Allgemein

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Schneeschuhtouren

Schneeschuhtouren im Bayerischen Wald und in den Kitzbüheler Alpen

Der Große Falkenstein im Bayerischen Wald (11.02. und 12.02.2017)

Seit einigen Jahren hat das Falkenstein-Schutzhaus auch im Winter geöffnet, so konnten wir in diesem Jahr den Großen Falkenstein als Ziel ansteuern. Beide Tourentage waren sonnig, fast ohne Wolken und der Schnee noch ausreichend für die Schneeschuhe. Wir starteten im Ort Zwieslerwaldhaus, erst auf einem gewalzten Fahrweg (den Schillerweg), dann auf schmalem Pfad führte die Tour zum Falkenstein. Kurz nach dem Ahornriegel konnten wir in der Sonne eine Trinkpause genießen. Anschließend steiler, auf direktem Weg nach Norden zum Falkenstein. Zur Mittagspause saßen wir im gemütlichen, warmen Falkenstein-Schutzhaus. Unser Abstieg führte vorbei am Windwurf Erlebnisweg und über die Hochflächen des Ruckowitzschachten. Der weitere Abstieg erfolgte dann wieder im Wald nach Zwieslerwaldhaus.

Diese Tour wurde Samstag und Sonntag mit verschiedenen Gruppen durchgeführt.
 

Rund um die Bochumer Hütte in den Kitzbüheler Alpen (03.03. - 05.03.2017)

Um am Samstag einen ganzen Tourentag zu haben, fuhren wir bereits am Freitagmittag.
Es war ein sonniger Tag und wir starteten um 15:30 Uhr vom Winterparkplatz der Bochumer Hütte den Aufstieg. Rechtzeitig vor dem Abendessen trafen wir auf der Hütte ein und konnten noch unser Lager beziehen, bevor wir es uns in der Wirtsstube neben den Kachelofen gemütlich machten. Die Aussichten für den Samstag waren sonnig, die Lawinenlage unter 2000 m gering, allerdings war ein Föhnsturm angekündigt.
Am Samstagmorgen war vor der Hütte von einem Föhnsturm noch nichts zu bemerken. Allerdings konnte man mit Blick zum Gipfel des Gamshag (2178 m), den starken Wind bereits erahnen. Der Aufstieg in Richtung Rauber (1972 m) und Saalkogel (2006 m) verlief zunächst im Schutz des Waldes, auf der Westseite der angestrebten Gipfel. Je näher wir dem Kammbereich kamen, der sich vom Hahnenkampl zum Rauber erstreckt, umso heftiger wurde der Sturm. Wir mussten uns immer wieder kräftig gegen den Wind stemmen um nicht umgeworfen zu werden. Nach den Gipfeln von Rauber und Saalkogel, entschieden wir uns gegen einen Weiterweg zum Tristkogel. Vielmehr starteten wir vom Saaljoch aus den Rückweg zur Hütte, vorbei an der zugeschneiten Oberkaseralm.
Am Sonntagvormittag wollten wir noch den nahegelegenen Laubkogel besteigen, jedoch begann es zu schneien als wir noch beim Frühstück saßen. Wetterberuhigung war erst für den Nachmittag gemeldet, so machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg ins Tal. Kurz vor dem Parkplatz hatte der Sturm sogar einen Baum quer über den Fahrweg gelegt. Unsere geparkten PKWs waren gottseidank heil geblieben.

Hubert Seel

Faschingswanderung

Zur traditionellen Faschingswanderung konnte Wanderführer Arne Otto 13 Teilnehmer am Bahnhof Altdorf begrüßen.

Durch den Riedener Wald ging es auf dem Wanderweg 7 nach Unterrieden. Dem Weg 7a folgend wurde die A6 unterquert . Zuerst neben der Autobahn, später über die Hochfläche wanderte die Gruppe zum Parkplatz beim Aussiedlerhof Volz (Bild). Hier wurden die Wanderer von der Schatzmeisterin Elfriede Müller mit belegten Brezen, Pralinen und der obligatorischen flüssigen Stärkung erwartet.

