganze Klimasituation unseres Heimatplaneten hin. Wie wird es in 50 Jahren aussehen, wenn wir so weitermachen?

Nach der Feuerrede durften dann die Kinder das Sonnwendfeuer entzünden. Durch einen geschickten Trick des Aufbauteams sah man schon von weitem die Edelweiße und die Zahl 50 im Feuerschein, bevor der Holzstoß unten anbrannte. Glücklicherweise hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt der starke Wind gelegt, sodass das Sonnwendfeuer schön gleichmäßig abbrennen konnte.

Den Höhepunkt dieses Abends bildete dann noch ein grandioses Feuerwerk, das auch von den Nachbarorten aus sehr gut zu sehen war.

Bis in die Morgenstunden hielt die Jugend Wache am immer kleiner werdenden Feuer.

Die Teilnehmer werden sich bestimmt noch lange an diese tolle Sonnwendfeier erinnern.

Ihr könnt euch bereits nicht mehr erinnern oder wart nicht dabei?
Auch kein Problem, seht selbst:

Jubiläumsgottesdienst

Ökumenischer Jubiläums-Gottesdienst

Nach dem Jubiläumskonzert in der Laurentiuskirche und dem Jubiläumsempfang im Sportpark fand in der Dreifaltigkeitskirche ein ökumenischer Festgottesdienst statt.

Pfarrer Albert Börschlein begrüßte die Gäste aus dem Trentino, eine Abordnung der Trachtengruppe Altdorf-Uri (Schweiz) sowie die zahlreichen Kirchenbesucher.

Der Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrerin Ursula Kronenberg und Pfarrer Albert Börschlein stand ganz im Zeichen der Berge. In ihrer Predigt zitierte Frau Kronenberg den Psalm 121: "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt".   
Für die Chormitglieder wurde die Predigt von Frau Daniela Bonato-Dittmann ins italienische übersetzt. Auch die Fürbitten und die Lesung, die von Mitgliedern des Alpenvereins gesprochen wurden, bezogen sich auf das Thema Berge und Natur. Mit drei Liedern umrahmten die Sänger des Chores den festlichen Gottesdienst - ein Genuss für Ohr und Herz. Am Ende dankte DAV Vorsitzender Uli Reichert den beiden Pfarrern sowie allen Mitwirkenden für die würdevolle Gestaltung des Gottesdienstes; von den Besuchern gab es reichlich Applaus.

Bei herrlichem Sonnenschein erklangen dann vor der Kirche noch einige Lieder, wobei es so manchem Zuhörer bei "La Montanara" ganz warm ums Herz wurde. Im Anschluss unternahmen Gottfried Tschirschky und Daniela Bonato-Dittmann für einen Teil der Gäste noch eine kurze Stadtführung in italienischer Sprache.

Zum gemeinsamen Mittagessen versammelte man sich dann wieder im Sportpark. Nach kurzen Ansprachen unseres Vorsitzenden Uli Reichert und des Chor-Präsidenten Tiziano Mattedi wurden Geschenke ausgetauscht. Ein besonderer Dank ging noch mal an die Schirmherrin des Konzertes Frau Karola Fuchs für ihre langjährige und großzügige Unterstützung. Mit einem Bilderrückblick auf die 41-jährige Freundschaft zwischen dem Bergsteigerchor und dem Alpenverein sowie fröhlichen Liedern klang die Jubiläumsfeier aus.

Am Nachmittag traten die Bergfreunde aus dem Trentino gut gestärkt und nach einer herzlichen Verabschiedung die Heimreise an.

Jubiläumskonzert

Konzert des Trientiner Bergsteigerchores
„Coro Alpino Trentino di Gardolo“.

„Amici miei“ – meine Freude – mit diesem Lied eröffnete der Chor das Jubiläumskonzert der Sektion Altdorf im DAV. Dieser Titel passte, denn unsere Sektion ist mit den Mitgliedern des Bergsteigerchores aus Trient/Gardolo schon seit 41 Jahren befreundet. Die Liebe zum Bergsteigen, zu Musik und Gesang hat die Sänger des Männerchores mit einigen Mitgliedern des Alpenvereins Altdorf zusammengeführt. Durch gemeinsame Bergtouren im Trient, gegenseitige Besuche, gesellige Abende und Chorkonzerte wurde aus freundschaftlichen Beziehungen eine tiefe Verbundenheit.

DAV-Vorsitzender Ulrich Reichert freute sich, gute Freunde in Altdorf willkommen zu heißen und erinnerte an das erste Konzert des Chores 1976 im Historischen Universitätshof Altdorf mit 950 Besuchern. Besonders begrüßte Reichert Altdorfs Bürgermeister Erich Odörfer, Pfarrerin Ursula Kronenberg von der Evangelischen Kirche, Pfarrer Albert Börschlein von der Katholischen Kirche, Gerhard Bogner als Vertreter der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht, den Altdorfer Sparkassenchef Hermann Vogel, Anni Eckstein für die Firma Getränke Münz und Toni Martin mit einer Delegation der Trachtengruppe aus Altdorf/Uri in der Schweiz sowie die Schirmherrin des Jubiläumskonzertes, Karola Fuchs. Den Vertretern der Nachbarsektionen des Deutschen Alpenvereins galt ein weiterer Gruß.

