Allgemein

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Ball des Alpenvereins - 50. Edelweißfest

Ball des Alpenvereins - 50. Edelweißfest (03.11.2018)

Auch in diesem Jahr wurde von unserer Sektion wieder das „Edelweißfest“ als einer der Höhepunkte im vielfältigen Jahresprogramm angeboten und es war auch in diesem Jahr eine sehr gelungene Veranstaltung, auf die wir stolz sein können.
Nach der Schließung der Stadthalle im Jahre 2011 mussten wir in die Aula der Mittelschule ausweichen und fühlen uns dort sehr wohl. Viele Ballbesucher sind von dem gemütlichen Ambiente begeistert. Die Aula wurde am Vorabend von vielen Helfern mit Blumen- und Tischschmuck herbstlich dekoriert.

Elfriede Müller, stellvertr. Vorsitzende, begrüßte die anwesenden Gäste. Namentlich konnte sie die Stadträte Dr. Bernd Eckstein, Thomas Kramer und Adalbert Loschge, die Vertreter der beiden Hausbanken Gerhard Bogner von der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht, Hermann Vogel und Rudi Rupp von der Sparkasse Nürnberg und die  Sponsoren  Annemarie und Helmut Eckstein von der Firma Getränke Münz und  Karola Fuchs vom Backhaus Fuchs begrüßen. Ebenso begrüßte Sie den Ehrenvorsitzenden Konrad Holz mit seiner Frau Erika und die anwesenden Vorstandskollegen und Ehrenmitglieder. Sie stellte den neuen Vorsitzenden Dr. Volker Güther kurz vor. Sie konnte berichten, dass der Ball trotz Herbstferien und Feiertag sehr gut besucht war, ein Grund war hier sicherlich auch das angekündigte ganz “besondere Rahmenprogramm“. Ihr Dank ging deshalb an alle anwesenden Gäste, denn nur durch Ihren Besuch ist eine Durchführung des Balles überhaupt möglich. In Ihrer Rede bedankte sie sich bei allen ehrenamtlichen Helfern, unter anderem bei Gerhard Kuhn und bei den Jugendlichen aus den Jugendgruppen, die beim Auf- und Abbau der Tische, bei der Bestuhlung, Dekoration der Tische und Säulen mitgeholfen hatten.
Ebenso  bedankte  sie sich bei ihrem Vorstandskollegen Erich Frank für die vielfältige Unterstützung  bei der Organisation des Balles.
Der  Vorsitzende Dr. Volker Güther bedankte sich mit einem Blumenstrauß bei Elfriede Müller für die Organisation dieses Events.
Die Ballbesucher konnten sich  an einem reichlich bestückten, kalten Büfett bedienen, wo die Entscheidung zwischen Wurst, Fisch oder Käse nicht immer leicht fiel. Auch die Naschkatzen kamen nicht zu kurz. Die Bewirtung übernahm auch in diesem Jahr der ortsansässige Partyservice-Feinkost Hofmann.
Für beste Unterhaltung sorgte wie gewohnt die Kapelle Tropics aus Schmidgaden. Die Teilnehmer hatten viel Gelegenheit zu tanzen. Egal, ob Wiener oder langsamer Walzer, Foxtrott, Cha-Cha-Cha, Rumba oder einem Zwiefachen, es war für alle  Tanzsportbegeisterten etwas dabei. Selbst beim Line Dance konnten viele Tänzer auf die Tanzfläche gelockt werden. Mit den vielfältigen Musikstücken wurde von der Tanzkapelle den ganzen Abend hervorragende Stimmung verbreitet.
In diesem Jahr feierte die Sektion ihr 50. Edelweißfest. Deshalb hatten die Organisatoren eine ganz besondere Attraktion für die Veranstaltung ausgesucht. Bereits im Februar wurde mit dem Trainer der deutschen Boogie-Woogie-Nationalmannschaft, Michael Gleixner, ein Auftritt der besten Paare des deutschen Nationalkaders vereinbart. Hatte man im letzten Jahr bereits die deutschen Meister Kerstin Engel und Johannes Hien zu Gast, so konnte das in diesem Jahr noch übertroffen werden, denn es waren die Paare vom ersten, zweiten und dritten Platz sowie ein Sichtungspaar zu Gast. Die Paare sind ansonsten nicht nur in Deutschland unterwegs, nein, denn sie tanzen auf internationalen Turnieren in ganz Europa. Deshalb sind wir auch besonders stolz, dass wir sie in diesem Jahr bei unserem Ball zu Gast hatten. Bereits während des Auftrittes konnte man sehen, warum die Paare diese Titel erreicht hatten, denn sie tanzten Boogie-Woogie in Vollendung. Was auch daran zu erkennen war, dass sie vom Publikum bereits während des Auftrittes reichlich Applaus bekamen. Dieser Auftritt war etwas Besonderes und wird vielen Ballbesuchern noch lange in Erinnerung bleiben.
Prickelndes gab es wie jedes Jahr an der Bar. Für viele Ballbesucher ist dies eine gern genutzte Gelegenheit, um hier interessante Gespräche mit anderen Gästen zu führen.
So ging ein netter und harmonischer Abend erst weit nach Mitternacht zu Ende.
Die Aussage vieler Gäste war: wir kommen wieder und zwar im nächsten Jahr am 09. November 2019.     
Elfriede Müller

Bergwanderwoche in der Texel-Gruppe

Bergwanderwoche in der Texel-Gruppe

Seit nunmehr 36 Jahren ist die Bergwanderwoche ein fester Bestandteil im Programmangebot  der DAV Sektion Altdorf. Ursprünglich von moderaten Hochtourengehern ins Leben gerufen, bietet die Bergwanderwoche sportlich ambitionierten Bergwanderern eine geeignete Plattform für Bergerlebnisse aller Art.

In diesem Jahr war ein kleines Jubiläum angesagt. Zum zehnten Mal organisierten Hubert Seel und Peter Chunseck als Team die Unternehmung. Aus diesem Grund wurde die vom Meraner Höhenweg in Südtirol umrahmte Texel-Gruppe wie vor zehn Jahren erneut als Ziel ausgewählt. Insgesamt neun Männer und fünf Frauen, darunter fünf Bergwanderwochen-Neulinge, waren gespannt. Start war am Sonntag, 05.08.2018, an der Talstation der Texel-Bahn in Partschins. Die ersten 900 Höhenmeter auf den Giggelberg wurden schnell mit der Drahtseilbahn zurückgelegt. Danach begann der schweißtreibende Aufstieg zur Lodnerhütte, die den idealen Stützpunkt für die erste Gipfeltour am nächsten Tag auf den 3000 m hohen Gipfel des Tschigat bildete. Zum Glück wurden am Montag die heftigen Temperaturen des Sonntags nicht mehr erreicht, so dass der Aufstieg bei bestem T-Shirt Wetter begann. Die letzten 200 Höhenmeter auf den Tschigat entpuppten sich als leichte Kletterei (s. Foto), die insbesondere den weniger im Klettern geübten Teilnehmern alles abverlangten.

