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Rückblick Senioren

Fünf Tage Senioren-Wanderungen in den Bergen um Flachau

Gleich am ersten Tag sorgten Temperaturen mit 30 Grad dafür, dass nach der Anreise ein kleiner Ausflug ins nahe Marbachtal das Wanderhemd durchfeuchten ließ.
Im abgeschiedenen, naturbelassenen Tal hat man ein wenig das Gefühl, die Zeit verginge hier langsamer, käme fast zum Stehen. Eingerahmt von Bergen, wie dem Faulkogel mit seinen 2654 m kommt das Bewundern dazu. Und hat man genügend geschaut, so lässt es sich hier auch gut rasten, was wir in der Vorderen Marbachalm auch taten.

Am nächsten Früh erinnerte die Papagenobahn in Filzmoos uns an Mozart und das nahe Salzburg. Wir schwebten zur großen Freude von Margit zum Roßbrand hoch, denn zum Steigen gab es bis zum Gipfelkreuz und zur Radstädter Hütte ausreichend Gelegenheit. Der Wurzelweg dorthin hatte es schon in sich und die hübschen weißen Wollgräser, das moorige Gelände, die dunklen „Lackerln“ durften den Blick nicht allzu lange ablenken.
Wolken und Nebelfelder lichteten sich zum Glück und ließen endlich die Spitzen des Dachsteins erkennen. Später zeigte sich auch die Bischofsmütze mit dem Gosaukamm. Eine imposante zweiteilige Bergspitze mit 2454 m bietet auch Kletterern herrliche Möglichkeiten von der Hofpürgelhütte aus. Dass es hier Kraftplätze geben soll, kann man sich vielleicht vorstellen.
 
Auf die reichhaltige Flora einzugehen ist eine große Versuchung, der wir widerstehen müssen - jammerschade, aber der Bericht würde sonst so lang, dass er nicht gedruckt werden könnte.

Der Gewitterregen ergoß sich die ganze Nacht und auch am Mittwoch-Morgen noch. Was tun? Manchmal bleibt im Talschluss etwas hängen und so hofften wir auf besseres Wetter im benachbarten Kleinarler Tal. Tatsächlich ab Wagrain hörte das Strömen aus den Wolken auf und wir wanderten ab dem Ort Kleinarl zum romantischen Jägersee, den wir natürlich umrundeten und dabei die weiße Teufelskralle zu sehen bekamen. Zum See gehören die Schwäne, die Enten und auch das so malerisch gelegene Gasthaus. Der Himmel öffnete erst wieder seine Pforten als wir auf den Bus für die Rückfahrt warteten. Danke Petrus!

Noch war es nebelig und feucht am Donnerstag. Von Filzmoos führte uns der Wanderweg zu den ‚altehrwürdigen’ Hofalmen, die Oberhofalm wurde immerhin schon vor 350 Jahren gebaut. Doch halt, soweit sind wir noch nicht! Als sich der Wald vor dem Talschluss lichtete, bot sich erst ein überwältigend schönes Berghalbrund vor unseren Augen: links die Bischofsmütze, der Steiglpass, der Kramersattel und übergehend ins Dachsteinmassiv. Manche Spitzen verhüllten sich noch g’schamig mit Wolkenfetzen, doch der Wind trieb sie weiter.
An der Unterhofalm vorbei erreichten wir den nächsten romantischen Platz dieser Tour: einen kleinen vor vielen Jahren künstlich angelegten Bergsee, in dem sich die Bergspitzen und Bäume spiegelten. Ein weiteres Highlight lag auf dem Weg zur Oberhofalm: eine liebevoll errichtete Kapelle mit Glockentürmchen, Wurzelriesen und wassergeformten Felsbrocken.
Ohne Einkehrschwung gab es kein Weiterziehen. Als Filzmoos dann wieder in Sicht kam erfreuten wir uns noch einmal am Blick auf die nun freien Bergspitzen mit blauem Himmel.

Am Freitag fuhren wir zum Sattelbauern von Flachau aus hoch und starteten auf direkten steilen Pfaden zu den Lackenalmen. Oberhalb der Almen bot sich noch ein Blick ins Flachauer Tal, der auch gleich den Abschluss unserer Bergwoche einläutete. Alpenrosen am Wegrand wurden nochmal mit dem Handy eingefangen und die Almwirtin bewirtete uns am Ende noch recht herzlich und verwöhnte mit selbstgebackenen Kuchen und „Verhacktem“ auf Brot. Für den Abstieg war der einfache Forstweg gerade recht und dann fiel das Ade-sagen vor der Heimfahrt schwer.

Vielleicht probieren wir nochmal so eine „sanfte Alpenbesteigung für Senioren“ - wer weiß?