Maddalena Tomasi, Tochter des Dirigenten Franco Tomasi, führte charmant durch das weitere Programm. In deutscher Sprache gab die junge Italienerin vor jedem Lied eine kurze Zusammenfassung der Botschaft, die darin steckt.

Der „Coro Alpino Trentino di Gardolo“ singt Lieder vom Alltagsleben der Menschen als Hirten in den Bergen, der Verbundenheit mit den Bergen, der Liebe und der Sehnsucht. Durch besondere Stimmen und Interpretationen zeichnet sich der Männerchor aus. So hört das Publikum bei „Son dai monti“ – ich bin aus den Bergen – das leise „Blub – Blub“ eines Wassertropfens. Bei „La negritella“ bringt ein Bergbauer seiner Angebeteten mit den schwarzen Augen einen Strauß aus Bergwiesenblumen und einen Jodler, der, auch Dank der hervorragenden Akustik, so klingt, wie der Widerhall an der Felswand in den Bergen. Vielseitig und abwechslungsreich ist das Repertoire aus Trentiner Bergliedern und Volksweisen. Dabei ist es erstaunlich, wie ein sehr getragenes Stück wie „Era sera“ – Es war Abend – so leise, aber dennoch stimmgewaltig erklingen kann.

Mit Volldampf ging es in die kurze Pause: „La strata ferata“ – Die Eisenbahn - fährt von Triest nach Wien, und immer wieder waren das Pfeifen der Lok und ein „Tsch-Tsch-Tsch-Tsch“ deutlich zu hören. Die Zuhörer quittierten dies mit begeistertem Zwischenapplaus. Unter anhaltendem Beifall zog der Chor aus, um die Stimmen für den zweiten Teil zu „ölen“.

Mit Liedern von Geschichten bei Mondschein, sternenklaren Nächten und vom Glück im Tal wurden die Zuhörer in die friedliche Welt der Berge entführt. Bei dem Eselsritt vom Berg Bel – „da monte Bel“ – wurde wieder sehr deutlich das Klappern der Eselshufe herausgearbeitet.

Als besondere Überraschung kündigte Tomasi drei neue Mitglieder des Bergsteiger-Chores an: Davide, Francesco und Andre. Die jungen Männer waren noch ohne Chorkleidung und reihten sich in die Aufstellung der Chormitglieder ein. Sehr schwungvoll und lustig erklangen die Fragen einer kleinen Tochter an ihren Vater „Marike la me popa“ – Papa, warum…?, die auf eine Zeitreise zum Vater und zurück in die eigene Kindheit führten.

Das klassische Volkslied „La Villanella“ – bella bimba im Walzertakt summten einige Zuhörer schon mit und bei „Me compare Giacometo“ – dem Hahn Jakob, der nicht krähen kann und trotzdem von seinen Hühnern verehrt wird, klatschte das Publikum rhythmisch mit.

Uli Reichert bedankte sich zum Schluss für den zahlreichen Besuch des ersten Glanzpunktes zum 50-jährigen Jubiläum des DAV Sektion Altdorf und bei den Organisatoren für einen tollen Konzertabend.

An den Beginn der Freundschaft im Jahre 1976 und die vielen geselligen Begegnungen erinnerte auch ein Sprecher des Bergsteiger-Chores. Auf Chorreisen nach Österreich und Deutschland habe es sonst nie so innige Beziehungen gegeben. Den Chor und die Sektion Altdorf verbinde eine besondere Freundschaft und das Gründungsjahr 1967. Auch der „Coro Alpino Trentino“ feiert im Herbst sein 50-jähriges Bestehen.

Unter stehendem Applaus forderte das begeisterte Publikum eine Zugabe.
Der Bergsteiger-Chor gab „La montanara“ zum Besten. Als Beweis für die tiefe Verbundenheit zu ihren fränkischen Freunden stimmten die italienischen Männer auch noch „Muss i denn zum Städtele hinaus“ in deutscher Sprache an – und alle Besucher sangen mit.
Damit ging ein großartiges Konzert zu Ende.

Erich Frank
mit Auszügen aus dem Bericht von Christiane Kramer in der Zeitung „Der Bote“.

Jubiläumsempfang

50 Jahre Alpenverein Altdorf
Jubiläumsempfang im Sportpark

Nach dem gelungenen feierlichen Auftakt mit dem Konzert des „Coro Alpino Tentino di Gardolo“ in der Laurentius-Kirche fand im Sportpark ein Empfang für die Mitglieder des Bergsteiger-Chores, Freunde und Gönner unserer Sektion sowie Abgesandte des DAV und unserer Nachbarsektionen statt.