Begleitet von einer Gämsen-Großfamilie erreichten schließlich neun Teilnehmer den Gipfel. Das Wetterglück hielt exakt bis zum Ende des anspruchsvollen Gipfelabschnittes im Abstieg. Plötzlich setzte heftiger Regen ein. Alle waren froh, zu diesem Zeitpunkt wieder einen normalen Bergwanderpfad unter den Füßen zu haben. Mit der entsprechenden Ausrüstung war der Rückweg zur Hütte kein Problem, zumal der Regen nach einer halben Stunde wieder aufhörte.

Am dritten Tag dann das Umsetzen zum Hochganghaus über den anspruchsvollen Franz-Huber-Steig. Das ist Bergwandern der gehobenen Art, Schwindelfreiheit vorausgesetzt. Bei idealen Wetterverhältnissen gab es tolle Blicke auf die entfernten Berggipfel der Dolomiten, aber auch tief hinunter in das Etschtal. Der Pfad führt im stetigen auf und ab über zahlreiche mit Ketten gesicherte  Stellen.

Am vierten Tag trennte sich das Team. Sieben Teilnehmer nahmen sich die Gipfeltour zur Spronser Röthelspitze vor, die andere Gruppe, beeindruckt von der außerordentlichen Steilheit des Aufstiegs in die Hochgangscharte, ging auf dem Meraner Höhenweg zur Nasareit-Hütte und zurück. Der obere Teil des Weges zur Hochgangscharte ist in den Wanderkarten als Klettersteig eingezeichnet, allerdings ungerechtfertigt. Der Steig ist tatsächlich extrem steil und auch ausgesetzt, allerdings vorbildlich angelegt und ausgebaut. Alle Stellen mit potenzieller Absturzgefahr sich mit Ketten versichert, ohne dass diese für den Aufstieg an sich benutzt werden müssen. Bereits nach 2 Stunden waren die 600 Höhenmeter bis in die Hochgangscharte bewältigt. Auf der anderen Seite eröffneten sich tolle Blicke auf die Spronser Seen. Der Weiterweg zum Gipfel erforderte zwar Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, war technisch allerdings nicht allzu schwer. Auch der Abstieg wurde rechtzeitig vor dem am Nachmittag einsetzenden kurzen Regenschauer absolviert, so dass sich alle auf der Sonnenterrasse des Hochganghauses von den Strapazen erholen konnten. Eine wunderschöne Tour, da waren sich alle einig.

Es folgte der nächste und auch letzte Hüttenwechsel zum Gasthof Talbauer, direkt am Meraner Höhenweg gelegen. Die Gehzeit mit lediglich 3 h und das sonnige Wetter machten uns die Entscheidung, die Tour mit einem Abstecher zum Mutkopf zu verlängern, sehr leicht. Nach einer kurzen Stärkung ließ der freie Blick zu 600 m höheren Mutspitze beim großen Teil der Teilnehmer Begehrlichkeiten aufkommen. Wie wäre es noch schnell mit einem Gipfel? Trotz der eindringlichen Warnungen des Hüttenwirtes vor unmittelbar bevorstehenden Regen machten sich neun Teilnehmer mit leichtem Gepäck auf die Gipfeltour. Der Gipfel wurde nach beeindruckend schnellen 1 ½ h erreicht, aber dann brach es los. Es schüttete wie aus Eimern. Auch die besten Gore-Tex Bergstiefel nützen nichts, wenn das Wasser von oben in die Schuhe hineinläuft. Völlig durchnässt, aber irgendwie auch glücklich und stolz über das Geleistete, kam die Gruppe gegen 17:00 Uhr beim Talbauer an. Und natürlich gab es viel zu erzählen. Auch die Energiespeicher mussten wieder aufgefüllt werden. Und das ist in Südtirol bekanntlich das geringste Problem.

Der Freitag begann mit leichtem Nieselregen und schlechten Wetterprognosen. Das bedeutet, in Etappen zu planen und Alternativen parat zu haben. Auf dem Meraner Höhenweg ging es zunächst für eine Stunde bis zum Longfallhof, unserem ersten Entscheidungspunkt. Alle waren dafür, die nächste Etappe bis zur Bockerhütte in Angriff zu nehmen, einem bei schwülwarmen Temperaturen sehr schweißtreibenden Aufstieg über mehr als 600 Höhenmeter. Nach einer kurzen Stärkung an der Hütte immer noch Wetterunsicherheit. Wieder die einmütige Entscheidung, nochmals 200 Höhenmeter in Angriff zu nehmen und über den Bocker-Steig zur bereits bekannten Hütte am Mutkopf zu gehen. Dann die Überraschung. Anstelle des angekündigten Regens hellte das Wetter auf. Die Regenfront blieb einige Kilometer Etschtal-aufwärts im unteren Vinschgau stehen. Eine nochmalige Rast am Mutkopf und der anschließende Abstieg zum Talbauerhof rundeten einen wunderschönen letzten Wandertag ab.

Was bleibt sonst noch zu erwähnen? Die perfekte Vorbereitung der Bergwanderwoche maßgeblich durch Hubert Seel und die professionelle Führung auf den Touren durch Peter Chunseck haben alle Teilnehmer mehr als begeistert. Ein herzliches Dankeschön von uns allen an unsere beiden Wanderleiter, die mit ihrem Einsatz vor und während der Tour auch einen großen Anteil an der tollen Atmosphäre im gesamten Team hatten. An die Unternehmungen und auch die gemütlichen Abende zusammen werden wir uns noch lange erinnern, soviel steht fest.

Volker Güther

Bergtour: Alpgartensteig und Waxriessteig

Bergtour Alpgartensteig und Waxriessteig

Am 14.07. fuhren 8 Mitglieder des DAV Altdorf in die Berchtesgadener Alpen.

Über den Alpgartensteig ging es durch die schönste und wildeste Seite des Lattengebirges auf einem schmalen Rückensteig hinauf zur Schlegelmulde, und von dort auf den Hochschlegel. Die mit Holzstämmen und -brettern gebauten Stufen und Leitern wechselten sich ab mit Eisentreppen. Geländer gaben Sicherheit, teilweise halfen auch Drahtseile über schmale und etwas exponierte Stellen. Der Aufstieg zur Schlegelmulde betrug 1070 hm. Nach einer Stärkung in der Almhütte nahm ein Teil der Bergsteiger die Predigtstuhlbahn, der andere Teil den Abstieg von 1294 hm über den sehr steilen Waxriessteig, der vor einigen Jahren saniert und mit Holz- und Metallleitern versehen wurde.
Übernachtet wurde in Bischofswiesen.

Am Sonntag war geplant am Untersberg über den Thomas-Eder-Steig die Schellenberger Eishöhle zu besuchen. Kurzfristig musste umdisponiert werden, da laut Wetterbericht ab Mittag Starkregen und Gewitter angesagt waren und der Steig zum Teil nur über Holzbohlen und mit Drahtseilversicherungen begangen werden kann. Zur Auswahl stand die Eisriesenwelt bei Salzburg oder eine Wanderung bei Ramsau, die auch im Falle des Schlechtwettereinbruchs erfolgen könnte. Der Großteil entschied sich für Ramsau.