Inge Dorlöchter

Wanderung der Senioren von Spalt zum Igelsbach- u. Brombachsee

Der Start durch alte Gässchen von Spalt bei lachender Sonne konnte nicht besser sein und verschönte das Geburtshaus des berühmtesten Bürgers Georg Burkhardt - wer kennt ihn? Unter seinem gebräuchlichen Namen „Spalatin“ (der kleine Mann aus Spalt) dämmerte es schon bei den meisten und im Gedächtnis entstand das Bild eines Unterstützers von Dr. Martin Luther. Seit 2010 erinnert nun ein Denkmal vor der Nikolauskirche an ihn. Sehr witzig sind die beiden „Halbhäuser“, die an die frühere Stadtmauer gebaut wurden. Ohne sie gäbe es heute kein Zeugnis dieser Mauer mehr. Natürlich darf das frühere mächtige Kornhaus, nun das prämierte Museum „Hopfen-Bier-Gut“ mit dem ältesten Hopfensiegel nicht vergessen werden. Die Spalter Bierbrauer waren anscheinend schon immer recht clever und brauen bereits seit 650 n.Chr. das köstliche Getränk. Hinauf steigen wir auf die Anhöhe mit dem Türme-Blick auf die Stadt und wandern an Hopfenfeldern und Fischweihern vorbei auf das Schnittlinger Loch zu. Ein imposanter Abschluss mit Felsen überrascht natürlich nur die Wanderer, die es noch nicht kennen, aber es ist auch für anderen immer wieder schön. Der Ort Fünfbronn (Fünf Brunnen) liegt auf der Höhe und so konnte die Wanderführerin nach dem Essen fröhlich verkünden, dass es von nun an nur noch bergab geht und zwar zum Igelsbachsee. Bei eingetrübtem Wetter ging es am romantischen Seeufer entlang bis Endersdorf. Mit Wasser von oben und unten - auf dem Trimaran über den Brombachsee nach Ramsberg beendeten wir den Wandertag. Fast hätten einige auf dem Schiff verteilten Wandersleut’ das Aussteigen verpasst, wenn nicht eine eindeutige Durchsage daran erinnert hätte. Ja, so „verzeichneten wir keinen Schwund“ und kamen alle zum verabredeten Zeitpunkt am Bus an.

I. Dorlöchter

Hoch hinaus: Heimatwanderung

Diesmal führt der Weg in einen der höchsten Orte Mittelfrankens 

Corona hat einerseits einen verstärkten Wanderboom ausgelöst, andererseits müssen Wanderungen in Gruppen noch gut geplant sein, um den geltenden Bedingungen gerecht zu werden. Auch in diesem Sommer konnte wieder die von dem DAV bereits traditionelle Heimatwanderung  ins Altdorfer Land fortgesetzt werden.

Von dem Ausgangspunkt, dem Edekamarkt an der Unterriedener Straße, ging es auf schattigen Waldwegen vorbei an der 1670 erbauten Stadlersmühle nach Unterrieden. In dieser Mühle wurde bis vor 60 Jahren Getreide gemahlen und im Sägewerk Holz geschnitten. Bereits vor etwa 20 Jahren ist man bemüht, die baufällige Mühle nach und nach wieder aufzubauen. Seit 2014 ist hier ein Bauernhof mit einer zertifizierten Erlebnisbäuerin.

Beim Anstieg auf die Eismannsberger Hochebene konnten sich die Wanderer sehr gut vom Baufortschritt des Umbaus der 1967 erbauten Riedener Talbrücke überzeugen. Für den Güter- und Reiseverkehr spielt diese Autobahnbrücke heute die gleiche Rolle wie im Mittelalter die uralte Handelsstraße zwischen Nürnberg und Prag, welche damals schon durch Riedener Gebiet führte.

Über die Jurahöhe mit ihren zahlreichen Windrädern zur Energiegewinnung kommt dann zu dem 522 m hochgelegenen Eismannsberg. Zunächst ging es zu dem 1726 erbauten Barockschloss, einem der damals drei Herrschaftsgüter, mit dem schönen Portal und dem Wappen des Geschlechts derer von Oelhafen (aus Nördlingen stammend).

Nach der Mittagseinkehr wurde noch ein kurzer Blick in die 1582 errichtete St. Andreaskirche geworfen. Interessant ist die bewegte Geschichte der damals protestantischen Pfarrei in ihrem Bemühen lutherisch in einem calvinistischen Umfeld zu bleiben. Eine entscheidende Rolle hierfür spielte die damalige Schlossbesitzerin Hedwig von Eyb. 

Der Abstieg nach Hagenhausen erfolgte entlang dem Traun- felder Bach, zuletzt auf der geänderten Teilstrecke des Altdorfer Rundwanderwegs 6a. Dankenswerter Weise war der Zugangsschlüssel zur Marienkirche Maria Dolorosa organisiert worden, sodass der Besichtigung der imposanten Chorturmkirche (weil sich der massige Turm im Chor der Kirche erhebt) nichts mehr im Wege stand. Die Kirche gehört zu den ältesten des Altdorfer Landes und wurde 1072 durch Bischof Gundekar II. von Eichstätt geweiht. Sehenswert ist die Innenausstattung: der barocke Altar, die Apostelstatuen und die Pieta aus dem 14. Jhdt. am Hauptaltar, sowie im linken Seitenaltar die Madonna mit dem Kind, das eine silberne Taube hält (ca. 500 Jahre alt).