Vorsitzender Ulrich Reichelt begrüßte noch einmal die Freunde aus Italien und der Schweiz aus Altdorf/Uri recht herzlich. Besonders freute er sich, dass Landrat Armin Kroder, Bürgermeister Erich Odörfer und Schirmherrin Karola Fuchs sowie die Vertreter der Sponsoren, Gerhard Bogner von der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht, Hermann Vogel von der Sparkasse Nürnberg und Anni Eckstein von der Firma Getränke Münz der Einladung gefolgt waren.

„Wenn Berge da sind, weiß ich, dass ich da hinauf gehen kann, um mir von oben eine neue Perspektive vom Leben zu holen“, mit diesem Zitat von Hubert von Goisern eröffnete der Vorsitzende der Sektion Altdorf im DAV seine Festrede zum 50-jährigen Bestehen.

So oder so ähnliches wie Hubert von Goisern haben wohl die 18 Altdorfer Bergfreunde im Jahre 1967 gedacht, als sie den Altdorfer Alpenverein als Ortsgruppe der Sektion Nürnberg in der damaligen Gastwirtschaft „Zum Schießhaus“ gegründeten. 1993 zur eigenständigen Sektion im DAV erhoben, sind wir heute mit mehr als 1900 Mitgliedern einer der größten Vereine im Landkreis Nürnberger Land.

Vielfalt in den unterschiedlichsten Aktivitäten für Kinder bis hin zu den Senioren, angeboten von ehrenamtlichen Mitarbeitern, zeichnet die Sektion Altdorf aus. Durch den Umfang der reich bebilderten Festschrift stieß das ehrenamtliche Engagement bei der Erstellung des Bildbandes „fast an seine Grenzen“, berichtet Vorsitzender Reichert. Umso mehr ist er stolz auf das gelungene Werk: „Berge bewegen Menschen“ und im Umkehrschluss „Menschen bewegen Berge“. Mit dem Slogan „Bergschutz – Bergnutz“ wies Uli Reichert u.a. auch auf den Umweltschutz hin, der im DAV Bundesverband und in unserer Sektion sehr ernst genommen wird.

Er bedankte sich bei der Stadt Altdorf für die bisherige Unterstützung und bei Bürgermeister Erich Odörfer für die harmonische Zusammenarbeit sowie allen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die den Altdorfer Alpenverein zu dem gemacht haben, was er heute ist.

Landrat Armin Kroder sprach den Ehrenamtlichen seinen höchsten Respekt aus, die an der 50-jährigen Erfolgsgeschichte mitgeschrieben haben. „Es geht bergauf“, stellt Landrat Kroder nach seinen guten Wünschen für den Fortbestand der Sektion Altdorf fest, „ihr seid nicht mehr weit von 2000 Mitgliedern entfernt!“

1. Bürgermeister Erich Odörfer freute sich auch als Mitglied über 50 Jahre Alpenverein in Altdorf und 40 Jahre Freundschaft mit dem Chor aus Gardolo - trotz sprachlicher Barrieren: „Musik kennt eben keine Grenzen!“ Er erinnert sich, dass die Gründung des Vereins im Altdorfer Gasthof „Zum Schießhaus“ erfolgte, und ist stolz, dass „dem Alpenverein der Spagat Alt und Jung zusammenzubringen immer wieder gelingt.“ „Der Alpenverein gehört in unsere Stadt, jeder kennt ihn und er hat auch zur Völkerverständigung beigetragen. Wir haben Freunde in der Schweiz und eine Partnerschaft mit Pfitsch in Südtirol. Wir müssten den Alpenverein erfinden, wenn es ihn nicht gäbe – macht weiter so!“

Ein Sprecher des Bergsteiger-Chores freute sich: „Es ist uns eine Ehre und Freude mit dem Alpenverein feiern zu dürfen“, und: „Auf den Chorreisen durch Norditalien, Österreich und Deutschland haben wir viele Leute kennen gelernt, aber selten das Glück gehabt, solche Freunde wie in Altdorf zu finden!“

Barbara Eichler aus dem Verbandsrat des Deutschen Alpenvereins gratulierte ebenso wie das ehemalige Mitglied des Hauptausschusses des DAV Manfred Jacobi und Wolfgang Stolzenberg von der Nachbarsektion Feucht.

Sogar aus Altdorf/Uri war eine Abordnung gekommen um die Glückwünsche zu überbringen.

Alle Reden wurden ins Italienische übersetzt.
Es war schon spät als der offizielle Teil vorüber war und man zu einem kurzen „gemütlichen“ Beisammensein überging.

Erich Frank
mit Auszügen aus dem Bericht von Christiane Kramer in der Zeitung „Der Bote“.