Noch bei Sonnenschein erreichten wir die Halsalm und es wurden die in der Alm selbst hergestellten Milchprodukte verkostet. Der Rückweg erfolgte über einen Steig durch den Wald. Leider bewahrheitete sich die Wettervorhersage und am Auto musste die nasse Kleidung gewechselt werden, bevor der Rückweg nach Altdorf erfolgte.

Eva Dechand

 

Grundkurs Fels 2018

Grundkurs Fels 2018

Klettern in der Halle ist schön! Ideal auch für Anfänger, Basiskenntnisse zu erlernen.
Jedoch… zum einen schließt die Halle in den Sommermonaten und zum anderen steigt irgendwann die Lust, in freier Natur in die Welt der „echten Felsen“ einzusteigen. Motivation genug, den „Grundkurs Fels“ zu besuchen, der an zwei Abenden in der Kletterhalle und einem Wochenende in der Fränkischen stattfand. Voraussetzungen hierfür lediglich korrektes Sichern im Toprope und Vorstieg.

Der erste Abend in der Kletterhalle begann entspannt mit einer kleinen Vorstellungsrunde. Im Anschluss folgte, erst mal theoretisch, die Ausführung des „Routen umbauens“ inklusive notwendiger Seilkommandos. Nach einem kurzen „Warmklettern“ folgte die Umsetzung der Theorie in die Praxis. Hoppla, gar nicht so einfach:  erst Selbstsicherung rein, geht schnell, dann Seil holen und befestigen, auch machbar, aber bitte schön an der richtigen Stelle! Den Knoten neu einbinden, Hilfe, war doch ganz einfach – in der Theorie! Nach etlichen Übungsdurchgängen und Dank der geduldigen Kursleiter Herbert und Gerhard  waren letztlich alle Teilnehmer fit. Und zum Ausklang des ersten Hallenabends wurde anschließend noch fleißig geklettert.

Der zweite Hallenabend begann mit einer Materialkunde. Seiltypen, Schlingen, Bandmaterial, Gurttypen, Hardware, Normen und Equipment zur mobilen Zwischensicherung, sprich: das ganze „Klettergerödel“ wurde besprochen. Auch sicherheitstechnische Aspekte wurden vermittelt, Helmpflicht, Schlappseil, Sturzfaktor, Partnercheck, um nur einige zu nennen. Anschließend war Gelegenheit, das „Routen umbauen“ zu wiederholen. Danach war selbständiges Abseilen im Fokus. Erst wieder die Theorie, von der Selbstsicherung bis zur Knotenkunde. Dann die Praxis – immer nach dem Motto, Übung macht den Meister!

Zum Klettern am „realen“ Fels  ging es am folgenden Wochenende an den Wolfstein im Trubachtal. Der frühe Start ins Wochenende lohnte sich, denn die ersten Stunden hatten wir den Felsen ganz für uns alleine. Ein paar kurzen Ausführungen von Herbert zu vorbereitenden Tätigkeiten, wie Seil durchziehen, damit keine Krangel entstehen, Knoten ins Seilende etc. folgte die Premiere!
Wir stiegen erstmals den Fels hinauf - Ein schönes Gefühl. Mit Euphorie wurde erst, stets unter den wachsamen Augen von Gerhard und Lisa, das Umbauen und später auch das selbständige Abseilen geübt.

Allein, perfekt klettern langt nicht. Auch die Sicherungstechnik ist wesentlich. Richtige Seilführung am Fels und am Körper, das optimale Einhängen von Expressen und das Anbringen von mobilen Zwischensicherungen wurde anschaulich erklärt und geübt. Auch hier gilt, alles nicht so einfach. Sanduhr ist nicht gleich Sanduhr, wo und wie setzt man einen Friend oder Klemmkeil richtig und, was nicht zu unterschätzen ist, wie bekommt man die Dinger wieder raus?

Ausklang fand der erste Felstag, wie es sich gehört, im Biergarten. Beim anschließenden Abendessen gab es noch Anschauungsmateriel zur „Hakenvielfalt“, witzige und sehr einprägsame Videos zum Thema „Sichern“, Erläuterungen zu Zonierung, Naturschutz und ein paar lustige Würfelrunden.

Zu Beginn des zweiten Felstages wurde alles erneut geübt. Im Laufe des Vormittags zeigte sich dann auch die Schattenseite des „Volkssports“ Klettern. Der Fels wurde regelrecht „bevölkert“ und glich mehr einem Ameisenhügel als einem beschaulichen Fels. Ein Wechsel an die Nordseite brachte die ersehnte Ruhe. Wenn auch die Routen dort schwieriger waren fand jeder Teilnehmer ausreichend Möglichkeiten, das Erlernte gekonnt umzusetzen.

Der anschließende Biergartenbesuch rundete den Tag ab. Um viele Erfahrungen und Anekdoten reicher endete so der Grundkurs Fels – die Kursinhalte sind dauerhaft eingeprägt, nur das Wichtigste hätten wir fast am Fels vergessen: 30x30 blau meliert – unsere Teppichfliese zum Hax`n abkratzen :-)

Text federführend: Elke Eckstein

Auf den Spuren des Blauen Reiters

„Auf den Spuren des Blauen Reiters“

Wandern und Kultur heißt ein neues Angebot des DAV Altdorf.
Zur Premiere fuhren zehn Damen der Sektion an den Kochelsee und wandelten auf den Spuren von Franz Marc.

Weite Moorlandschaften, zauberhafte Täler, hohe Berge und türkisblaue Seen: Der Maler Franz Marc und seine Zeitgenossen fuhren am Anfang des 20. Jahrhunderts gerne mit der Bahn zur Sommerfrische von München ins Voralpenland. Später ließen sich Marc und andere bekannte Künstler, etwa Wassily Kandinsky, August Macke und Gabriele Münter, dort nieder. Wer mit offenen Augen durch Kochel und die Umgebung streift, erkennt immer wieder Motive, die die Maler auf die Leinwand bannten. Die Gruppe nannte sich „Der Blaue Reiter“ und veränderte die Malerei in jener Zeit grundlegend.

Arbeiteten viele von ihnen zunächst noch naturalistisch, verfälschten sie später Farben und lösten Gegenstände in geometrische Formen auf. Ganz bekannt sind zum Beispiel die blauen Pferde oder der gelbe Tiger des 1880 geborenen und 1916 bei Verdun im Ersten Weltkrieg gefallenen Franz Marc.

Im wunderschön in einem Park über dem Kochelsee gelegenen Franz Marc Museum, aber auch im Münterhaus in Murnau kann man die Entwicklung der Künstler und ihrer Werke gut nachvollziehen. Die Teilnehmerinnen bekamen dazu noch fachlich sehr fundierte Zusatzinformationen von Kunsthistorikerin und Sektionsmitglied Heike Bauer. Mit vielen ausgedruckten Bildern und spannenden Anekdoten aus dem Privatleben der Malerinnen und Maler entführte sie in deren Denk- und Lebenswelt.