Nach kurzer Pause wanderte die Gruppe ein Stück auf dem Paul Pfinzig Weg, auf der mangels Schnee nicht gespurten Langlaufloipe, bevor es dem Blaupunkt folgend hinunter nach Kucha ging.

Im Gasthof „Grüner Baum“ waren Plätze nicht nur für die Wanderer reserviert. Ehefrauen und andere Mitglieder waren mit dem Auto gekommen. Nach einem kräftigen Mittagessen erfreute ein Musiker mit zünftigen Melodien die Gäste, von denen sich viele kostümiert hatten.
Die stimmungsvolle Musik forderte zu immer neuen Tanzrunden auf. Das muntere Treiben dauerte bis zum Abend. Dank der vielen Mitglieder, die mit dem Auto gekommen waren, kamen alle wieder zurück nach Altdorf.
Text: Arne Otto; Bilder: Karin Eckstein, Helmuth Gatti

Skibörse

Skibörse (12.11.2016)

Auch in diesem Jahr war die Skibörse der Sektion Altdorf des DAV ein voller Erfolg.
Pünktlich um 09.00 Uhr war der Andrang groß. 89 Verkäufer boten ihre Wintersportartikel in Kommission zum Kauf an. Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen hatten an den sechs Annahmetischen alle Hände voll zu tun. Über 700 Artikel mussten registriert und gekennzeichnet werden.

Der Einsatz der Kinder und Jugendlichen bei der Ski-Börse hat Tradition, schließlich kommt der Erlös der Jugendarbeit der Sektion zu Gute. Mit hoher Motivation übernehmen sie verantwortungsvolle Aufgaben. Das beginnt typischerweise mit dem "Auszeichner". Er beschriftet die Etiketten und befestigt sie an den Artikeln. "Schreiber" werden dann meist Jugendliche mit mehrjähriger Börsenerfahrung. Die nächste Station ist der "Läufer". Er bringt die gekennzeichneten Artikel zu den Tischen und Kleiderständern.
In der Hauptphase der Ski-Börse zählt jede Hand, egal wie groß sie ist.
Mag sein, dass der Ablauf gelegentlich nicht ganz professionell wirkt. Manchmal gibt es vielleicht Verzögerungen oder kleine Fehler. Das gehört aber mit dazu, denn die aktive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen ist elementar für die Vereinsarbeit. Wer aktiv eingebunden war, kennt die Gepflogenheiten im Verein und übernimmt vielleicht später weitere wichtige Aufgaben oder Positionen.

Der Termin für nächstes Jahr steht schon fest:
am 11.11.2017 findet die 39. Skibörse der Sektion Altdorf des DAV statt.

Ein Dank an Erich Frank für die hervorragende Vorarbeit und an alle Gruppenleiter und Helfer, die zum Gelingen der Ski-Börse beigetragen haben.

Christian Geiger und Gisela Schuster
 

Ball des Alpenvereins - Edelweißfest

BALL DES ALPENVEREINS – EDELWEISSFEST  am 05.11.2016

Ja, es gab ihn auch in diesem Jahr wieder, unseren Ball und es war auch in diesem Jahr wieder eine gesellschaftliche Veranstaltung, die sich sehen lassen konnte.
Viele Mitglieder, mit Freunden und Gästen folgten der Einladung des Vereines.

Die Veranstaltung fand auch in diesem Jahr  in der Aula der Altdorfer Mittelschule statt, die mit viel Blumen- und Tischschmuck herbstlich dekoriert wurde. Sie trug auch in diesem Jahr wieder dazu bei, dass sich die Besucher von dem gemütlichen Ambiente verzaubern ließen. Leider mussten wir in diesem Jahr auf einige langjährige, treue Besucher, die krankheits-/altersbedingt nicht mehr teilnehmen konnten, verzichten. Umso erfreulicher war es, dass wir die Besucherzahlen vom Vorjahr sogar leicht überschritten hatten. Viele Gäste haben diesen Termin bereits fest in ihrem Kalender, kommen wieder und bringen neue Freunde mit.