Die letzte Etappe dieser Rundwanderung nach Altdorf führte durch ein Waldstück, am Städtischen Bauhof vorbei ins Oberpfälzer Wohnviertel. Von hier war es nur noch ein Katzensprung zu dem Ausgangspunkt dieser auch kulturell interessanten Wanderung.

Wandern in kleinen Gruppen- Juni & Juli

Leider musste auch noch die Mai-Wanderung an der Gräfenbergbahn Corona bedingt abgesagt werden. Im Juni und Juli konnte dann endlich das Jahresprogramm 2021 mit Wanderungen im Neumarkter Hinterland starten.

Im Juni führte Gerhard Beyerwaltes bei bestem Wetter 9 Wanderer auf die Mariahilf-Schlaufe. Von Höhenberg aus ging es über Wiesen und Felder nach St. Helena und weiter in das Waldgebiet Heiligenholz. Hier stieß man auf dem Jurasteig, der nach Arzthofen im Tal der Weißen Laaber führt. Entlang dem Jurasteig ging es über eine bewaldete Kuppe zur sehenswerten Wallfahrtskirche Maria Lengenbach. Nach einer Vesperpause wanderte die Gruppe im idyllischen Lengenbachtal, in dem auch der Main-Donau-Weg verläuft, hoch nach Höhenberg. Im Wiesengrund konnten einige Orchideen bewundert werden. In Höhenberg wurde dann noch der Durst gelöscht, bevor die Wanderung nach ca. 11 km mit der Besichtigung der prächtigen Mariahilf-Kirche, die dem Wanderweg auch seinen Namen gegeben hat, abgeschlossen wurde.   

Im Juli stand dann die Kuppenalb-Wanderung auf dem Programm. Wegen schlechter Wettervorhersagen wurde sie um eine Woche verschoben. Ausgangspunkt war Dietkirchen, das wegen seinem Rosenfriedhof bekannt ist. Von roten Rosen geschmückt umgeben 200 schmiedeeiserne Grabkreuze die historische Kirche. Bei blauem Himmel und unter Führung von Uli Reichert starteten 9 Wanderer auf den Rundweg. Durch abwechslungsreiche Landschaft mit schönen Ausblicken führte der Weg zunächst nach Unterwiesenacker. Weiter ging es vorbei an Streuobstwiesen und Wacholderheiden. Thementafeln entlang des Weges informieren über die Entstehung der Kuppenalb, die Landschaftspflege und den Naturschutz. Der Aufstieg zum Habsberg wurde durch umgestürzte Bäume etwas erschwert. Nach Besichtigung der prächtig ausgestatteten Wallfahrtskirche kehrte man in der Wallfahrtsgaststätte ein. Frisch gestärkt wanderte die Gruppe, vorbei am Haus am Habsberg, einem Umweltbildungszentrum, durch Wald und Wiesen Richtung Hilzhofen. Nicht unbedingt zu den Naturschätzen der Kuppenalb zählen die beiden Golfplätze Habsberg und Hilzhofen, die man von weitem sah. Kurz vor Hilzhofen nahm die Wandergruppe Platz im Juradistl-Landschaftskino, einem Kino, das keine Leinwand braucht, weil der Film die Landschaft ist. Nach dem Kino war in Hilzhofen Kaffee angesagt. Auf der letzten Etappe besichtigten die Wanderer noch eine geologische Besonderheit, die Doggerfelsen mit Felsenkeller in Niederhofen. Nach ca. 13 Km fand in Dietkirchen ein „Naturgenuss mit Weitblick“ sein Ende.

Wanderung auf dem karstkundlichen Weg bei Neuhaus an der Pegnitz

Nach längerer „Corona bedingter“ Pause konnten die Wanderer der Seniorengruppe des DAV Altdorf  im Juli endlich wieder mit ihren Wanderungen starten, wobei die Anmeldungen etwas zurückhaltender erfolgten, als in den Jahren zuvor. Wanderführer Günter Kiessling wählte für
die erste Tour den karstkundlichen Wanderpfad, einen der interessantesten Wanderwege in der Hersbrucker Schweiz. Die Gruppe startete in Krottensee und von hier aus gelangten sie auf einem Weg durch das Ohrental in den nahen Wald. Trotz warmer, und hoher Luftfeuchtigkeit kam man auf einem Forstweg gut voran. Nun folgte der steile Aufstieg zur steinernen Stadt. Ein Felsdurchlass führte die Senioren ins Innere der Felsengruppe und sie legten dort eine Rast ein. Das nächste Ziel war die Vogelherdgrotte, mit einer großen Halle und einem Durchgang, über einen bequem begehbaren Weg. Nun nahte die Mittagspause im Grottenhof, den die Wanderer über den Erzweg erreichten. Auch der Nachmittag hatte ein interessantes Ziel. Die Felsengruppe Weissingkuppe. Über Stufen und Durchlässe gelangte man wieder zu einem bequemen Wanderweg. Das letzte Ziel war die Schlieraukapelle. Hier legte die Seniorengruppe eine kleine Pause ein, ließen in Gedanken die erlebnisreiche Tour vorbeiziehen und fuhren danach mit dem Bus zurück nach Altdorf.

 

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