Neben dem Kulturprogramm standen auch Touren auf dem Programm, die DAV-Wanderleiterin Clara Grau zusammengestellt hatte: Von den Gipfeln des Jochberges zwischen Walchen- und Kochelsee und dem Osterfeuerkopf bei Eschenlohe bot sich bei warmen Frühsommerwetter ein toller Ausblick auf Karwendel, Zugspitze und die Oberbayerischen Seen im Norden. Eine leichte Abschlusstour des dreitägigen Programms führte durch das Murnauer Moos mit seiner eindrucksvollen Naturlandschaft.

Verabschiedung Vorsitzender Uli Reichert

Stabwechsel beim Alpenverein Altdorf

Nach 14 Jahren als 2. Vorsitzender und 12 Jahre als Vorsitzender der Sektion Altdorf des DAV wurde Uli Reichert bei der Mitgliederversammlung am 6. März 2018 im Sportpark Altdorf in den wohlverdienten Vereins-Ruhestand verabschiedet.

Der stellvertretende Vorsitzende Dr. Volker Güther bedankte sich für die jahrelange ehrenamtliche Arbeit mit einer Laudatio.
Er überreichte Uli Reichert einen guten Tropfen, sowie einen Gutschein von „altdorfaktiv“.
Die Mitglieder bedankten sich bei ihrem ehemaligen Vorsitzenden mit stehendem Applaus.

Uli Reichert bedankte sich für die Laudatio und den Applaus und übergab seinem Nachfolger einen Skistock, sinnbildlich als Staffelstab, mit den besten Erfolgswünschen für die kommenden Aufgaben als Vorsitzender.

Ein kleiner Rückblick auf seine 35-jährige ehrenamtliche Arbeit

Uli Reichert gehört dem Alpenverein Altdorf seit 1974 an. Diese 44-jährige Mitgliedschaft ist geprägt von seiner 35-jährigen ehrenamtlichen Mitarbeit in verschiedenen Bereichen unserer Sektion.

Vier Jahre stellvertr. Leiter und Leiter  unserer Skiabteilung (1983 - 1987)        
Bei Uli Reichert war schon immer eine große Begeisterung für den Skisport zu spüren. Als geprüfter Fachübungsleiter Ski alpin (1983) war es für ihn selbstverständlich, sein Wissen um den Skisport in unsere Skiabteilung einzubringen. So hat er Gemeinschaftsfahrten, Skikurse und die Ski-Vereinsmeisterschaften alpin organisiert, und bei der Gestaltung unserer Zusammenkünfte in den Wintermonaten sowie bei der Durchführung der wöchentlichen Skigymnastik engagiert mitgearbeitet.
Von 1983 bis 1986 war er als stellvertretender Leiter unserer Skiabteilung tätig.        
Dann übernahm er für ein Jahr die Leitung dieser Abteilung.

Organisator unseres Sportabzeichen-Treffs (seit 1984)            
1984 hatte Uli Reichert die Idee, die winterliche Skigymnastik im Sommer durch ein sportliches Übungsprogramm fortzusetzen. So organisierte er - in Zusammenarbeit mit dem TV 1881 Altdorf - am 5. Mai 1984 erstmals für unsere Mitglieder den wöchentlichen Sportabzeichen-Treff. Unsere Mitglieder konnten sich auf dem Sportgelände der heutigen Mittelschule Altdorf sportlich betätigen und auch gleichzeitig das Deutsche und Bayerische Sportabzeichen ablegen. Dieses Angebot läuft auch heute noch mit großem Erfolg.

14 Jahre Zweiter Vorsitzender (1987 - 2001)                    
Von 1987 bis 2001 hat Ulrich Reichert das Amt des 2. Vorsitzenden ausgeübt. 14 Jahre lang war er ein verlässlicher zweiter Vorsitzender, der ideenreich den Verein zusammen mit Konrad Holz leitete, der immer das richtige Gefühl für das Machbare hatte und der auch entscheiden konnte, was es an Bewährtem zu erhalten galt und was an Neuem zu uns passte. Wichtig war ihm dabei, viele persönlichen Gespräche mit den Mitarbeitern zu führen.

Einige wichtige Aktivitäten und Ereignisse, die Uli Reichert maßgeblich mitgestaltet hat:

  • Die Durchführung unserer drei Jubiläumsfeierlichkeiten zum 20-, 25- und 30-jährigen Bestehen; vor allem an dem Festabend "Alpenländische Folklore" 1992 in der Stadthalle mit 88 Mitwirkenden aus unseren drei befreundeten ausländischen Gruppen. Diese erfolgreiche Veranstaltung war seine Idee.
  • Viele Höhepunkte unserer Sektionsarbeit mit attraktiven Fahrten, Wanderungen und Vorträgen,
  • die Bereicherung des Altdorfer Altstadtfestes durch „sein“ "Prominentenklettern",
  • die Inbetriebnahme unserer ersten Geschäftsstelle in der Ohmstraße,
  • den Kauf eines neuen Motorschlittens für unsere Ski-Langlaufloipen,
  • die vielen festlichen Jubiläumsfeiern mit unseren ausländischen Freunden in Altdorf, Gardolo, Wiesen und Altdorf/Uri,
  • die Pflege der Kontakte zu unseren Nachbarsektionen,
  • die Teilnahme an vielen regionalen Tagungen und an den Hauptversammlungen des DAV,
  • die Durchführung des Nordbayerischen Sektionstages 1995 in der Stadthalle Altdorf,
  • die außerordentliche Mitgliederversammlung 1993 (Gründungsversammlung) in der Stadthalle, bei der 224 Mitglieder die Zustimmung zur Gründung der Sektion Altdorf gaben und Uli Reichert zum 2. Vorsitzenden der neuen Sektion gewählt wurde.
  • die Durchführung vieler öffentlicher Großveranstaltungen, Vorträge und Gottesdienste mit unseren befreundeten ausländischen Gruppen und namhaften Alpinisten in der Stadt-halle, im Universitätshof und in der Laurentiuskirche.
  • am 1. Juli 2008 stellte er den Antrag an die Stadt Altdorf, zur Aufnahme einer offiziellen kommunalen Partnerschaft mit Wiesen/Pfitsch, die dann im Okt. 2010 vereinbart wurde.

Ehrenmitglied der Sektion (2001)                            
In der Mitgliederversammlung am 16. Januar 2001 hat er seine Tätigkeit als 2. Vorsitzender beendet und er wurde aufgrund seiner Verdienste um den Alpenverein Altdorf zum Ehrenmitglied der Sektion ernannt.