Ehrenabend

Ehrenabend des Alpenvereins Altdorf – Dank an langjährige Mitglieder und Mitarbeiter

Alle zwei Jahre veranstaltet der Alpenverein Altdorf einen Ehrenabend im Vereinslokal Sportpark. Anlass sind die Ehrungen langjähriger Mitglieder und Mitarbeiter.
Unter den Gästen waren auch Landrat Armin Kroder und Bürgermeister Erich Odörfer mit Gattin.
Von den 96 zur Ehrung anstehenden Mitgliedern waren 50 der Einladung gefolgt. Wären alle gekommen, so hatte es Elfriede Müller, stellvertr. Vorsitzende errechnet, wären 3.125 Vereinsjahre geehrt worden. So waren es immerhin 1.875, denn die Mehrzahl gehört dem Alpenverein seit mehr als 40 Jahren an. Ein aktiver Verein braucht aber nicht nur eine gesunde Mitgliederstruktur, sondern auch eine Vielzahl an engagierten Mitarbeitern, die dafür sorgen, dass den Mitgliedern ein umfangreiches Programm angeboten werden kann. So konnten bei dieser Ehrung auch 9 Mitglieder für langjährige, ehrenamtliche Tätigkeit im Verein ausgezeichnet werden.

Den Abend moderierte Dr. Volker Güther, stellvertr. Vorsitzender. Er wies darauf hin, dass in diesem Jahr nicht nur Mitglieder und Mitarbeiter geehrt werden, sondern der Verein selbst sein 50jähriges Vereinsjubiläums feiern kann. Er präsentierte die Festschrift, die eigens dafür erstellt wurde und verwies auf das Jubiläumskonzert mit dem Trentiner Bergsteigerchor, das am 27.05.2017 in der Laurentiuskirche stattfindet.

Landrat Armin Kroder betonte, dass ihm der Kontakt zu den Vereinen im Landkreis und ehrenamtlich Tätigen sehr wichtig sei und deshalb der Landkreis die Vereine und das Ehrenamt gerne unterstütze. Er hob hervor, dass es sich beim Alpenverein Altdorf mit seinen über 1.900 Mitgliedern um einen der größten Vereine im Landkreis Nürnberger Land handelt und es gehöre zur Tradition des Vereines, die ehrenamtlich Tätigen öffentlich zu loben. Wenn er nun auf den bis auf den letzten Platz gefüllten Saal blicke, dann zeige auch dies, wie die Mitglieder ihren Verein schätzen.

Auch Bürgermeister Erich Odörfer sprach in seinem Grußwort dem Verein und den Jubilaren seinen Dank für die langjährige Mitgliedschaft und Mitarbeit aus. Er hob die Wichtigkeit der Vereinsarbeit in einer Gemeinde und der ehrenamtlich Tätigen hervor. Nachdem dieser Tage auch die Zuschusserstattung der Stadt für die Vereine ansteht, konnte er diese gute Botschaft gerne überbringen. Worüber sich die Verantwortlichen natürlich sehr freuten und ganz herzlich bedankten.

Geehrt wurden die anwesenden Mitglieder:

für 25-jährige Mitgliedschaft:
Ulrich Bollmann, Karin Eckstein, Werner Eckstein, Sigrid Fink, Gertraud Gommelt, Christine Hentschel, Ilse Heß, Bernd Körner, Richard Liebel, Birgit Linhard, Anita Rauenbusch, Heinz Rauenbusch, Brigitte Rögner, Hermann Schulze, Sonja Schwarzbauer, Franz Seidel, Heidemarie Ullein, Günter Vogt.

für 40.jährige Mitgliedschaft:
Christa Augsburger, Dr. A. Peter Beer, Dr. Heidemarie Beer, Georg Karl Bromberger, Christine Frank, Dieter Heckel, Anna Elise Hiller, Herbert Hiller, Paul Werner Keilhofer, Fritz Kellermann, Heinz Kürschner, Herbert Leicht, Manfred Martini, Lisette Mederer, Elfriede Meindel, Walter Netter, Reinhard Neudert, Siegfried Oblasser, Dieter Recknagel, Erika Rupprecht, Herbert Schmersahl, Christiane Schultheiß, Günter Sparenberg.

für 50-jährige Mitgliedschaft:
Hans Werner Eckstein, Gretl Frank, Roman Leyerer, Frieda Müller, Helmut Müller, Maria Schmidt.

für 60-jährige Mitgliedschaft:
Karl Heinz Bauer, Siegfried Schramm.

Die Laudationes für die Mitglieder wurden durchgeführt von der stellvertr. Vorsitzenden Andrea Schwarzbauer und dem Vorsitzenden Uli Reichert. Andrea Schwarzbauer bedankte sich bei allen Jubilaren für ihre Treue zum Verein und bei allen geehrten Mitarbeitern für die Unterstützung bei der Vereinsarbeit.
 

Langjährige Mitarbeiter

Jochen Frank ist seit 10 Jahren Leiter des Mitteldrittels. Die Organisation vieler gemeinsamer Unternehmungen, Tages- und Mehrtagestouren, Schlittenfahrten, aber auch Minigolfen und Grillen gehören zu seinen Aufgaben.