Elfriede Müller, stellvertr. Vorsitzende begrüßte die anwesenden Gäste. Namentlich begrüßte sie zahlreiche Ehrengäste. Von den Sponsoren Karola Fuchs vom Backhaus Fuchs, Annemarie und Helmut Eckstein von der Firma Getränke Münz, Gerhard Bogner von der Raiffeisenbank, Hermann Vogel und Rudi Rupp von der Sparkasse. Von den Stadträten waren Dr. Hartmut Herzog und Adalbert Loschge und aus dem Altdorfer Vereinsleben die Vorstandsvorsitzenden Richard Döllfelder und Peter Grimm anwesend. Ebenso konnte Sie den Ehrenvorsitzenden Konrad Holz und viele Vorstandskollegen begrüßen..

Ihr Dank galt allen ehrenamtlichen Helfern, die beim Auf- und Abbau der Tische, bei der Bestuhlung, Dekoration der Tische und Säulen mitgeholfen hatten. Erfreulich war, dass sie darauf hinweisen konnte, dass in diesem Jahr auch einige neue Helfer gefunden werden konnten. Sie bedankte  sich bei ihrem Vorstandskollegen Erich Frank für die vielfältige Unterstützung, ebenso bei dem Vorsitzenden Uli Reichert für die Hilfe bei der Organisation des Balles. Ihr ganz besonderer Dank ging auch an die zahlreich anwesenden Gäste, denn nur durch deren Besuch ist eine Durchführung des Balles möglich.  

Der stellvertr. Vorsitzende Volker Güther bedankte sich mit einem Blumenstrauß, bei Elfriede Müller für die erfolgreiche Organisation dieses Events.

Die Ballbesucher konnten sich  an einem reichlich bestückten, kalten Büfett bedienen. Die Entscheidung zwischen Fisch, Käse oder Wurst fiel nicht immer leicht und selbst die Naschkatzen kamen mit einer süßen Verführung auf Ihre Kosten. Die Bewirtung übernahm auch in diesem Jahr der ortsansässigen Partyservice-Feinkost Hofmann.

Für die Stimmung der Ballbesucher sorgte wie gewohnt die Kapelle Tropics aus Schmidgaden. Die Teilnehmer hatten viel Gelegenheit, auf der großzügig bemessenen Tanzfläche der Aula zu tanzen. Egal, ob Wiener oder langsamer Walzer, Foxtrott, Cha-Cha-Cha, Rumba oder einem Zwiefachen, es war für alle Tanzsportbegeisterten etwas dabei. Selbst beim Line Dance konnten viele Tänzer auf die Tanzfläche gelockt werden. Mit den vielfältigen Musikstücken wurde von der Tanzkapelle den ganzen Abend hervorragende Stimmung verbreitet.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Auftritt der “Boogie-Shakers“ von der Tanzschule Steinlein. Sie wurden von Elfriede Müller als „eine Auswahl junggebliebener, lebensfroher Menschen mit dem Temperament der 50er Jahre“ angekündigt. Die 6 Tanzpaare zeigten mit viel Freude eine Boogie-Woogie Formation und wurden mit großem Beifall von den Gästen dafür belohnt.

Prickelndes gab es wie jedes Jahr an der Bar. Für viele Ballbesucher ist dies eine gern genutzte Gelegenheit, um hier interessante Gespräche mit anderen Gästen zu führen.
So ging ein netter und harmonischer Abend erst weit nach Mitternacht zu Ende.

Die Aussage vieler Gäste war: wir kommen wieder und zwar im nächsten Jahr am 4.11.17. 

Elfriede Müller

Neue Website DAV Sektion Altdorf

Die Website der DAV Sektion Altdorf ist komplett überarbeitet worden und startet jetzt mit neuem Design und innovativer Technik durch. Konzipiert und technisch weiterentwickelt hat die Website Matthias Frank in enger Abstimmung mit Erich Frank. Der Look der neuen Website: klar und aufgeräumt. Er orientiert sich an den Trends und Konventionen modernster Weboptik und hebt sich damit deutlich von dem eher altbackenem Screendesign der alten Website ab. Nach dem Facelift ist die neue Website auf dem neuesten Technikstand und fit fürs aktuelle Webzeitalter. Die neue Website überzeugt nach der konsequenten Überarbeitung durch Lesbarkeit und übersichtliche Anordnung. Bewährte Features wurden beibehalten oder ausgebaut.