1. Vorsitzender der Sektion (2006 - 2018)                        
Fünf Jahre kümmerte er sich weiterhin um den Sportabzeichen-Treff und war im Winter als Übungsleiter Ski-alpin tätig.
Am 28. März 2006 wurde ihm das Amt des 1. Vorsitzenden unserer damals 1 500 Mitglieder zählenden Sektion übertragen.
Unter seiner Verantwortung wurde das bisher gewohnte Angebot unserer Vereinsarbeit weiter praktiziert und auch neu überdacht. So wurden Änderungen in den Strukturen des Vorstandes und Beirats, der Vereinssatzung und auch Umgestaltungen am Programm vorgenommen. Unter seiner Regie wurde ein Handbuch erarbeitet. Das Handbuch der Sektion Altdorf beschreibt Abläufe und Vorgänge. Es enthält umfassende Informationen zur Sektion und zu unserer ehrenamtlichen Tätigkeit. Von der Organisation, der Mehrjahresplanung, Zielen, Finanzen, Rechts- und Versicherungsangelegenheiten bis hin zu den Aufgabenbeschreibungen spannt sich der Bogen der Informationen.
Unter seiner Führung haben sich die Mitarbeiter bemüht, dass unsere Sektion ein lebendiger Verein bleibt, der weiterhin für alle Generationen attraktiv ist und die Spielarten des Alpinismus auf vielfältige Art praktiziert, der die Traditionen des Deutschen Alpenvereins erhält und pflegt, der im Programmangebot immer die richtige Mischung von Gemeinschaft, Erlebnis, Naturschutz, Kultur und den erforderlichen Aktivitäten in den Bergen sucht, und der seine gemeinnützigen Ziele auch weiterhin durch den Einsatz seiner ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter erreicht.

Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten (2014)                
Landrat Armin Kroder überreichte ihm 2014 aufgrund seiner Verdienste um den Alpenverein Altdorf das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Männern und Frauen.

Nach dem arbeitsreichen Jubiläumsjahr - 50 Jahre Alpenverein Altdorf - hat Uli Reichert bei der Mitgliederversammlung am 6. März 2018 sein Amt in jüngere Hände übergeben.
Wir danken ihm für Alles, was er unserem Verein gegeben hat. Uli Reichert hat in den 35 Jahren seiner ehrenamtlicher Tätigkeit ein Stück Altdorfer Alpenvereinsgeschichte mitgeschrieben.

Erich Frank, stellvertr. Vorsitzender

Ordentliche Mitgliederversammlung 2018

Mitgliederversammlung mit Neuwahlen der DAV Sektion Altdorf

Die gut besuchte ordentliche Mitgliederversammlung am 6. März 2018 der Sektion Altdorf des Deutschen Alpenvereins wurde geprägt von informativen Rückblicken, der Verabschiedung des Vorsitzenden und zwei Beiratsmitgliedern sowie von Neuwahlen.
Die Leitung hatte der stellvertretende Vorsitzende Helmut Schröder.

Nach der Begrüßung konnte Helmut Schröder auch in diesem Jahr den anwesenden Mitgliedern die gute Botschaft überbringen, dass der Verein wieder die Bezahlung der Getränke übernimmt. Außerdem gab es Brezen und Zwiebelkuchen als kleines Dankeschön für alle Mitglieder, die durch ihren Besuch Ihr Interesse am allgemeinen Vereinsgeschehen zeigen.

Zu Beginn der Mitgliederversammlung gedachten die Anwesenden der sechs im Jahr 2017 verstorbenen Mitglieder.

Mit einem kurzweiligen Rückblick der elf Gruppenleiter, beginnend mit dem Leiter der Familiengruppe Christian Geiger, der Jugend 1 Timo Geiger, Jugend 2 Uwe Schedewie, Jungmannschaft Christian Link, Mitteldrittel Jochen Frank, Bergsteigergruppe Roland Linnert, Sportklettergruppe Stefan Link, Seniorengruppe Knut Adams, Seniorengruppe Leicht Karin Schramm, Skiabteilung Ingrid Hentschel und stellvertretend. für die Bergradgruppe Susanne Kürschner, konnten die Mitglieder wieder einen Einblick in die umfangreichen Aktivitäten des Vereines gewinnen. Ein weiterer Rückblick wurde vom Natur- und Umweltschutzbeauftragten, Hermann Frank gehalten. Die Aufgaben der Sektion als Naturschutzverein sind sehr vielseitig. Dazu gehört u. a. die Betreuung des Kalmusfelsen bei Amberg, einem beliebten Ziel auch der Altdorfer Kletterer, die Patenschaft für das Naturdenkmal „Steinerne Rinne“ und die Organisation der Reinigung der Altdorfer Wanderwege bei „Altdorf putzt sich raus“.

Eine Zusammenfassung über das sonstige Vereinsgeschehen gab der Vorsitzende Uli Reichert:

Das Jahr 2017 stand ganz im Zeichen unseres 50-jährigen Jubiläums.
Zu dem umfangreichen Programm, wie jedes Jahr, wurde im Jubiläumsjahr unseren Mitgliedern noch folgendes zusätzlich geboten:

  • eine informative Festschrift,
  • das Konzert des Coro Alpino Trentino di Gardolo in Altdorf,
  • das Bergwochenende mit Gottesdienst im Pfitschtal und zum Schluss
  • den Dankeschönabend in Berg
  • unsere Jugend hat sich über eine neue Einrichtung für den Jugendraum und drei Schlauchboote gefreut.

Bei den Sektionsabenden wurden zehn Bild- und Filmvorträge gezeigt. Gemeinschaftsfahrten mit Schneeschuhtouren, Skitouren, Bergwanderungen wurden im bayrischen Wald, Elbsandsteinebirge, den Alpen und unserer heimatlichen Umgebung durchgeführt. Auch die traditionelle Faschingswanderung fand wieder statt.

Auch im sportlichen Bereich konnte die Sektion im letzten Jahr wieder vielfältige Beiträge leisten. Unter der Leitung von Volker Güther nahm sie am Landkreislauf teil. Ein zweiter Platz in der Wertung Mixed Teams beim Novemberlauf der Sektion Nürnberg kann sich sehen lassen. Die Seniorengymnastik, der Sportabzeichentreff und die Skigymnastik waren durchgehend gut besucht. Seit die wöchentliche Skigymnastik in die neue Dreifachturnhalle zurückkehrte, stieg ihre Teilnehmerzahl auf über 50 an. Mit der Skivereinsmeisterschaft wurde ein weiteres sportliches Highlight durchgeführt.

Die zwei neuen Angebote für unsere Senioren, Klettern 50+ und Radfahren 60+, haben sich etabliert. Ein weiterer Aufgabenbereich, dem sich der DAV in der Wintersaison verschrieben hat, ist das Spuren der Langlaufloipen Traunfeld und Hegnenberg mit dem vereinseigenen Skidoo. Erfreulicherweise hat sich der Aufbau der Schilder gelohnt, denn die Schneeverhältnisse im Januar 2017 ließen eine gute Nutzung der gespurten Loipen zu. Nicht zu vergessen ist die Betreuung der Altdorfer Rundwanderwege unter der Leitung von Peter Foos und seinen Wegepaten.