Matthias Frank war über 15 Jahre Leiter der Jugendgruppe II, bevor er nun dieses Amt in jüngere Hände abgab. Andrea Schwarzbauer, stellvertr. Vorsitzende, wies eingangs ihrer Laudatio darauf hin, dass es sich bei Matthias Frank um ein weiteres Mitglied aus der Familie Frank handelt. Bereits seine Eltern, Christa und Erich Frank waren in der Jugendarbeit tätig und somit war es Matthias Frank bereits in die Wiege gelegt. Sehr erfreut sei die Vorstandschaft aber darüber, dass Matthias Frank auch weiterhin mit seinem umfangreichen Wissen dem Verein als Systemadministrator und Helfer in EDV-technischen Notsituationen zur Verfügung steht.

Arnold Obermeier ist seit 20 Jahren Rechnungsprüfer. Was liegt deshalb näher, diese Laudatio von der Schatzmeisterin Elfriede Müller durchführen zu lassen. Sie hob die verantwortungsvolle Aufgabe eines Rechnungsprüfers in dem großen Verein hervor, denn nur der Rechnungsprüfer kann die Entlastung des Schatzmeisters und der Vorstandschaft durchführen. Arnold Obermeier brachte sich auch beim Bau der Kletterhalle im Jahre 2004 ein und ist Austräger unseres Mitteilungsheftes.

Die anschließenden Ehrungen für Christine Hiller, Hubert Seel, Iris Thieme und Jürgen Thieme wurden vom Vorsitzenden Uli Reichert durchgeführt.

Christine Hiller ist seit 10 Jahren und Jürgen Thieme seit 20 Jahren Mitglied des Ehrenrates. Eine wesentliche Aufgabe des Ehrenrates besteht darin, den Verein bei Konfliktsituationen zu unterstützen. Er freue sich deshalb sehr, in diesem Falle sagen zu können, es gab nichts zu tun. Eine weitere Tätigkeit fällt in den Aufgabenbereich des Ehrenrates, dies ist die Ernennung von Ehrenmitgliedern, die von der Vorstandschaft benannt werden, zu prüfen. Hier konnte der Ehrenrat in der Vergangenheit tätig werden. Beide sind auch tätig als Austräger unseres Mitteilungsheftes.

Hubert Seel ist seit 10 Jahren Tourenführer. Viele Gebiete in den Alpen wurden unter seiner Führung bereits bereist. Seit einigen Jahren sind in seinem Programmangebot auch Schneeschuhtouren zu finden. Im Jahre 2012 wurde Hubert Seel in die Vorstandschaft der Sektion gewählt und hat hier weitere Aufgaben übernommen.

Iris Thieme ist seit 15 Jahren Sportabzeichen-Prüferin. Ein Angebot der Sektion ist das Training und die Abnahme des Sportabzeichens. In diesem Bereich unterstützt Iris Thieme die Vereinsarbeit.

Nach den Mitglieder- und Mitarbeiterehrungen gab es nun eine angenehme Unterbrechung, denn die Vorstandschaft lud zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Anschließend erfolgt eine Musikeinlage mit Klavier und Klarinette. Vorgetragen von zwei Mitgliedern einer Musikschule aus Lauf.

Frisch gestärkt begann nun der letzte Teil der Ehrung, denn die Jubilare erhielten noch ihre Ehrenzeichen bzw. Ehrenurkunden und Gutscheine von Altdorf Aktiv und es erfolgte noch das obligatorische Gruppenfoto.

Anschließend beendete Dr. Volker Güther den offiziellen Teil des Ehrenabends und wünschte den Gästen noch einen schönen Restabend.

Elfriede Müller

Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlung am 7. März 2017

Die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung fand  im Vereinslokal „Sportpark“ statt.
Die Versammlung moderierte der stellvertr. Vorsitzende
Dr. Volker Güther.                           
Er begrüßte die Sektionsmitglieder, die anwesenden Stadträte Dr. Hartmut Herzog und Rudolf Lodes, den Ehrenvorsitzenden Konrad Holz und die anwesenden Ehrenmitglieder. Die Versammlung wurde von 108 Mitgliedern besucht. Diese Besucherzahl ist natürlich für alle Beteiligten eine sehr erfreuliche Zahl, zeigt es doch, dass viele Mitglieder interessiert sind an den vielfältigen Aufgaben des Vereins.

Zu Beginn der Veranstaltung konnte Dr. Volker Güther auch  in diesem Jahr den anwesenden Mitgliedern die gute Botschaft überbringen, dass der Verein wieder die Bezahlung der Getränke übernimmt. Aber nicht nur die Getränke werden übernommen, sondern wie bereits auf den Tischen ersichtlich, wird auch ein kleiner Imbiss angeboten. Grund dafür ist unser 50-jähriges Sektionsjubiläum, das wir in diesem Jahr haben. Was bietet sich deshalb mehr an, den Auftakt des Vereinsjubiläumsjahres in der Mitgliederversammlung zu feiern und zwar mit unseren interessierten Mitgliedern. Mit dieser Geste haben wir als kleines Dankeschön allen Mitgliedern unsere Wertschätzung überbracht, die uns durch ihren Besuch Ihr Interesse am allgemeinen Vereinsgeschehen zeigen.