Anpassungsfähig: "Responsive Website"

Im Fokus des Website-Relaunchs unter anderem: intelligente Benutzerführung, hohe Qualität hinsichtlich Anwenderfreundlichkeit, Browserkompatibilität und Ladegeschwindigkeit. Ein zentrales Thema des Relaunchs war zudem die Gestaltung der Website im so genannten „Responsive Webdesign“. D.h.: Die Website passt sich in Bildschirmdarstellung und -auflösung automatisch den unterschiedlichen Anforderungen mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Tablets an. Eine separate mobile Version der Homepage ist dadurch überflüssig.
Klare Struktur, übersichtliche Gliederung
Die neu gestaltete Startseite bietet dem Besucher vom Start weg alle wichtigen aktuellen Inhalte auf einen Blick. Auch die Unterseiten der Homepage unterliegen einer klaren Struktur und sind übersichtlich gegliedert. Neben einer Fülle von Infos und News rund um den DAV Altdorf und seine Veranstaltungen, können sich die Benutzer auf Bildgalerien der Gruppen freuen. Der Rückblick der Sektion und seiner Gruppen sind nun bequem nach Datum und Gruppen sortierbar. Sollte etwas doch nicht auf Anhieb gefunden werden, gibt es natürlich auch eine seiteneigene Suchfunktion.

Technik

Dank dem Content Managment Sytem(CMS) Drupal sind wir nun mit der neuen Website in Sachen Anwenderfreundlichkeit und Bedienbarkeit wieder am Stand der Dinge. Bootstrap ist im Hintergrund des Designs für die Responsive Website Gestaltung zuständig. Die verschiedenen Gallerien lassen wir durch das javascript juicebox erstellen, dies ermöglicht uns auch hier ein einfach zu bedienendes und Datenvolumen schonendes  Responsive Design. RSS-Feeds können für die News auf der Startseite und für den Rückblick abonniert werden.

Wir wünschen viel Vergnügen bei dem Erkunden der neuen Website der Sektion Altdorf des DAV.
Matthias Frank und Erich Frank

Hoher Ifen - Gottesackerplateau

Einzigartig – der Hohe Ifen und das Gottesackerplateau

Acht Mitglieder des DAV Altdorf fuhren zu der organisierten Tour „Hoher Ifen und Gottesackerplateau“ angeleitet von Eva Dechand im September ins Allgäu.

Am Freitagnachmittag kamen wir der Anregung unseres Gastwirts nach, eine kleine Einlauftour um Riezlern mit Besichtigung der Kessellöcher zu unternehmen.
Eine felsige Naturbrücke, kleine Schluchten mit interessanten Felsformationen, stäubende Wasserfälle, tief aus dem Gestein geschliffene Strudellöcher, Gumpen, klar wie Kristall -  so präsentierte sich der Schwarzwasserbach – allerdings mit seinen Launen: Zeitweise lässt er sich kaum blicken und sucht sich unterirdisch seinen Weg. Wir hatten Glück und durften beides erleben.

Am nächsten Tag schaukelt uns die Seilbahn gemächlich die ersten 300 Höhenmeter nach oben. Wir steigen in steilen Serpentinen zum Fuß des Hohen Ifen, der wie eine unüberwindliche Mauer vor uns liegt. Über ein Geröllfeld gelangen wir bis zum nackten Fels, wo uns ein wenig leichte Kletterei, allerdings mittels Seilsicherungen problemlos, erwartet. Nun stehen wir auf einer etwa 300 x 1500 Meter großen Felsplatte, die von einer dichten Wiese überzogen ist. Nach Süden neigt sich steil die Kalkplatte auf der wir den Abstieg, wieder über Drahtseile gesichert, beginnen. Die Sonne scheint pausenlos, Schatten ist rar und so freuen wir uns, als wir die Alpe Ifersgunt sehen. Es gibt Produkte die der Hof herstellt - Schafskäse, Joghurt – für jeden ist etwas dabei. Wenig später muntern wir uns mit Kaffee in der Schwarzwasserhütte auf, bevor wir den Rückweg über das hintere Schwarzwassertal nach Riezlern antreten.