Im Jahr 2017 fand auch der traditionelle Ehrenabend statt. Viele Mitglieder und Mitarbeiter haben die Einladung zur Mitglieder- und Mitarbeiterehrung angenommen.

Die besondere Sonnwendfeier, organisiert von der Jugendreferentin Andrea Schwarzbauer, mit einem Spielenachmittag, Foodtruck und Festzelt wurde zu vorgerückter Stunde mit einem tollen Feuerwerk abgerundet.

Am Altstadtfest versuchten sich nach dem „Promiklettern“ vorwiegend Kinder mit Spaß und Erfolg am Kletterturm.

Ein weiterer Höhepunkt in dem Vereinsjahr war der Ball des Alpenvereins, das Edelweißfest. Zahlreiche Gäste erfreuten sich am kalten Buffet, an der abwechslungsreichen Tanzmusik, zwei attraktiven Showtanzgruppen und leckeren Getränken an der Bar.

Sehr gut angenommen wurde auch wieder die Skibörse, die von allen Jugendgruppen und der Familiengruppe, organisiert von Christian Geiger und Gisela Schuster, durchgeführt wird. Hinter unserer Skibörse steht ein grundsätzlicher Naturschutzgedanke: „Material und Energieeinsparung durch Weiterverwendung von Ausrüstung und Bekleidung“.

Uli Reichert berichtete auch über die Aus- und Weiterbildung, die einen großen Stellenwert im Verein hat. Es wurden wieder viele interne und externe Ausbildungen durchgeführt. Koordiniert wurden sie von der stellvertr. Vorsitzenden und Ausbildungsreferentin Rita Lutz.

Er wies in seinem Bericht  auf die vielfältigen Aufgaben in der Geschäftsstelle hin. Unter der Leitung des stellvertr. Vorsitzenden Erich Frank, mit Unterstützung von Martina Kern und Lina Wagner, mussten auch in diesem Jahr wieder viele Verwaltungsaufgaben bearbeitet werden. Erneut konnte man einen Mitgliederzuwachs vermelden, blieb mit 1985 Mitgliedern nur knapp unter der 2000er Marke.

Uli Reichert bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen, den Beiräten und den vielen fleißigen Helfern, ohne deren ehrenamtlichen Einsatz dieses vielfältige Vereinsangebot nicht möglich wäre. Er beendete seinen 12. und letzten Jahresbericht mit dem Hinweis auf das Vorwort des Mitteilungsheftes 2018/1. Dort hatte er im Telegrammstil auf seine 34-jährige ehrenamtliche Arbeit zurückgeblickt.

Die Vorstellung des Finanzberichtes übernahm die stellvertretende Vorsitzende Elfriede Müller, zuständig für die Finanzen im Verein. Der Finanzbericht wurde ergänzt durch Informationen zu Anschaffungen für die Jugendarbeit. So freuen sich die Jugendgruppen über drei aufblasbare Kanadier für Abenteuer zu Wasser und einer neuen Einrichtung ihres Jugendraumes. Außerdem wurde über Mitglieder- und Beitragsentwicklungen berichtet. Der Rechnungsprüfer Arne Otto bescheinigte Elfriede Müller eine einwandfreie, fehlerlose und übersichtliche Kassen- und Buchführung.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung erfolgte die Verabschiedung des Vorsitzenden Uli Reichert, der nach 37 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit in den wohlverdienten Vereins-Ruhestand geht. (Eigener Bericht unter Rückblick)
Hans-Peter Reißmüller schied als Vortragswart aus. Für den scheidenden Wegewart Peter Foos wird noch eine Nachfolge gesucht. (Verabschiedungen siehe Ende des Berichts)

Auf Vorschlag des Rechnungsprüfers Arnold Obermeier wurde die gesamte Vorstandschaft einstimmig entlastet.

Ein weiterer Schwerpunkt der MGV war die Neuwahl der Vorstandschaft, der Rechnungsprüfer und des Ehrenrates.

Die Wahl wurde durchgeführt von der Stadträtin Margit Kiessling und dem ehemaligen Stadtrat Wolfgang Rösch. Stadträtin Margit Kiessling nutzte die Gelegenheit, um sich im Namen des Stadtrates bei der Sektion für die geleistete Arbeit zu bedanken.

Zur Wahl standen als Vorsitzender Dr. Volker Güther, als stellvertretende Vorsitzende Erich Frank, Rita Lutz, Elfriede Müller, Helmut Schröder, Andrea Schwarzbauer und Hubert Seel, als Rechnungsprüfer Arne Otto und Arnold Obermeier, sowie als Ehrenrat Christine Hiller, Horst Schwarzbauer und Jürgen Thieme.

Alle zur Wahl stehenden Personen wurden einstimmig von der Mitgliederversammlung gewählt und nahmen die Wahl an.

Der von der stellvertr. Vorsitzenden Elfriede Müller vorgestellte Haushalt für 2018 wurde einstimmig von der Mitgliederversammlung genehmigt.

Mit einem Ausblick auf die nächsten Veranstaltungen der Sektion, insbesondere auf den Sektionsabend am 10.04. mit Bildervortrag von Dr. Hartmut Herzog: "Reise zu den Patenkindern in Uganda" und auf die Aktion „Altdorf putzt sich raus“ am 24.03.2018 schloss Helmut Schröder die Mitgliederversammlung.
Rita Lutz/Erich Frank

 

Verabschiedungen

Uli Reichert, Vorsitzender
Siehe extra Rückblick

Peter Foos, Wegewart

Anfang 2014 hatte er die Verantwortung für die Altdorfer Rundwege von Heinz Augsburger übernommen.
Mit viel Engagement hat er, zusammen mit den Wegepaten die Altdorfer Rundwege in den letzten Jahren in gutem Zustand gehalten.
Besonders zu erwähnen ist seine Eintragung der Altdorfer Rundwege im Tourenportal des Deutschen Alpenvereins alpenvereinaktiv.com. Dort können jetzt die Wanderungen mittels Smartphone oder Laptop abgerufen werden. Neben der Wegebeschreibung und einer Karte sind zahlreiche schöne Bilder und Informationen zu Sehenswürdigkeiten aufgeführt.

Zu unserem Bedauern hat er sein Amt Ende letzten Jahres niedergelegt. Im Namen des Vorstands und allen Wanderfreunden bedanken wir uns für seine hervorragende Arbeit in den letzten Jahren und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.