Unter der Federführung von Rita Lutz wurde eine Festschrift mit vielen Bildern und Textbeiträgen unserer Gruppen erstellt. Sie kann ab sofort zu einem Preis von 2 € erworben werden. Dies deckt natürlich nicht den Kaufpreis ab, aber der Restbetrag wird erfreulicherweise von der Sektion übernommen.

In seiner Begrüßungsansprache bedankte sich Dr. Volker Güther bei den stellvertr. Vorsitzenden Erich Frank und Elfriede Müller für die Vorbereitung der Mitgliederversammlung.

Im nächsten TOP wurden von Dr. Volker Güther die Namen der im Jahr 2016 verstorbenen Vereinsmitglieder vorgelesen. Die Anwesenden würdigten die Verstorbenen mit einer Gedenkminute.

Mit einem kurzweiligen Rückblick der elf Gruppenleiter, beginnend mit dem Leiter der Familiengruppe Christian Geiger, der Jugend I
Lea Hiller (Bild), Jugend II Bastian Linkens, Jungmannschaft Christian Link, Mitteldrittel Jochen Frank, Bergsteigergruppe Roland Linnert, Seniorengruppe Günter Kiessling, Seniorengruppe Leicht Karin Schramm, stellvertr. für die Skiabteilung Gerhard Hentschel, konnten die Mitglieder einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten des Vereines gewinnen. Leider war auch in diesem Jahr von der Bergradgruppe niemand anwesend, so dass  auch in diesem Jahr Rita Lutz einsprang. Der Leiter der Sportklettergruppe und Verantwortliche für die Kletterhalle Kunstgriff Stefan Link berichtete ebenfalls über die Unternehmungen seiner Gruppe. Ein Augenmerk richtete er bei seinem Bericht auf die Herausforderungen, die durch den im Herbst 2015 durchgeführten Abriss der Turnhalle anfielen. Erfreulicherweise konnte er berichten, dass bereits seit letztem Herbst die Heizung der neuen Turnhalle benutzt werden konnte und somit ein größerer Betrag an Stromkosten gespart wurde.

Ein weiterer Rückblick wurde vom Natur- und Umweltschutzbeauftragten Herrmann Frank gehalten. Die Aufgaben unserer Sektion als Naturschutzverein sind sehr vielseitig. Dazu gehört u. a. die Betreuung des Kalmusfelsen bei Amberg, einem beliebten Ziel auch der Altdorfer Kletterer, und die Patenschaft für das Naturdenkmal „Steinerne Rinne“. Nachdem im Jahr 2015 doch etwas mehr zu tun war, konnte man es im letzten Jahr etwas ruhiger angehen lassen. Eine von ihm organisierte Abendwanderung zu dem Naturdenkmal hatte viele interessierte Teilnehmer. Außerdem beteiligte sich die Sektion bei der Reinigungsaktion „Altdorf putzt sich raus“. Hier lobte er besonders den Einsatz unserer Kinder und Jugendlichen, die bei der Reinigungsaktion mit dabei waren. Wie ja hinlänglich bekannt, hat sich der DAV auch dem Klimaschutz verpflichtet. Deshalb ist auch erwähnenswert, dass die Sektion die Nepalhilfe Beilngries mit einem Betrag von 500 € unterstützt hat. Der Betrag dient zur Anschaffung einer Wasseraufbereitungsanlage in einem Kinderhaus in Nepal.

Ob in der freien Natur beim Wandern, Skifahren oder Bergsteigen oder in der vereinseigenen Kletterhalle, es war für Jeden, egal ob Jung oder Alt, etwas dabei. 

Ein großer Dank geht hier von der Vorstandschaft an alle ehrenamtlicher Helfer, die hier viele  ehrenamtliche Stunden geleistet haben.

Eine Zusammenfassung über das sonstige Vereinsgeschehen gab der Vorsitzende Uli Reichert.

