Senioren Kleingruppe: Rothsee

Senioren-Kleingruppe: Wanderung zum Rothsee

Ende Mai wurden die von Corona bedingten Ausgangsbeschränkungen gelockert und das Wandern in kleinen Gruppen unter Einhaltung der vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen und Abstandsregeln wieder erlaubt. Bei einer Probewanderung im Juni nach Eismannsberg und Raschbach wurden schon mal die Bedingungen ausprobiert. Die Teilnehmer kamen damit gut zurecht und so stand dann auch der planmäßigen Juli-Wanderung von Roth über den Rothsee nach Allersberg nichts im Wege.

Von Altdorf fuhr die Gruppe mit der Bahn nach Roth-Lohgarten. Bei leichtem Regen ging es auf Wald- und Wiesenwegen entlang der Roth, vorbei an Hofstetten, zum historischen Eisenhammer bei Eckersmühlen. Nach einer Vesper in einem Unterstand wurde das ehemalige Hammerwerk, das noch bis 1974 in Betrieb war, besichtigt. Die Wasserkraft der Roth treibt eine Turbine an, deren Hauptwelle mit Hilfe lederner Transmissionsriemen die wuchtigen Hämmer in Bewegung setzen. In der alten Schmiedehalle kann man sich noch überzeugen, dass die Hammerschmiede heute noch so funktioniert wie vor hundert Jahren. Im ehemaligen Sägewerk ergänzt eine Dauerausstellung „Vom Erz zum Eisen“ das Museumsgehöft.

Dann führte der Weg auf der sogenannten Biermeile durch die Ortschaft Eckersmühlen. Biermeile deshalb, weil hier beim Rother Triathlon die Zuschauer die Athleten beim Radfahren anfeuern. Durch Haimpfarrich erreichte man die Main-Donau-Schleuse Eckersmühlen. Sie ist mit einem Höhenunterschied von 25 m und einer Länge von 185 m ein imposantes Bauwerk. Auf der Aussichtsplattform gab Wanderführer Gerd Beyerwaltes, ein ehemaliger Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes, Erklärungen zu Schleuse und Speicherbecken. Dann war es nicht mehr weit zum Damm des Rothsees und zum Seezentrum Heuberg. Hier, wo sich am Wochenende bei schönem Wetter die Massen drängen, gibt es unter der Woche bei Regenwetter keinerlei Problem mit den Abstandsregeln. Leider hatte dann auch das Gasthaus geschlossen. Da die Zeit schon fortgeschritten war, entschied man sich nicht mehr nach Allersberg, sondern nach Hilpoltstein zu laufen. In einem Kaffee lies man die Tour ausklingen bevor man mit der Bahn wieder zurück nach Altdorf fuhr.