Am Sonntag, unseren Abreisetag, sind für den Nachmittag Regenfälle angesagt.
Wir starten also frühzeitig und fahren wieder mit der Ifenseilbahn nach oben. Das Gottesackerplateau liegt unterhalb des außergewöhnlichen Felsens. So unbedeutend das Plateau vom Gipfel des Ifens wirkt, so spektakulär ist es, wenn man es überquert. Unzählige Risse durchziehen das weiße Kalkgestein, metertiefe Felslöcher und -spalten, die sich jäh neben dem Weg auftun, scharfkantige Grate - das alles dominiert bei der Wanderung über das Plateau. Eine sehr ungewöhnliche Landschaft präsentiert sich uns. Der Abstieg erfolgt über das Kürental. Mit jedem Höhenmeter den wir verlieren, scheint die Vegetation zuzunehmen. Der Weg verläuft durch die wilde Steinschlucht des Gottesackerlochs. Eine sehr urtümlich, naturnahe Vegetation tut sich hier auf. Stets bergab und trockenen Fußes erreichen wir Riezlern, bevor wir unsere Heimreise antreten.

Wer eine außergewöhnliche Landschaft erleben möchte, dem sei diese Wanderung sehr empfohlen.
Text von Eva Dechand

Schönbichler-Horn

Überschreitung des Schönbichler Horns im Zillertal (So. 28.08. - Mo. 29.08.2016)

Ein aufziehendes Gewitter machte vier Bergsteigerinnen und einem Bergsteiger der DAV-Sektion Altdorf einen Strich durch ihre Gipfelrechnung. Nur 150 Höhenmeter unter dem Gipfel des Schönbichler Horns in den Zillertaler Alpen, drehte die Gruppe um. Bei der Tour Ende August war eigentlich die Überschreitung des 3134 Meter hohen Berges über das Furtschagelhaus bis zum Schlegeisspeicher geplant.
Stattdessen wanderten die Altdorfer vom Übernachtungsquartier „Alpenrose“ auf 1878 Metern bis zu einem Grat auf rund 3000 Metern und wieder zurück. Gerade rechtzeitig, bevor Regen, Blitz und Donner über den von Gletschern umrahmten Zemmgrund im Hochgebirgs-Naturparks Zillertaler Alpen fegten, kam das Quintett auf der Waxeggalm an. Nachdem sich das Wetter beruhigt hatte, stiegen die Altdorfer weitere 500 Höhenmeter zum Parkplatz Breitlahner ab.

Trotz des knapp verpassten Gipfelerfolgs werteten die Teilnehmer die Tour als absolut lohnend: Unter anderem gab es atemberaubende Ausblicke auf die Gletscher Waxeggkees, Hornkees und Schwarzensteinkees sowie den wohl besten Mohn- und Apfelkuchen des Zillertales.

Text und Bild: Clara Grau

Wanderwoche 2016

Bergwanderwoche in den Schladminger Tauern (17.07. - 23.07.2016)

Den östlichen Teil des Zentralalpenkammes bilden die Niederen Tauern mit ihrem Herzstück, den Schladminger Tauern. Ein Gebiet voll herber Schönheit, mit Karkesseln, unzähligen Seen verschiedener Größen und Wasserfällen.

Vor fünf Jahren stand diese Wanderwoche schon einmal auf unserem Tourenplan. Wegen Regen und Schnee waren die geplanten Touren und Gipfel nicht machbar. So beschlossen wir, dieses Jahr die Schladminger Tauern erneut zu besuchen.

Wir starteten unsere Tour in Hopfriesen, einem Parkplatz im Obertal. Das Wetter war noch verbesserungswürdig - es regnete leicht. Zunächst ging es am Bach entlang bis zur Neualm, ab hier weiter über Almgelände zur Keinprechthütte. Die Hütte liegt am bekannten Tauern-Höhenweg und ist eingebettet in einen Kessel, rundherum dominieren die Berge der Schladminger Tauern.