Mit vielen Veranstaltungen konnte der Verein seinen Mitgliedern wieder ein umfangreiches Programm anbieten. So wurden bei den Sektionsabenden auch interessante Bildvorträge gezeigt. Heimatwanderungen und Gemeinschaftsfahrten u. a. in die Allgäuer oder Kitzbüheler Alpen, Schneeschuhtouren oder Skitouren, um nur einige zu nennen, rundeten das Programm ab. Im sportlichen Bereich konnte die Sektion auch im letzten Jahr wieder vielfältige Beiträge leisten. Unter der Leitung von Dr. Volker Güther nahm sie am Landkreislauf teil. Die Seniorengymnastik, angeboten von Karin Schramm, ist über das ganze Jahr gleichbleibend sehr gut besucht. Erwähnenswert sind auch die  Ausfahrten der Radfahrer 60+, die bei gutem Wetter wöchentlich unterwegs sind und ein weiteres Angebot für unsere Senioren, Klettern 50+, das von Martina Kern geleitet wird und es sogar mit einem Beitrag ins Fernsehen schaffte. Auch der Sportabzeichentreff war wieder sehr beliebt, bei dem Mitglieder und Gäste das Deutsche Sportabzeichen ablegten. In den Wintermonaten wurden mit der Skigymnastik und der Skivereinsmeisterschaft  Möglichkeiten angeboten, die sehr gut angenommen wurden. Ein weiterer Aufgabenbereich, dem sich der DAV in der Wintersaison verschrieben hat, ist das Spuren der Langlaufloipen Traunfeld und Hegnenberg mit dem vereinseigenen Skidoo. Leider wurde in der Saison 2015/2016 die Vorbereitungen des Loipenteams nicht mit ausreichendem Schnee belohnt. In den Loipen konnte nur an sechs Tagen gelaufen werden. Unser Loipenteam bekam trotzdem großes Lob von vielen Loipennutzern. Nicht zu vergessen ist aber auch die Betreuung der Altdorfer Rundwanderwege unter der Leitung von Peter Foos und seinen Wegepaten.

Die jährliche Sonnwendfeier, organisiert von Andrea Schwarzbauer, fehlte natürlich auch nicht in unserem Jahresprogramm. Für die obligatorische Feuerrede konnte Markus Schlieter gewonnen werden. Das traditionelle Fußballspiel musste wegen Sturm und Regen abgebrochen werden. Die Stimmung war trotzdem hervorragend.

Teilgenommen haben wir auch am Altstadtfest unter der Leitung von Rita Lutz und Martina Kern und am Senioreninfotag unter der Leitung von Elfriede Müller und Erich Frank. Ein weiterer Höhepunkt war der von Elfriede Müller organisierte Ball des Alpenvereins, das Edelweißfest. Seit der Durchführung  in der Aula der Mittelschule können wir auf steigende Teilnehmerzahlen blicken. Auch in diesem Jahr war der Ball wieder sehr gut besucht. Sehr gut angenommen wurde  die Skibörse unter der Leitung von Christian Geiger und Gisela Schuster und vielen Helfern aus den Jugendgruppen.

Uli Reichert berichtete auch über die Aus- und Weiterbildung, die einen großen Stellenwert im Verein hat. Es wurden wieder viele interne und externe Ausbildungen durchgeführt. Koordiniert wurde die Aus- und Weiterbildung von der  Ausbildungsreferentin Rita Lutz. Uli Reichert wies in seinem Bericht  auf die vielfältigen Aufgaben in der Geschäftsstelle hin. Unter der Leitung von Erich Frank, mit Unterstützung von Martina Kern und Lina Wagner, mussten auch in diesem Jahr wieder viele Verwaltungsaufgaben bearbeitet werden.  Neben der Mitgliederbetreuung wurden in der Geschäftsstelle auch wieder das Jahresprogramm und die Mitteilungshefte erstellt sowie deren Verteilung vorbereitet. Er bedankte sich bei den Austrägern, die 3 x im Jahr jeweils über 1000 Hefte an die Mitglieder verteilen und bei Erich Frank für die hervorragende Arbeit in der Geschäftsstelle.

Viel Zeit beanspruchte auch die Umstellung unserer Telefonanlage und die Neugestaltung der Homepage. Mit neuem Design und innovativer Technik ist die Website nun auf dem neuestem Stand. Matthias Frank und Erich Frank haben hier hervorragende Arbeit geleistet.

Uli Reichert berichtete auch über Veränderungen im Beirat. Drei neue Jugendleiter konnten gewonnen werden und zwar Johanna Letz und Timo Geiger für die Jugend I sowie Nina Schedewie für die Jugend II. Bastian Linkens wechselte von der Jugend I zur Jugend II.

Als stellvertretende Seniorengruppenleiter konnten Inge Dorlöchter für die Seniorengruppe Leicht und Knut Adams für die Seniorengruppe gewonnen werden.

Auch die internationalen Kontakte wurden in 2016 gepflegt. Mit dem CAT Gardolo können wir auf 40 Jahre freundschaftliche  Kontakte zurückblicken. Dieser Anlass wird heuer im Rahmen der 50-jährigen Jubiläen beider Vereine nachgefeiert. Im März besuchte uns die frühere Präsidentin Romy Kempf von der Trachtengruppe Altdorf/Uri. Abschließend bedankte sich Uli Reichert auch bei seinen Vorstandskollegen, den Beiräten und den vielen fleißigen Helfern, ohne deren ehrenamtlichen Einsatz dieses vielfältige Vereinsangebot nicht möglich wäre.

