Senioren-Kleingruppe: Wandern in Corona-Zeiten

Das Vereinsleben kam wegen der Corona-Pandemie ab März zum Erliegen. Alle Aktivitäten mussten abgesagt werden, darunter auch die Seniorenwanderungen. Ende Mai kam dann die erste Lockerung der Ausgangsbeschränkungen: Das Wandern in kleinen Gruppen wurde unter Einhaltung der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen und Abstandsregeln wieder erlaubt. Also warum nicht einen Restart schon im Juni üben. Um das Risiko zu minimieren wurde dafür auf öffentliche Verkehrsmittel und Pkw-Fahrgemeinschaften verzichtet. Es wurde eine Rundwanderung ausgesucht, die vom Parkplatz am Trimmpfad an der Riedener Straße in Altdorf aus ging. Bei idealem Wanderwetter starteten 12 Teilnehmer, immer auf Abstand bedacht, auf eine Rundtour in den Nordosten von Altdorf. Mit im Rucksack dabei war neben der Vesper auch eine Schutzmaske für alle Fälle.

Erste Station war Eismannsberg, das „Höchste“ was Altdorf zu bieten hat (550 m). Hier ist besonders das Schloss sehenswert, das 1726 von Christoph Elias Oelhafen errichtet wurde. Oelhafen stammt aus einem Nürnberger Patriziergeschlecht und war auch Nürnbergischer Pfleger in Altdorf. Seit 1901 ist das Schloss im Besitz der Familie Wild.

Weiter ging es unter der A6 hindurch zur Traunfelder Loipe, wo 2 neue Windräder errichtet werden. Für die Einspeisung der erneuerbaren Energie ins Stromnetz müssen Kabel bis nach Klingenhof verlegt werden.

Im Aussiedlerhof, wo wir im Winter immer unseren Skidoo unterstellen, wurde die Familie Volz besucht. Im Garten durfte dann die Wandergruppe in idyllischer Umgebung picknicken.

Nächste Station waren die 7 Quellen des Raschbaches, oberhalb der gleichnamigen Ortschaft. Hermann Frank, unser Natur- und Umweltschutzreferent, führte die Gruppe zur der Quelle, deren Wasser talwärts die „Steinerne Rinne“ formte.

Über Pühlheim ging es dann hinunter zum Pühlheimer Anger mit Blick auf die 540 m lange und 48 m hohe Autobahnbrücke, die das Raschbachtal überspannt. Die Brücke aus den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts wird z. Zt. abgebrochen. Besonders spektakulär ist dabei das Fällen der Brückenpfeiler.

Vom Pühlheimer Anger waren es dann noch ca. 2 km bis zum Ziel am Parkplatz des Trimmpfades.  Fazit der ca. 15 km langen Wanderung war, dass nicht nur in Corona-Zeiten das Wandern in kleinen Gruppen viele Vorteile hat.

Die nächste planmäßige Wanderung führt am 16.07.2020 von Roth über den Rothsee nach Allersberg.