Der Hüttenwirt riet uns von der Montagstour auf die Vetternspitze ab. Die Tour führt über das historische Bergbaugebiet der Zinkwand auf die Vetternspitze. Der Weg ist nicht markiert und daher nicht geeignet für eine 12-köpfige Gruppe. Wir wählten daher das zweite mögliche Ziel, die Rotmandlspitze (2453 m). Die Rotmandlspitze liegt auf halbem Weg zur Ignaz-Mattis-Hütte und ist eigentlich keine Spitze. Eher ein runder Bergrücken aus rötlichem Gestein. Allerdings ein schöner Aussichtspunkt, wobei die Fernsicht durch das noch immer trübe Wetter nicht so toll war. Zumindest blieb es trocken und wir freuten uns am Nachmittag über etwas Sonnenschein.

Für unseren Hüttenübergang zur Gollinghütte war Wetterbesserung vorhergesagt, schon am Morgen zeigten sich tatsächlich die ersten Wolkenlücken. Ab der Hütte hieß es erst einmal leicht absteigen zum Obertalbach, dann abbiegen in Richtung Trockenbrotscharte. Der Wasserreichtum der Schladminger Tauern lässt die Vegetation üppig wuchern, der Pfad an den steilen Grashängen war teilweise zugewachsen. Von der Trockenbrotscharte (2237 m) aus hatten wir einen tollen Blick auf die Landawirseehütte und die beiden Landawirseen unter uns. Der Normalweg würde uns an der Hütte vorbeiführen, allerdings mit einem Abstieg von 300 Höhenmetern und erneutem Aufstieg zur Gollingscharte. Diesen Abstieg ersparten wir uns und wanderten stattdessen auf dem alten, schmalen Höhenweg zur Gollingscharte (2326 m). Am Ende des steinigen Abstieges
von der Scharte erreichten wir den eindrucksvollen Gollingwinkel (Bild rechts), ein natürliches Amphitheater am Fuße der Hochgolling Nordwand. Zur Gollinghütte war es nicht mehr weit.

Von der Gollinghütte aus, bot sich als Gipfel nur der Hochgolling (2862 m) an. Das bedeutete aufsteigen über den bekannten Weg zur Gollingscharte, von dort über die Westflanke zum Gipfel, leichte Klettereien inbegriffen. Das waren stolze 1200 m Auf- und Abstieg. Daher wagten sich nur sechs Gipfelstürmer auf diese Tour. Die anderen Teilnehmer erkundeten die Gegend rund um die Hütte.

Die Tour zur Preintalerhütte führt in eine hochalpine Landschaft und zählt zu den schönsten Wanderungen in den Schladminger Tauern. Mehr als 30 Seen in unterschiedlichen Größen sind auf der Seenplatte des Klafferkessel in rund 2300 Meter Seehöhe verteilt. Von der Gollinghütte führte der Weg in vielen Kehren und Felsschultern zum Greifenbergsattel. Über Geröll erfolgte der weitere Aufstieg zum Greifenberg. Nach dem Gipfelfoto auf 2618 m gelangten wir über brüchiges Gelände und kurze Seilversicherungen in den Klafferkessel. Ab der Klafferscharte führte der weitere Weg steil hinunter in die Lämmerkare und über einen Wiesenhang zur Preintalerhütte.

Am Freitag hatten wir keine Lust, die 1000 Höhenmeter zum Waldhorn aufzusteigen. Stattdessen bot sich eine Tour zu den Sonntagskarseen an, eine lohnende Wanderung zu einer einzigartigen Seenlandschaft. Erst durch den ebenen Talboden, dann steil bergauf bis zum Unteren Sonntagskarsee. Entlang des Sees führte der Weg weiter bergauf zum Oberen Sonntagskarsee. Die mächtigen Gipfel von Waldhorn und Kieseck umschließen das Sonntagskar mit ihren hohen Flanken.

Der Abstieg am Samstag war erst steil, danach eben bis zum Riesachsee. Hier beginnt der Alpinsteig durch die Höllschlucht, ein Highlight der Wassererlebniswelt "Wilde Wasser“. Laut Hüttenwirt sollten wir zeitig am Einstieg sein, wegen stetig zunehmendem "Gegenverkehr“ auf dem Steig. Der Alpinsteig führt vorbei an den beeindruckenden Riesachfällen und überquert eine 50 Meter lange Seilhängebrücke (Bild rechts), Metall-Stege und viele Stufen führen durch die Höllschlucht.
Im Untertal lud uns der Almgasthof Riesachfall ein zum Mittagessen und in der Sonne zu sitzen. Ein prima Ausklang unserer wunderbaren Wanderwoche.