Die Vorstellung des Finanzberichtes übernahm die stellvertr. Vorsitzende Elfriede Müller, zuständig für die Finanzen im Verein. Mit dem Finanzbericht wurde der Kassenbericht 2016 vorgestellt. Außerdem wurde über Mitglieder- und Beitragsentwicklungen, sowie Auswertungen von Busfahrten berichtet. Der Rechnungsprüfer Arne Otto bescheinigte ihr eine einwandfreie, fehlerlose und übersichtliche Kassen- und Buchführung.

Der TOP 06 "Aussprache über die vorangegangen Punkte" konnte vom Versammlungsleiter schnell abgeschlossen werden, da keine Wortmeldungen vorlagen.

Nun wurde die Mitgliederversammlung für eine Pause von 15 Minuten unterbrochen. Auch hier konnten sich die Mitglieder auf reichlich Nachschub  aus der Küche freuen.

Der TOP 07 "Anträge mit Aussprache" konnte vom  Versammlungsleiter ebenso schnell abgeschlossen werden, da auch hier keine Wortmeldungen vorlagen.

Nun stand als wichtiger Punkt die Entlastung der Vorstandschaft an. Auf Vorschlag des Rechnungsprüfers Arnold Obermeier wurde die gesamte Vorstandschaft einstimmig entlastet.

In diesem Jahr stand leider auch die Verabschiedung unseres Jugendleiters Matthias Frank an. Nach über 15-jähriger Tätigkeit hatte er sich entschlossen, diese Arbeit an andere Personen abzugeben. Uli Reichert hielt die von Andrea Schwarzbauer, die leider erkrankt war, verfasste Laudatio. Er würdigte seine langjährig geleistete Arbeit als Jugendleiter. Aber Matthias Frank geht dem Verein nicht verloren, denn er wird weiterhin sein umfangreiches Wissen einbringen - bei unserer Homepage und bei vielen anderen administrativen Aufgaben.

Als weiterer TOP erfolgte von Elfriede Müller noch die Vorstellung des Etats für 2017. Sie stellte fest, dass das Haushaltsjahr 2017 ein Jahr mit vielen Unbekannten ist, denn wir haben einige Unternehmungen, deren Kosten oder auch Einnahmen wir nicht beeinflussen können. Siehe hier unsere Mitgliederversammlung, den Ehrenabend, das Chorkonzert und unser Dankeschönabend im November. Wir freuen uns sehr, wenn zu diesen Veranstaltungen zahlreiche Besucher kommen, aber eine genaue Planung ist deshalb etwas schwierig. Weiter wies sie darauf hin, dass der Bundesverband in diesem Jahr die Beiträge, die wir abführen müssen, erhöht hat. Für das A-Mitglied z.B. um insgesamt 1,80 €. Unsere Mitgliedsbeiträge werden aber nicht erhöht, sondern diese Mehrkosten werden aus dem laufenden Haushalt bestritten. Der Haushaltsplan wurde einstimmig von der Mitgliederversammlung genehmigt.

Mit einem Ausblick auf die nächsten Veranstaltungen der Sektion, insbesondere auf die anlässlich unseres Jubiläums stattfindenden Veranstaltungen und auf die Aktion „Altdorf putzt sich raus“, bei der auch immer Teilnehmer gesucht werden, schloss Dr. Volker Güther die sehr gut besuchte Mitgliederversammlung.

Text: Elfriede Müller

Faschingswanderung

Faschingswanderung

Zur traditionellen Faschingswanderung konnte Wanderführer Arne Otto 13 Teilnehmer am Bahnhof Altdorf begrüßen.

Durch den Riedener Wald ging es auf dem Wanderweg 7 nach Unterrieden. Dem Weg 7a folgend wurde die A6 unterquert . Zuerst neben der Autobahn, später über die Hochfläche wanderte die Gruppe zum Parkplatz beim Aussiedlerhof Volz (Bild). Hier wurden die Wanderer von der Schatzmeisterin Elfriede Müller mit belegten Brezen, Pralinen und der obligatorischen flüssigen Stärkung erwartet.

Nach kurzer Pause wanderte die Gruppe ein Stück auf dem Paul Pfinzig Weg, auf der mangels Schnee nicht gespurten Langlaufloipe, bevor es dem Blaupunkt folgend hinunter nach Kucha ging.

Im Gasthof „Grüner Baum“ waren Plätze nicht nur für die Wanderer reserviert. Ehefrauen und andere Mitglieder waren mit dem Auto gekommen. Nach einem kräftigen Mittagessen erfreute ein Musiker mit zünftigen Melodien die Gäste, von denen sich viele kostümiert hatten.
Die stimmungsvolle Musik forderte zu immer neuen Tanzrunden auf. Das muntere Treiben dauerte bis zum Abend. Dank der vielen Mitglieder, die mit dem Auto gekommen waren, kamen alle wieder zurück nach Altdorf.

Text: Arne Otto;
Bilder: Karin Eckstein, Helmuth Gatti

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