Helmut Schröder

 

Hans-Peter Reißmüller, Vortragsreferent

Im April 2010 übernahm er das Amt des Vortragsreferenten.
In den 8 Jahren hat er zahlreiche international bekannte Referenten nach Altdorf geholt.
Besondere Highlights waren:
Im Oktober 2011 der Besuch von Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf  Dujmovits. Fast 600 Besucher kamen zu dem ersten Vortragstermin nach dem K2 Erfolg der beiden Extrembergsteiger in die Aula der 2-fach-Turnhalle nach Altdorf.
Im März 2014 berichtete Hans Kammerlander von den Besteigungen der 7 zweithöchsten Berge in den 7 Kontinenten. Die Multivisionsschau "Seven Second Summits" begeisterte etwa 500 Zuschauer.
Darüber hinaus hat er in den letzten 8 Jahren zahlreiche Vorträge organisiert, die neben den alpinen Themen auch Vorträge von interessanten Reisen und Naturaufnahmen zeigten. Als Beispiele seien hier Korsika, Nepal, Patagonien, Transkaukasien, Island, Italiens Vulkane, Kambodscha und Vietnam, Toskana, Grand-Canyon und Südafrika genannt.

Lieber Peter, im Namen des Vorstands und aller Besucher der Vorträge bedanken wir uns ganz herzlich für deine Arbeit und wünschen dir für die Zukunft Alles Gute.

Helmut Schröder

Große Reibn

Die Große Reib'n in vier Tagen
- eine einsame Tour durch traumhafte Landschaften

Die große Kniescheiben-Reib'n
- oder: unverhofft kommt manchmal später

Der Traum von der Umrundung des Königssees auf Tourenski hat uns schon länger umgetrieben.
Nach einem ersten Versuch letztes Jahr das Ganze als organisierte Tour in Angriff zu nehmen hat es dieses Jahr trotz schlechter Vorboten doch noch geklappt.

Eine lächerliche Computerstimme von der Telekom fordert mich durch meinen Telefonhörer hartnäckig auf, laut und deutlich irgendwelche Fragen zu beantworten. Von draußen dröhnt der Straßenlärm. Im Radio Dauerfeuer durch Werbespots, als öffentlich-rechtlicher Beitrag zur Volksverblödung. Der Alltag, oder besser gesagt, der ganz normale Wahnsinn hat mich längst wieder eingeholt, obwohl ich ihm doch für knapp vier Tage entwischen konnte.

Erst gestern Abend habe ich müde, glücklich und zufrieden den Schlüssel in das Schloss meiner Haustür gesteckt. Zurück von meiner kleinen Flucht in eine andere Welt. Ich meine nicht diese Art von Ausflügen in fremde Länder, die man im Reisebüro bucht und nicht selten in einer vollklimatisierten Kabine einer Boeing beginnt. Nein, ich meine eine Welt, die eigentlich schon fast hinter dem eigenen Gartenzaun anfängt.

Sie zu entdecken ist sehr einfach und sehr günstig.

Alles was man dazu braucht ist eine Skitourenausrüstung und die paar Sachen im Rucksack, die den Menschen letztendlich glücklich machen. Etwas zu trinken und zu essen, eine Jacke und einen Schlafsack gegen die Kälte.

Es geht in erster Linie darum, mit jedem Schritt Neuland zu entdecken, ohne zu wissen, was der Tag genau bringt und wie genau das nächste Nachtquartier aussehen wird.

Die Betonung liegt auf langsam, ein Begriff, der auch von uns erst wieder neu entdeckt werden muss. Vollgas auf deutschen Autobahnen, Datentransfer durch Highspeed-Leitungen oder Fastfood vom Pizzaflitza. So sieht das Alltagstrauma aus, unter dem die meisten von uns leiden. Gehen oder besser gesagt weit gehen ist wahrscheinlich die beste Medizin dafür. Die langsamste aller Fortbewegungsarten als Heilmittel, um wieder zu sich selbst zu finden.

Freitag, 02.03.2018 
Treffpunkt 08:00 Uhr bei mir vor der Tür - Stefan, Wolfgang und ich - der andere Stefan musste leider wegen Knieproblemen passen - kurzfristige Entscheidung, dass wir die Schlafsäcke für eine evtl. Übernachtung auf der Wasseralm mit einpacken.
Die Anreise mit Wolfgangs Auto über die sehr volle Salzburger Autobahn verlief trotz allem mit dem Ziel vor Augen entspannt ab. Geplant war die Umrundung innerhalb von drei Tagen zu schaffen und den Montag noch als Puffertag in Reserve zu haben, was sich im Nachhinein als weise Entscheidung herausstellen wird.
Abstellen des Autos an der Wimbachbrücke,  Busfahrt nach Berchtesgaden und über die geschichtsträchtige Kehlsteinstrasse bis in die Nähe des Parkplatzes Hinterbrand. Aufstieg über die Großbaustelle Jenner, wo die komplette Infrastruktur zurzeit erneuert wird. Vorbei an Baukränen, arbeitslosen Schneekanonen und über geräumte Baustraßen bis zum Carl-von-Stahl-Haus. Nette Gruppe von drei Rosenheimer(innen) mit am Tisch - Gamsbraten und Kaiserschmarrn bis zum Abwinken; fränkisch-bayrische Schafkopfrunde bis zur Hüttenruhe; draußen leichter Schneefall und Sturm.

Samstag, 03.03.2018
Ein unentspanntes Aufstehen um 05:45 Uhr - schnelles Frühstück und Aufbruch in eine aufklarende Morgenstimmung. Am Schneibstein noch ein letzter Kontakt zu einer anderen Gruppe - die Rosenheimer waren schon über alle Berge und am Horizont fast nicht mehr wahrnehmbar.
Ab hier werden wir bis zur Hütte völlig alleine unterwegs sein. Wir sind aber dankbar, dass durch diese grandiose Landschaft aus Karst Buckeln und Gipfeln jemand vor uns eine Spur gelegt hat.
Aufstiege und kurze Abstiege wechseln sich ab - ständig neue atemberaubende Ausblicke - blauer Himmel, Sonnenschein - die Felle schleifen über den Pulverschnee - ansonsten Ruhe.
Hinter dem nächsten Joch erstreckt sich die nächste Hochebene und der gefürchtete Eisgraben will nicht kommen - die Zeit verrinnt und es wird langsam klar, dass die in der Tourenbeschreibung genannten 25 km und 2.400 hm an diesem Tag für uns nicht bei Tageslicht zu schaffen sind.
Stefan bekommt Knieprobleme. Einfahrt Eisgraben mit dem Versuch von Wolfgang die Direttissima zu nehmen - Abbruch in eine ca. 80 m Wand - steile Abfahrt mit dem noch steileren Durchschlupf, für den wir unsere Steigeisen aber nicht auspacken müssen.
Nachdem es schon deutlich nachmittags ist verkürzen wir die zweite Etappe auf knapp 20 km und 1300 hm - Winterraum auf der Wasseralm - tief eingeschneit bis zur Dachrinne - Schnee schmelzen - später Besuch von drei Berchtesgadner(innen) mit Zugang zu den alkoholischen Getränken. Neidisch beobachten wir, wie sie Steaks und Spießbraten dazu Kartoffelsalat und verschiedene andere Köstlichkeiten vertilgten. Bier zum Abendessen. Trotz gewichtsreduzierter Essensvariante hatten aber gefühlt doch noch sehr schwer zu tragen.
Tiefer Schlaf in eiskaltem Nachtlager.