Hubert Seel

 

Norissteig-Begehung Kletterer 50+

Norissteig-Begehung der "Kletterer 50+“ (11.07.2016)

Vom Parkplatz am Wirtshaus Goldener Hirsch (das leider montags geschlossen hatte) gingen wir Richtung Fischbrunn am Waldrand entlang zum Einstieg des Norissteigs. Jedenfalls war es so geplant. Einige Diskussionen über den weiteren Verlauf des Weges später, landeten wir am Fuß des „Frankekamin“. So haben wir eben den Norissteig in umgekehrter Richtung begonnen. Es gab Ratschläge zum Klettersteiggehen von Rita, da einige noch keinen Klettersteig begangen hatten.
Alle haben den Frankekamin aufwärts gemeistert, wenn auch bei manchem der Rucksack als Klemmkeil fungierte. Oben ging es dem Wegzeichen nach, was auch ohne gedruckte Tourenbeschreibung von Martina klappte. Als nächstes erreichten wir den „Sprungstein“ Durch einen Felsspalt rutschen wir nach unten und es ging weiter über ein drahtseilversichertes Band zu einem weiteren Höhepunkt - dem „Brettl“. Eine 30m hohe Felswand, in der auf halber Höhe ein schmales Felsband waagerecht entlang führt, drahtseilgesichert über Eisenstifte. Dort gab es gratis einen Tipp, wie man z. B. mit Hilfe einer Exe auch mal (gesichert) gemütlich pausieren kann. Und sollte es einem tatsächlich mal die Füße wegziehen, wie man mit Hilfe einer Prusik-Schlinge wieder das rettende Drahtseil erreicht. Diese Sicherheitshinweise waren sehr nützlich.
Vom Brettl wieder abwärts erreichten wir nach kurzer Wanderung das bekannte „Noristörl“ Hier wurde eine kurze Rast eingelegt und die geschätzten 2 kg Kirschen von Monika gemeinschaftlich vertilgt. Nun war das Gewicht gleichmäßig verteilt.
Gleich hinterm Törl gibt es wieder einen kleinen Kletterfelsen, den unsere mitgeführten Männer natürlich überstiegen. Wie übrigens jeden im Wege stehenden Felsbrocken, an dem wir nun vorbei kamen. Nach einer Gratwanderung mit steilem Abstieg näherten wir uns dem "Felsenloch“, durch das wir natürlich alle hindurch krochen. Dann kommt die bekannte „Amtsknechtshöhle“. Durch einen schmalen Spalt geht es hinein und auf der anderen Seite durch ein kleines Loch wieder hinaus. Da einige Zeitgenossen in der Höhle wohl unbedingt ein Feuerchen machen mussten, dessen Rauch durchs Loch abzog, sahen wir danach etwas geschwärzt aus. So, nun waren wir eigentlich am Anfang der Tour angekommen. Aber die Mittelbergwand war ja noch nicht erstiegen. Also wanderten wir zurück - wieder mit Wegdiskussionen - und landeten wieder am Frankekamin. Da wir nun schon mal da waren, stiegen wir halt diesmal abwärts durch den Kamin.
Zügig ging es hinüber zur „Mittelbergwand“. Nachdem wir einen schmalen Felsspalt bezwungen hatten, erreichten wir das Drahtseil und schoben uns auf dem schmalen Felsband vorwärts. Ein Felsstück versperrt den Weg. Da mussten wir hinauf. Für Kurzbeinige und ohne Kletterschuhe etwas mühsam. Aber schon standen wir am Gipfelkreuz. Da gab es dann das obligatorische Gruppenfoto. Abwärts ging es jetzt "commode“ und am Waldrand entlang zurück zum Parkplatz. Eine gemeinsame Einkehr beendete die Tour.
Nun steht der Begehung des Höhenglücksteiges nichts mehr im Weg.

Martina Kern

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