Sonntag, 04.03.2018
Wieder Schnee schmelzen - Frühstück - Gewichtsvergleich mit den Karbonrennski der anderen Drei, die deutlich zu Ungunsten von Stefans Material ausfiel. Direkter Aufstieg von der Wasseralm auf den Funtenseetauern über den unsonnigen Winkel - wieder atemberaubende Landschaft, Sonne, totale Stille. Der Baumeister Wind hinterlässt überall seine Spuren. Gipfelglück und steile Abfahrt über Pulverschnee zum kältesten Punkt Deutschlands am Funtensee - der Busfahrer hat uns noch berichtet, dass am Mittwoch vorher dort die tiefste Temperatur des Jahres 2018 gemessen wurde: unter -40°C - wohlverdientes Abendessen. Stefans Knie werden nicht besser - Überlegung über die Saugasse abzufahren und mit dem Schiff zurück nach Königssee.

Montag, 05.03.2018
Stefan beißt - Fortsetzung der geplanten Tour - Ingolstädter Haus - Hundstodgatterl - wieder dieselben Versatzstücke wie am Vortag - Sonne, Berge, Schnee und totale Einsamkeit - steile Querung - eine der wenigen Traumabfahrten - Aufstieg oberhalb des Loferer Seilergrabens durch eine Landschaft, die ein wenig an Kanada erinnert. Gipfelrast mit leiser Anspannung was uns auf den nächsten Metern erwartet.
Zuerst über einen Idealhang dann Einfahrt in den Hang oberhalb des Loferer Seilergrabens - Stefans Bedenken wegen. der Abfahrt wurden von Meter zu Meter kleiner - der Hang steilt immer mehr auf und verschwindet - doch glücklicherweise aufgrund des weichen Schnees wird auch diese Stelle gemeistert.
Uns fällt ein Stein vom Herzen - durch das Wimbachgrieß mit großen Schwüngen können wir nahezu bis zum Auto an der Wimbachbrücke abfahren.

Die Zivilisation hat uns wieder und erfüllt von Glück und Dankbarkeit treten wir die Heimfahrt an.
Große Reibn wir sehen uns hoffentlich bald wieder.
Oder wie der Franke zu sagen pflegt – da ham die Deppn wieder Ihre Tage ghabt.

Bilder: 1+ 2 Stefan; 3, 4, 5, 7 + 8: Horst; 6: Wolfgang
Text: Horst Herzog

Skitour mit AVS Pfitsch

AVS Pfitsch „Gemeinschaftsskitour mit DAV Altdorf“ am 25. 02. 2018 zum Nusserkopf  (2354 m)

Der kälteste Sonntag des Winters war angesagt.

Da galt es schon mal – sich warm anziehen- um auf Skitour ins Pfitschtal zu gehen.

Die 15 Teilnehmer starteten in Stein und unser Ziel sollte der (2354 m) hohe Nusserkopf sein. Eiskalter Wind blies uns entgegen und die Kälte kroch bald schon unter die Kleider. Nach kurzer Zeit wurde es aber besser. Der Wald schützte uns vor dem Wind und im freien Gelände wurde der Sturm von einem Bergrücken abgefangen. So hatten wir einen sehr wohl erträglichen Aufstieg. Die Sonne tat das ihre dazu. Dank Sonne und Windstille konnten wir am Gipfel des Nusserkopfes eine ausgedehnte Rast machen. Wir wurden belohnt mit einem grandiosen Rundblick zu den Bergen des Tales.

Die Abfahrt hatte tolle Schneearten geboten, Pulver, Firn und Eis. Aus den zufriedenen Gesichtern konnte man erkennen, dass alle hoch begeistert waren.

In einer  warmen Gaststube gab es noch ein gemütliches Zusammensein, bevor wir uns von unseren Altdorfer Freunden verabschiedeten.

Wir freuen uns auf eine nächste gemeinsame Tour.

Bilder  und Text: Willi Eisendle, AVS Pfitsch

Skitouren Maria Alm

Zwei erlebnisreiche Skitourentage in Maria Alm (26.01. - 28.01.2018)

Eine Gruppe von 13 Tourengehern schloss sich der Wochenendfahrt der Skiabteilung nach Maria Alm im Salzburger Land an.

Bei mäßiger Lawinengefahr und traumhaftem Wetter startete die Gruppe am Samstag Richtung Schwalbenwand. Grandiose Ausblicke auf das Steinerne Meer, den Hochkönig und die vor einem liegenden Salzburger Schieferberge begleiteten den nicht allzu schwierigen Aufstieg. Nach einer ausgiebigen Pause in der Sonne war nach 1200 Höhenmetern der Gipfel der Schwalbenwand erreicht und man genoss nach dem obligatorischen Gruppenbild den klaren Rundumblick auf das Kaisergebirge, den Zeller See, das Kitzsteinhorn und den Großvenediger. Sogar den Großglockner konnte man in der Ferne erkennen.
Während eine kleine Gruppe am aufgefirnten Südhang eine Zusatzrunde einlegte, fuhr der Großteil der Gruppe bereits ab ins Tal und lernte dabei die verschiedenen Schneearten kennen: lockerer und schwerer Pulverschnee sowie schwer zu befahrener Bruchharsch im unteren Teil der Abfahrt. Leider riss sich eine Teilnehmerin bei der Abfahrt das Kreuzband, so dass sie mit dem Helikopter nach Zell am See gebracht werden musste. Ein Wermutstropfen für die Gruppe an diesem sonst so herrlichen Tourentag.

Für den Sonntag war eine etwas leichtere Tour auf die Marbachhöhe geplant.
Mit dem Skibus ging es zum Ausgangspunkt Hintermoos. Der Aufstieg erfolgte größtenteils durch den Wald, bis sich wieder schöne Ausblicke auf das nebelverhangene Tal und die herrliche Bergwelt boten. Durch tief verschneite Hänge ging es zu einer kleinen Hütte, an der man sich für die letzten Höhenmeter stärkte. Für die meisten war die Marbachhöhe nach 950 Höhenmeter das Ziel. Überwältigt von der phantastischen Aussicht legten die Skitourengeher dort eine Pause ein, ehe die Abfahrt durch die Pulverschneehänge in Angriff genommen wurde.
Fünf konditionsstarke Teilnehmer machten sich von der Marbachhöhe auf zu einer Gratüberschreitung auf den Hochkaser. Heftig blies der Wind ins Gesicht, der lockere Schnee wurde über den Grat geweht und bildete Strukturen wie bei Sanddünen in der Wüste. Am Hochkaser fellte man schnell ab, ein Schluck heißer Tee und ab ging es durch knietiefen Powder zurück ins Tal, wo sich alle Teilnehmer wieder trafen.

Fazit nach zwei Tagen: eine nette und harmonische Gruppe aus Erfahrenen und Neulingen, die noch lange von diesen Erlebnissen zehren werden.

Text: Gisela Schuster
Bilder: Gisela Schuster und Jan Kürschner

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